Fédéralistes démocrates francophones

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Fédéralistes démocrates francophones
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Partei­vorsitzender Olivier Maingain
Gründung 11. Mai 1964
Haupt­sitz 127, Chaussée de Charleroi
1060 Brüssel
Farbe(n) violett
Website www.fdf.be

Die Partei Fédéralistes démocrates francophones (kurz: FDF) ist eine am 11. Mai 1964 gegründete belgische Partei, die ursprünglich unter dem Namen Front démocratique des Bruxellois francophones (FDBF) existierte. Ihr Existenzrecht ist vor allem die Wahrung der Interessen der frankophonen Bevölkerung in der Region Brüssel-Hauptstadt und in der Provinz Flämisch Brabant, auch wenn die Partei während der Wahlen von 1991 vor allem in den Provinzen Wallonisch Brabant und Hennegau versucht hat, Fuß zu fassen.

In den flämischen Medien wird die Partei gelegentlich als „antiflämisch und rassistisch“ bezeichnet. Dies bestreiten Parteianhänger jedoch.

Lange Zeit hat die FDF mit dem Rassemblement Wallon, einer wallonischen Partei zusammengearbeitet. Die beiden Parteien bildeten eine gemeinsame Parlamentarische Arbeitsgruppe und gemeinsame Wahllisten für die Parlamentswahl am 31. März 1968. Eine Schlüsselfigur der FDF war Roger Nols, der von 1970 bis 1989 Bürgermeister der belgischen Stadt Schaarbeek und als harter Gegner der Einwanderung sehr umstritten war.

Von 1977 bis 1980 war die FDF zweimal in der belgischen Regierung vertreten.

Als Folge der Einführung neuer Gesetze zur öffentlichen Parteienfinanzierung, welche nun abhängig von der Präsenz im Senat war, worin die FDF aber nur mit einem Sitz vertreten war, bildete die Partei ab 1992 ein Bündnis mit der Parti réformateur libéral. Dieses drückte sich vor allem in gemeinsamen Listen für Wahlen auf nationaler wie kommunaler Ebene aus. Durch diesen Zusammenschluss erreichte das Bündnis bei den Wahlen zur Abgeordnetenkammer in den Jahren 1995 und 1999 jeweils etwa 10 %, wodurch die Partei eine ernstzunehmende Größe auf nationaler Ebene erreichte.

Am 24. März 2002 gründete die FDF zusammen mit der Parti réformateur libéral (PRL), der PFF (Partei für Freiheit und Fortschritt) und der MCC (Mouvement des Citoyens pour le Changement), den Mouvement Réformateur (MR). Im September 2011 traten die FDF aus diesem Bündnis jedoch wieder aus.[1]

Am 19. März 2006 wurde der amtierende Präsident Olivier Maingain wiedergewählt, nachdem sein Widersacher Didier Gosuin seine Kandidatur zurückgezogen hatte.

Wichtige Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatMathieu Colleyn: C'est fait, les FDF quittent le MR. 26. September 2011, abgerufen am 10. Dezember 2011 (franz.).