Fruchtbarer Halbmond

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Karte des Fruchtbaren Halbmondes, etwa 7500 v. Chr.

Fruchtbarer Halbmond (aus engl. Fertile Crescent, Begriff von James Henry Breasted eingeführt, im Arabischen entsprechend ‏الهلال الخصيب‎ al-hilāl al-chaṣīb genannt) ist die Bezeichnung für das niederschlagsreiche Winterregengebiet nördlich der Syrischen Wüste bzw. im Norden der arabischen Halbinsel. Dieses umfasst die Levante, das Zweistromland zwischen Euphrat und Tigris und den Westen Irans. Südlich davon liegen die innerarabischen Trockengebiete Syriens, Saudi-Arabiens und des Irak, nördlich davon die südöstlichen Gebirge Anatoliens und des Zagros. Während im westlichen Flügel des Halbmonds, also in Mittelmeernähe Regenfeldbau bei Niederschlagsmengen von 400 bis 900 Millimetern pro Jahr möglich ist, lässt sich im Osten bei Niederschlägen von unter 200 Millimetern eine Ernte nur durch zusätzliche Bewässerung erreichen.

Entwicklungsgeschichtliche Bedeutung[Bearbeiten]

Das Gebiet gilt als eine der Ursprungsregionen der Neolithischen Revolution, des ab dem 8. Jahrtausend v. Chr stattfindenden Übergangs von der wildbeuterischen Lebensweise zu Ackerbau und Viehzucht. Außerdem entstanden in diesem Gebiet einige der ältesten Stadtkulturen der Welt.

Literatur[Bearbeiten]

  • James Henry Breasted: Ancient Times: A History of the Early World. Boston: Ginn, 1916.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Fruchtbarer Halbmond – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien