Frohburg
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen | |
| Landkreis: | Leipzig | |
| Höhe: | 176 m ü. NN | |
| Fläche: | 108,06 km² | |
| Einwohner: |
10.732 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 99 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 04654 | |
| Vorwahlen: | 034348, 034341, 034345 | |
| Kfz-Kennzeichen: | L, BNA, GHA, GRM, MTL, WUR | |
| Gemeindeschlüssel: | 14 7 29 140 | |
| Stadtgliederung: | 18 Ortsteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Markt 13 04654 Frohburg |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Wolfgang Hiensch (BuW) | |
| Lage der Stadt Frohburg im Landkreis Leipzig | ||
Frohburg ist eine Kleinstadt im Landkreis Leipzig, Freistaat Sachsen an der Grenze zu Thüringen.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie und Verkehr
[Bearbeiten] Geographie
Frohburg liegt etwa in der Mitte zwischen Leipzig und Chemnitz am Übergang der Leipziger Tieflandsbucht zum Sächsischen Burgen- und Heideland, ca. 35 km südlich von Leipzig und 10 km südlich von Borna. Durch Frohburg fließen das Flüsschen Wyhra und durch einige Ortsteile die Bäche Eula und Kleine Eula.
[Bearbeiten] Stadtgliederung
Die Ortsteile von Frohburg sind:
- Stadt Frohburg,
- Alt-Ottenhain,
- Benndorf,
- Bubendorf,
- Elbisbach,
- Eschefeld,
- Flößberg,
- Frankenhain,
- Frauendorf,
- Greifenhain,
- Hopfgarten,
- Nenkersdorf,
- Ottenhain,
- Prießnitz,
- Roda,
- Schönau,
- Streitwald,
- Tautenhain,
- Trebishain.
[Bearbeiten] Nachbargemeinden
Angrenzende Städte und Gemeinden sind Geithain, Kohren-Sahlis, Windischleuba, Fockendorf, Borna, Kitzscher und Bad Lausick.
[Bearbeiten] Verkehr
Durch Frohburg verläuft die B 95. Südlich von Frohburg kreuzen sich die B 7 und die B 95. Auch die Bahnstrecke Leipzig-Neukieritzsch–Chemnitz führt durch die Stadt. Nördlich der Stadt Frohburg verläuft die im Bau befindliche Autobahn A 72. Ein direkter Anschluss wird wegen der Klage eines Agrarbetriebes jedoch vorerst nicht realisiert. Durch den Ortsteil Flößberg führt die B 176, durch die Ortsteile Hopfgarten und Tautenhain die Bahnstrecke Leipzig – Geithain (– Chemnitz) mit je einem Haltepunkt.
[Bearbeiten] Geschichte
Erstmals erwähnt wurde die gleichnamige Schutzburg Ende des 10. Jahrhunderts. 1198 wird Frohburg als Siedlung (Albertus de Vroburc, Albrecht I., Burggraf von Altenburg), 1233 erstmals als Stadt urkundlich erwähnt. Die Stadt verfügt aber noch über keinerlei Stadtrechte und wird vom Grundherrn regiert. Erst 1831 erhält Frohburg durch die neue sächsische Verfassung die Stadtrechte. Drei Jahre später wird der erste Bürgermeister gewählt.
Von dem Mitte des 19. Jahrhunderts einsetzenden wirtschaftlichen Rückgang erholte sich die Stadt erst durch die im Jahr 1883 erfolgte Gründung einer Kattundruckerei und den beginnenden Braunkohlenabbau nördlich der Stadt.
Am 1. Januar 2008 wurde mit der Gemeinde Eulatal die Verwaltungsgemeinschaft Frohburg gegründet, die mit dem Beitritt der Gemeinde Eulatal nach Frohburg ein Jahr später wieder aufgelöst wurde.
[Bearbeiten] Eingemeindungen
Im Jahr 1973 wurde Streitwald[2] und 1995 Greifenhain[3] Ortsteil von Frohburg. Im Jahr 1997 kam Benndorf[4] hinzu, sowie am 1. Januar 1999 dann Eschefeld, Frauendorf, Roda, Nenkersdorf und Schönau[5]. Am 1. Januar 2009 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Eulatal nach Frohburg eingemeindet.[6] Das Stadtgebiet vergrößerte sich dadurch von 60,74 km² auf 108,06 km².
[Bearbeiten] Namensherkunft
Woher der Name Frohburg kommt, lässt sich nicht eindeutig sagen. Einer möglichen Deutung zufolge kommt er von ahd. frō für Herr. Zur Unterscheidung von anderen Burgen taugt dieser Name nicht, denn fast alle mittelalterlichen feudalen Burgen waren Herrenburgen. Falls der Name von frōne =„Herrendienst“ abgeleitet wäre, müsste in der Überlieferung ein „n“ auftauchen. Die Ableitung froh, fröhlich, etwa "die Burg, die froh stimmte" oder auf der ein fröhliches Ritterleben herrschte, könnte nach Meinung der Namensforscher Eichler und Walther nach der Kreuzzugszeit eine zeitgemäße Eindeutschung aus dem Französischen sein analog zu „Freudenberg“ oder „Starkenberg“.
Der Name hat jedenfalls nichts damit zu tun, dass durchreisende Kaufleute froh waren, wenn sie den Ort erreicht hatten und keine Übergriffe durch Raubritter mehr zu fürchten hatten. Allerdings gibt es laut Erzählungen diese Herleitung für den Namen Himmelreich, das Gebiet jenseits der Bahnlinie.
[Bearbeiten] Politik
Der Stadtrat setzt sich seit der Kommunalwahl vom 7. Juni 2009 wie folgt zusammen:
- CDU: 7 Sitze
- Bürgergemeinschaft unabhängiger Wähler / Bürgerinitiative Eulatal (BuW/BIE): 4 Sitze + 1 Sitz für Bürgermeister Wolfgang Hiensch
- Die Linke: 3 Sitze
- SPD: 2 Sitze
- Freie Wähler: 1 Sitz
- FDP: 1 Sitz
Einzelne Ortsteile haben Ortschaftsräte gebildet.
- Der Ortschaftsrat "Eulatal" besteht aus 8 Mitgliedern, Ortsvorsteher ist Karsten Richter.
- Der Ortschaftsrat "Nenkersdorf/Schönau" besteht aus 5 Mitgliedern, Ortsvorsteher ist Andreas Mertin.
- Der Ortschaftsrat "Roda" besteht aus 5 Mitgliedern, Ortsvorsteher ist Torsten Biringer.
[Bearbeiten] Bevölkerungsstatistik
(Einwohnerzahlen vom 1. Januar 2013 [7]): 10.655
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[Bearbeiten] Gedenkstätten
- Gedenkstein an der Bahnhofstraße/Kreuzung B95 für alle Opfer des Faschismus
- Denkmal für die Gefallenen des 1. Weltkrieges auf dem Alten Friedhof mit Keramik-Grabplatten von Kurt Feuerriegel
- Ein Friedhof (im Volksmund „Judenfriedhof“ genannt) an einem Waldweg, hinter der Waldsiedlung von der Straße nach Beucha abbiegend, erinnert an die 150 KZ-Häftlinge im Außenlager Flößberg des KZ Buchenwald[8].
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
- Töpfermädchen (1936 von Kurt Feuerriegel)
- Kursächsische Postdistanzsäule vom Markt in der Bahnhofstraße und deren Originalwappen im Museum im Schloss Frohburg
- Kursächsische Ganzmeilensäule Flößberg als Reststück im Museum im Schloss Frohburg
- Kentaurenbrunnen (1899)
- Kirche „St. Michaelis“ in Frohburg (1233 erbaut)
- Kirche Greifenhain
- Rathaus aus dem Jahr 1887
- Fachwerkhaus „Alte Farbe“ von 1682
- Naturschutzgebiet Eschefelder Teiche
- Romanische Saalkirche in Eschefeld, mit spätgotischem Schnitzaltar um 1510
- Schloss Frohburg
- große romanische Saalkirche, Marienkirche Nenkersdorf, 1187 geweiht, ehem. Wallfahrtskirche
- Naturfreibad
- spätgotische Kreuzkirche (um 1500) in Prießnitz (1616 im Stil der niederländischen Spätrenaissance umgebaut).
- Schloss in Prießnitz aus dem Jahr 1605/1606
- Bauernrathaus Prießnitz (Im Jahr 1712 errichtetes Umgebindehaus)
- Bockwindmühle im Ortsteil Schönau
- ursprüngliche romanische Kirche in Oberfrankenhain (erbaut um 1200) später 1514 spätgotisch umgebaut (mit Schnitzaltar, Kreuzigungsgruppe und Sakramentsnische). (Webseite der Kirchgemeinde)
- Pfarrhaus (um 1726 erbaut) in Oberfrankenhain
- Barockkirche Elbisbach
- dreigeschossiges Herrenhaus mit dem Walmdach in Hopfgarten
- Kirche Tautenhain mit Bildern von Conrad Felixmüller
- Landschaft Kohrener Land mit:
- Kohren-Sahlis (Töpfereimuseum, Sommerrodelbahn)
- Burg Gnandstein
- Lindenvorwerk mit Lindigt-Mühle (Museum), „Irrgarten der Sinne“, Minigolf-Anlage
- Historisches Schausägewerk in Ossa
- Schwind-Pavillon in Rüdigsdorf (Kohren-Sahlis)
- Töpferbrunnen auf dem Markt von Kohren-Sahlis (von Kurt Feuerriegel); Inschriften von Börries Freiherr von Münchhausen
[Bearbeiten] Bildungseinrichtungen
- Grundschule Frohburg
- Grundschule "Hans Coppi" Frankenhain
- Mittelschule "Maxim Gorki"
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Gemeinde
- Otto Richter (* 1873; † nach 1926), Politiker (SPD), MdL (Königreich Sachsen)
- Otto Nuschke (1883 – 1957), Politiker und CDU-Vorsitzender in der sowjetischen Besatzungszone und in der DDR
- Johannes Mühler (1876 - 1952), Klischeehersteller, Berufs- und Pressefotograf (Landschafts- und Städteaufnahmen, sächsische Burgen und Schlösser)
- Johannes Leipoldt (1900 - 1974), Historiker, Museologe, Flurnamenforscher
- Guntram Vesper (* 1941), Schriftsteller
- Richard Schröder (* 1943), Theologe und Philosoph
- Reinhard Wosniak (* 1953), Schriftsteller
[Bearbeiten] Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben
- Ernst Julius Vesper, Erforscher der Borna-Krankheit der Pferde; geb. 1866 in Reinsberg bei Freiberg, gest. 1956 in Frohburg (60 Jahre Tierarzt in Frohburg und Umgebung)
- Kurt Feuerriegel (1880–1961), einer der bedeutendsten Kunstkeramiker des 20. Jahrhunderts in Sachsen
[Bearbeiten] Sport
Frohburg ist bei Motorsportfreunden bekannt durch die jährlich stattfindenden Rennveranstaltungen. Seit 1960 finden Straßenrennen auf dem Frohburger Dreieck statt, seit 1962 auch Moto-Cross-Läufe auf der Strecke Am Kaplanberg.
[Bearbeiten] Freizeit
Frohburg besitzt ein Naturbad, welches sich in einem ehemaligen Steinbruch befindet. Nördlich von Frohburg bieten sich Bademöglichkeiten in dem aus einem ehemaligen Braunkohlentagebau im Dreieck Bubendorf-Nenkersdorf-Neukirchen entstandenen Harthsee. Im Westen grenzt an den Ortsteil Eschefeld das zu Thüringen gehörige Erholungsgebiet Pahna mit Badesee und Campingplatz an. Der Ortsteil Streitwald ist ein geeigneter Ausgangspunkt für ausgedehnte Wanderungen durch den Stöckigt nach Kohren-Sahlis und zu den weiteren Sehenswürdigkeiten und Freizeitmöglichkeiten des Kohrener Landes mit Sommerrodelbahn, Minigolf-Anlage und dem „Irrgarten der Sinne“ am Lindenvorwerk. Zudem befindet sich in der Gemeinde das Naturschutzgebiet „Eschefelder Teiche“.
Außerdem befindet sich in den Produktionsräumen der ehemaligen Braunkohlenfabrik Neukirchen nördlich von Frohburg die Großdiskothek „Cult“. Das „Cult“ ist der Nachfolger des „Tiffany“, in welchen unter anderem DJs wie Tom Novy, Paul van Dyk, Dr. Motte, Westbam oder Hooligan auftraten.
[Bearbeiten] Partnergemeinden
- Uetze (Landkreis Hannover in Niedersachsen)
- Schalkstetten (Ortsteil der Gemeinde Amstetten im Alb-Donau-Kreis in Baden-Württemberg)
[Bearbeiten] Literatur
- P. Arnold: Geschichte der Parochie Frohburg. Verlag B. Geißler, 1905
- Rainer G. Richter: Kurt Feuerriegel, 1880 - 1961. Katalog zur Ausstellung im Schloss Pillnitz (Wasserpalais, Westflügel)vom 6. Juni bis 31. Oktober 1992. Hrsg. Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Kunstgewerbemuseum.
- Richard Steche: Frohburg. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 15. Heft: Amtshauptmannschaft Borna. C. C. Meinhold, Dresden 1891, S. 25.
[Bearbeiten] Weblinks
- Stadt Frohburg
- Frohburg-Online
- Frohburg im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen – Bevölkerung des Freistaates Sachsen jeweils am Monatsende ausgewählter Berichtsmonate nach Gemeinden (Hilfe dazu)
- ↑ Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
- ↑ StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1995
- ↑ StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1997
- ↑ StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1999
- ↑ StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2009, 1. Liste
- ↑ http://www.frohburg.de/download/Tabelle_EW-Entwi.pdf
- ↑ Website Flößberg gedenkt
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