Fußball-Europameisterschaft 2012/Qualifikation

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Die Qualifikationsspiele für die Endrunde der Fußball-Europameisterschaft 2012 fanden von August 2010 bis November 2011 statt.

Die beiden Gastgeber Polen und Ukraine waren direkt qualifiziert. Die restlichen 51 Mitgliedsländer der UEFA spielten in der Qualifikation die 14 verbleibenden Startplätze für die EM 2012 aus. Zum ersten Mal nahm Montenegro, das seit 2006 Mitglied der UEFA ist, an einer EM-Qualifikation teil.

Qualifikationsmodus[Bearbeiten]

Die 51 Mannschaften wurden bei der Auslosung der Qualifikationsgruppen am 7. Februar 2010 in Warschau jeweils einer von neun Gruppen zugelost. Die Gruppen A bis F bestanden aus sechs Mannschaften, den Gruppen G bis I wurden jeweils fünf Mannschaften zugeordnet. Jedes Team bestritt gegen jeden seiner Gruppengegner jeweils ein Hin- und Rückspiel. Es wurden dabei 3 Punkte für den Sieger und je ein Punkt im Falle eines Unentschiedens vergeben.

Wenn zwei oder mehr Mannschaften nach diesen Spielen punktgleich waren, wurde durch folgende Kriterien entschieden:

  1. direkter Vergleich (Anzahl der Punkte, Tordifferenz, erzielte Tore, erzielte Auswärtstore)
  2. Wiederholung des direkten Vergleichs unter den verbliebenen Mannschaften
  3. Ergebnisse aus allen Gruppenspielen (Tordifferenz, erzielte Tore, erzielte Auswärtstore)
  4. Fair-Play Wertung
  5. das Los

Direkt für die Endrunde qualifizierten sich die Gruppensieger sowie der beste Gruppenzweite. Zur Ermittlung des besten Gruppenzweiten wurden in den Sechsergruppen die Spiele gegen den Gruppenletzten nicht berücksichtigt, um alle Gruppenzweiten vergleichbar zu machen. Bei Punktgleichheit kamen die unter 3. beschriebenen Kriterien zur Anwendung. Die acht verbleibenden Gruppenzweiten ermittelten in Playoff-Spielen mit Hin- und Rückspiel (11. November sowie 15. November 2011) die restlichen vier Endrundenteilnehmer. Die Partien wurden ausgelost, wobei die vier besseren Mannschaften der UEFA-Rangliste gesetzt waren.

Bei Torgleichheit nach Hin- und Rückspiel entschied zuerst die Anzahl der auswärts erzielten Tore, bei Gleichheit gab es eine Verlängerung. Hatten beide Mannschaften auch nach der Verlängerung gleich viele Tore und gleich viele Auswärtstore erzielt, wurde der Endrundenteilnehmer durch Elfmeterschießen ermittelt.

Qualifikationsgruppen nach Auslosung[Bearbeiten]

Die Auslosung der Qualifikationsgruppen erfolgte am 7. Februar 2010 in Warschau. Es wurde aus sechs Töpfen gelost, wobei Topf 6 nur die Gruppen A bis F bediente. Aufgrund politischer Spannungen zwischen den Staaten war zudem ausgeschlossen, dass Armenien in eine Gruppe mit Aserbaidschan bzw. Russland in eine Gruppe mit Georgien gelost würde. Tatsächlich wurde dann Armenien in die Gruppe A zu Aserbaidschan gelost, so dass Armenien in die Gruppe B gesetzt wurde. Die Reihenfolge der Mannschaften in den Gruppen hierunter entspricht ihrer Zuteilung zu den sechs Lostöpfen, d. h., die an oberster Stelle genannte entstammt Topf 1, die nachfolgende Topf 2, die drittgenannte Topf 3.

Gruppe A Gruppe B Gruppe C
DeutschlandDeutschland Deutschland RusslandRussland Russland ItalienItalien Italien
TurkeiTürkei Türkei SlowakeiSlowakei Slowakei SerbienSerbien Serbien
OsterreichÖsterreich Österreich IrlandIrland Irland NordirlandNordirland Nordirland
BelgienBelgien Belgien MazedonienMazedonien Mazedonien SlowenienSlowenien Slowenien
KasachstanKasachstan Kasachstan ArmenienArmenien Armenien EstlandEstland Estland
AserbaidschanAserbaidschan Aserbaidschan AndorraAndorra Andorra FaroerFäröer Färöer
Gruppe D Gruppe E Gruppe F
FrankreichFrankreich Frankreich NiederlandeNiederlande Niederlande KroatienKroatien Kroatien
RumänienRumänien Rumänien SchwedenSchweden Schweden GriechenlandGriechenland Griechenland
Bosnien und HerzegowinaBosnien und Herzegowina Bosnien und Herzegowina FinnlandFinnland Finnland IsraelIsrael Israel
WeissrusslandWeißrussland Weißrussland UngarnUngarn Ungarn LettlandLettland Lettland
AlbanienAlbanien Albanien MoldawienMoldawien Moldawien GeorgienGeorgien Georgien
LuxemburgLuxemburg Luxemburg San MarinoSan Marino San Marino MaltaMalta Malta
Gruppe G Gruppe H Gruppe I
EnglandEngland England PortugalPortugal Portugal SpanienSpanien Spanien
SchweizSchweiz Schweiz DanemarkDänemark Dänemark TschechienTschechien Tschechien
BulgarienBulgarien Bulgarien NorwegenNorwegen Norwegen SchottlandSchottland Schottland
WalesWales Wales Zypern RepublikRepublik Zypern Zypern LitauenLitauen Litauen
MontenegroMontenegro Montenegro IslandIsland Island LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein

Gruppe A[Bearbeiten]

Deutschland qualifizierte sich, wie in der Qualifikation zur Europameisterschaft 2008, als erste Mannschaft nach den Gastgeberländern. Im Gegensatz zu damals folgten nach der früh erreichten Qualifikation jedoch keine Misserfolgserlebnisse. Auch die Spiele in der Türkei und gegen Belgien konnten gewonnen werden. Damit war Deutschland neben Titelverteidiger Spanien die einzige Mannschaft, die sämtliche Qualifikationsspiele gewinnen konnte. Die Türkei erreichte erwartungsgemäß den Relegationsplatz, da sie ihr Heimspiel gegen Belgien gewann und im Rückspiel ein Unentschieden erreichte. Belgien hätte mit einem Auswärtssieg in Deutschland am letzten Spieltag noch die Türkei vom zweiten Platz verdrängen können, allerdings gab die Niederlage in diesem Spiel nicht den Ausschlag für das Verpassen der Qualifikation. Entscheidend war vielmehr, dass in den Heimspielen gegen Österreich und die Türkei trotz zwischenzeitlicher Führung und zahlreicher Chancen keine Siege eingefahren wurden. Österreich räumte man nach dem 4:4-Unentschieden in Belgien zumindest kleine Chancen auf den zweiten Platz ein, was sich jedoch als Fehleinschätzung erwies, da die Mannschaft nur gegen Aserbaidschan und Kasachstan gewinnen konnte. Die vom früheren deutschen Bundestrainer Berti Vogts geleiteten Aserbaidschaner erreichten in ihren Heimspielen einige bemerkenswerte Ergebnisse, hatten jedoch niemals eine realistische Chance auf den zweiten Platz.

Tabelle[Bearbeiten]

Pl. Team Sp. S U N Tore Pkt.
1 DeutschlandDeutschland Deutschland 10 10 0 0 34:07 30
2 TurkeiTürkei Türkei 10 5 2 3 13:11 17
3 BelgienBelgien Belgien 10 4 3 3 21:15 15
4 OsterreichÖsterreich Österreich 10 3 3 4 16:17 12
5 AserbaidschanAserbaidschan Aserbaidschan 10 2 1 7 10:26 07
6 KasachstanKasachstan Kasachstan 10 1 1 8 06:24 04

Spielergebnisse[Bearbeiten]

03.09.2010 Brüssel Belgien Deutschland 0:1 (0:0)
03.09.2010 Astana Kasachstan Türkei 0:3 (0:2)
07.09.2010 Salzburg Österreich Kasachstan 2:0 (0:0)
07.09.2010 Köln Deutschland Aserbaidschan 6:1 (3:0)
07.09.2010 Istanbul Türkei Belgien 3:2 (0:1)
08.10.2010 Wien Österreich Aserbaidschan 3:0 (1:0)
08.10.2010 Berlin Deutschland Türkei 3:0 (1:0)
08.10.2010 Astana Kasachstan Belgien 0:2 (0:0)
12.10.2010 Brüssel Belgien Österreich 4:4 (1:2)
12.10.2010 Baku Aserbaidschan Türkei 1:0 (1:0)
12.10.2010 Astana Kasachstan Deutschland 0:3 (0:0)
25.03.2011 Wien Österreich Belgien 0:2 (0:1)
26.03.2011 Kaisersl. Deutschland Kasachstan 4:0 (3:0)
29.03.2011 Istanbul Türkei Österreich 2:0 (1:0)
29.03.2011 Brüssel Belgien Aserbaidschan 4:1 (3:1)
03.06.2011 Wien Österreich Deutschland 1:2 (0:1)
03.06.2011 Astana Kasachstan Aserbaidschan 2:1 (0:0)
03.06.2011 Brüssel Belgien Türkei 1:1 (1:1)
07.06.2011 Baku Aserbaidschan Deutschland 1:3 (0:2)
02.09.2011 Gelsenk. Deutschland Österreich 6:2 (3:1)
02.09.2011 Baku Aserbaidschan Belgien 1:1 (0:1)
02.09.2011 Istanbul Türkei Kasachstan 2:1 (1:0)
06.09.2011 Wien Österreich Türkei 0:0
06.09.2011 Baku Aserbaidschan Kasachstan 3:2 (0:1)
07.10.2011 Baku Aserbaidschan Österreich 1:4 (0:1)
07.10.2011 Istanbul Türkei Deutschland 1:3 (0:1)
07.10.2011 Brüssel Belgien Kasachstan 4:1 (2:0)
11.10.2011 Astana Kasachstan Österreich 0:0
11.10.2011 Düsseldorf Deutschland Belgien 3:1 (2:0)
11.10.2011 Istanbul Türkei Aserbaidschan 1:0 (0:0)

Gruppe B[Bearbeiten]

Russland konnte sich als Gruppensieger durchsetzen. Zwar begann die Qualifikation mit einer Niederlage gegen die Slowakei, den vermeintlich härtesten Konkurrenten, doch dieser Misserfolg wurde mit dem Auswärtssieg in Irland wettgemacht. Zwar reichte es im Rückspiel gegen Irland trotz zahlreicher Chancen nur zu einem 0:0, jedoch lagen die Russen zu diesem Zeitpunkt als konstanteste Mannschaft der Gruppe bereits klar in Führung. Am vorletzten Spieltag gelang in der Slowakei die Revanche für die einzige Niederlage in dieser Qualifikation, womit Russland aufgrund des gewonnenen direkten Vergleichs gegen Irland sogar ein Unentschieden gegen Andorra gereicht hätte. Andorra konnte aber erwartungsgemäß deutlich besiegt werden.

Irland verlor sein Heimspiel gegen Russland, ermauerte sich in Moskau ein 0:0 und konnte auch gegen die Slowakei kein Spiel gewinnen. Vier Pflichtsiege gegen Andorra und Mazedonien sowie zwei knappe Siege gegen die überraschend starken Armenier reichten in dieser ausgeglichenen Gruppe aber für den Relegationsplatz.

Armenien war neben Estland die wohl größte Überraschung der Qualifikation. Nach dem erwartet schwachen Auftakt gewann der Außenseiter, der in früheren Qualifikationen meist chancenlos gewesen war, deutlich gegen die Slowakei und erreichte gegen enttäuschende Russen ein 0:0. Nachdem man mit einem 4:0 gegen Andorra bereits den höchsten Sieg seiner Länderspielgeschichte erreicht hatte, wurde dieses Ergebnis sensationell in der Slowakei wiederholt, womit man ein ernsthafter Anwärter auf den Relegationsplatz war. Diese Chance wurde durch die Niederlage in Irland jedoch verpasst.

Der Slowakei wurden als WM-Teilnehmer gute Chancen auf die Qualifikation eingeräumt, was sich mit dem Auswärtssieg in Russland zunächst auch bestätigte. Gegen Irland konnten zwei Unentschieden erreicht werden, sodass gegen die unmittelbaren Konkurrenten ausreichend Punkte eingefahren wurden. Die beiden unerwarteten Niederlagen gegen Armenien kosteten der Slowakei jedoch das EM-Ticket. Während die Auswärtsniederlage noch als Ausrutscher bezeichnet werden konnte, endete das Heimspiel in einem 0:4-Debakel. Da das darauffolgende Heimspiel gegen Russland ebenfalls verloren wurde, war die Slowakei bereits am vorletzten Spieltag ausgeschieden.

Tabelle[Bearbeiten]

Pl. Team Sp. S U N Tore Pkt.
1 RusslandRussland Russland 10 7 2 1 17:04 23
2 IrlandIrland Irland 10 6 3 1 15:07 21
3 ArmenienArmenien Armenien 10 5 2 3 22:10 17
4 SlowakeiSlowakei Slowakei 10 4 3 3 07:10 15
5 MazedonienMazedonien Mazedonien 10 2 2 6 08:14 08
6 AndorraAndorra Andorra 10 0 0 10 01:25 00

Spielergebnisse[Bearbeiten]

03.09.2010 Bratislava Slowakei Mazedonien 1:0 (0:0)
03.09.2010 Jerewan Armenien Irland 0:1 (0:0)
03.09.2010 Andorra la V. Andorra Russland 0:2 (0:1)
07.09.2010 Moskau Russland Slowakei 0:1 (0:1)
07.09.2010 Dublin Irland Andorra 3:1 (2:1)
07.09.2010 Skopje Mazedonien Armenien 2:2 (1:1)
08.10.2010 Dublin Irland Russland 2:3 (0:2)
08.10.2010 Jerewan Armenien Slowakei 3:1 (1:1)
08.10.2010 Andorra la V. Andorra Mazedonien 0:2 (0:1)
12.10.2010 Žilina Slowakei Irland 1:1 (1:1)
12.10.2010 Skopje Mazedonien Russland 0:1 (0:1)
12.10.2010 Jerewan Armenien Andorra 4:0 (3:0)
26.03.2011 Jerewan Armenien Russland 0:0
26.03.2011 Dublin Irland Mazedonien 2:1 (2:1)
26.03.2011 Andorra la V. Andorra Slowakei 0:1 (0:1)
04.06.2011 Bratislava Slowakei Andorra 1:0 (0:0)
04.06.2011 Skopje Mazedonien Irland 0:2 (0:2)
04.06.2011 St. Petersburg Russland Armenien 3:1 (1:1)
02.09.2011 Moskau Russland Mazedonien 1:0 (1:0)
02.09.2011 Dublin Irland Slowakei 0:0
02.09.2011 Andorra la V. Andorra Armenien 0:3 (0:1)
06.09.2011 Moskau Russland Irland 0:0
06.09.2011 Žilina Slowakei Armenien 0:4 (0:0)
06.09.2011 Skopje Mazedonien Andorra 1:0 (0:0)
07.10.2011 Žilina Slowakei Russland 0:1 (0:0)
07.10.2011 Jerewan Armenien Mazedonien 4:1 (2:0)
07.10.2011 Andorra la V. Andorra Irland 0:2 (0:2)
11.10.2011 St. Petersburg Russland Andorra 6:0 (4:0)
11.10.2011 Dublin Irland Armenien 2:1 (1:0)
11.10.2011 Skopje Mazedonien Slowakei 1:1 (0:0)


Gruppe C[Bearbeiten]

Nach dem blamablen Scheitern bei der Weltmeisterschaft startete Italien recht mühevoll in die Qualifikation, ein knapper Sieg in Estland und ein torloses Unentschieden in Nordirland machten einmal mehr die Probleme der Squadra Azzura deutlich. Das wichtige Spiel gegen den vermeintlich härtesten Konkurrenten um den ersten Platz, Serbien, wurde wegen schwerer Ausschreitungen serbischer Hooligans abgebrochen und für Italien gewertet, wodurch die von Cesare Prandelli trainierte Mannschaft der EM-Endrunde ein bedeutendes Stück näher kam. Der zweite Teil der Qualifikation wurde weit überzeugender absolviert, den Ausschlag für den ersten Platz gaben vor allem die beiden 1:0-Siege gegen den WM-Teilnehmer Slowenien, auch Estland wurde im Rückspiel mühelos abgefertigt. Da das Feld der Verfolger überraschend ausgeglichen war, konnte sich Italien bereits zwei Spieltage vor Schluss qualifizieren und erreichte auch danach mit einem 1:1 gegen wiedererstarkte Serben und einem klaren Sieg gegen Nordirland standesgemäße Ergebnisse. Zudem kassierte Italien nur zwei und damit die wenigsten Gegentore sämtlicher Mannschaften in der Qualifikation.

Trotz enormer Leistungsschwankungen konnte sich Estland, in früheren Qualifikationsrunden fast immer chancenlos, den Relegationsplatz sichern, was eine der größten Überraschungen der gesamten Qualifikation war. Dem glücklichen Auftaktsieg gegen die Färöer folgte eine knappe Niederlage gegen den viermaligen Weltmeister Italien. Obwohl das Rückspiel gegen den späteren Gruppensieger klar verloren ging und man sich sogar eine blamable Niederlage auf den Färöer-Inseln leistete, konnte Estland die beiden WM-Teilnehmer Serbien und Slowenien hinter sich lassen. Entscheidend war, dass gegen beide Mannschaften auswärts gewonnen werden konnte und gegen Nordirland zwei Siege eingefahren wurden. Da zudem Serbien, das den zweiten Platz aus eigener Kraft hätte erreichen können, am letzten Spieltag in Slowenien verlor, hatte Estland von allen Verfolgern die meisten Punkte und damit die Relegation erreicht.

Serbien hatte bei der vergangenen Weltmeisterschaft einen Sieg gegen Deutschland erreicht und war in einer ausgeglichenen Gruppe etwas unglücklich ausgeschieden. Ein Erfolg in der Qualifikation erschien daher wahrscheinlich. Der Start in die Qualifikation verlief jedoch äußerst schlecht. Auf ein Unentschieden gegen Slowenien folgte eine Niederlage gegen die deutlich schwächer eingeschätzten Esten. Das erste Spiel gegen Italien musste nach Ausschreitungen serbischer Fans innerhalb und außerhalb des Stadions abgebrochen werden und wurde im Nachhinein für Italien gewertet. Das Rückspiel endete unentschieden. Obwohl man in Estland nur ein Unentschieden erreichte, hätte man mit einem Sieg in Slowenien am letzten Spieltag noch den zweiten Platz erreicht, da man im direkten Vergleich die besseren Resultate hätte vorweisen können. Durch die Niederlage gegen Slowenien gelang aber nur ein dritter Platz in der Gruppe.

Tabelle[Bearbeiten]

Pl. Team Sp. S U N Tore Pkt.
1 ItalienItalien Italien 10 8 2 0 20:02 26
2 EstlandEstland Estland 10 5 1 4 15:14 16
3 SerbienSerbien Serbien 10 4 3 3 13:12 15
4 SlowenienSlowenien Slowenien 10 4 2 4 11:07 14
5 NordirlandNordirland Nordirland 10 2 3 5 09:13 09
6 FaroerFäröer Färöer 10 1 1 8 06:26 04

Spielergebnisse[Bearbeiten]

11.08.2010 Tallinn Estland Färöer 2:1 (0:1)
03.09.2010 Tallinn Estland Italien 1:2 (1:0)
03.09.2010 Tórshavn Färöer Serbien 0:3 (0:2)
03.09.2010 Maribor Slowenien Nordirland 0:1 (0:0)
07.09.2010 Florenz Italien Färöer 5:0 (3:0)
07.09.2010 Belgrad Serbien Slowenien 1:1 (0:0)
08.10.2010 Belfast Nordirland Italien 0:0
08.10.2010 Belgrad Serbien Estland 1:3 (0:0)
08.10.2010 Maribor Slowenien Färöer 5:1 (2:0)
12.10.2010 Tórshavn Färöer Nordirland 1:1 (1:0)
12.10.2010 Genua Italien Serbien 3:0[1]
12.10.2010 Tallinn Estland Slowenien 0:1 (0:0)
25.03.2011 Ljubljana Slowenien Italien 0:1 (0:0)
25.03.2011 Belgrad Serbien Nordirland 2:1 (0:1)
29.03.2011 Belfast Nordirland Slowenien 0:0
29.03.2011 Tallinn Estland Serbien 1:1 (0:1)
03.06.2011 Toftir Färöer Slowenien 0:2 (0:1)
03.06.2011 Modena Italien Estland 3:0 (2:0)
07.06.2011 Toftir Färöer Estland 2:0 (1:0)
10.08.2011 Belfast Nordirland Färöer 4:0 (1:0)
02.09.2011 Tórshavn Färöer Italien 0:1 (0:1)
02.09.2011 Ljubljana Slowenien Estland 1:2 (0:1)
02.09.2011 Belfast Nordirland Serbien 0:1 (0:0)
06.09.2011 Florenz Italien Slowenien 1:0 (0:0)
06.09.2011 Belgrad Serbien Färöer 3:1 (2:1)
06.09.2011 Tallinn Estland Nordirland 4:1 (2:1)
07.10.2011 Belgrad Serbien Italien 1:1 (1:1)
07.10.2011 Belfast Nordirland Estland 1:2 (1:0)
11.10.2011 Pescara Italien Nordirland 3:0 (1:0)
11.10.2011 Maribor Slowenien Serbien 1:0 (1:0)


  • Das Spiel Italien–Serbien am 12. Oktober 2010 wurde wegen Ausschreitungen serbischer Fans, bei denen unter anderem Feuerwerkskörper auf das Spielfeld flogen, nach sechs Minuten abgebrochen.[2] Es wurde am 29. Oktober von der UEFA als 3:0 für Italien gewertet.

Gruppe D[Bearbeiten]

Nach der Weltmeisterschaft in Südafrika, die für die französische Nationalmannschaft nicht nur sportlich einen Tiefpunkt bedeutet hatte, übernahm Laurent Blanc die Équipe Tricolore. Nach der unglücklichen Auftaktniederlage gegen Weißrussland schien sich die Krise zunächst fortzusetzen. Allerdings gelang wenige Tage später ein Auswärtssieg gegen den größten Konkurrenten in dieser Gruppe, Bosnien und Herzegowina, der entscheidend für die direkte Qualifikation war. Frankreich verlor keine weitere Partie, konnte sich jedoch nicht von Bosnien und Herzegowina absetzen, so dass es am letzten Spieltag zwischen diesen beiden Mannschaften zu einem Endspiel um die direkte Qualifikation kam. Ein Elfmeter bescherte Frankreich nach einem Rückstand noch das notwendige Unentschieden, die Relegation konnte also, anders als in der letzten WM-Qualifikation, knapp vermieden werden.

Tabelle[Bearbeiten]

Pl. Team Sp. S U N Tore Pkt.
1 FrankreichFrankreich Frankreich 10 6 3 1 15:04 21
2 Bosnien und HerzegowinaBosnien und Herzegowina Bosnien und Herzegowina 10 6 2 2 17:08 20
3 RumänienRumänien Rumänien 10 3 5 2 13:09 14
4 WeissrusslandWeißrussland Weißrussland 10 3 4 3 08:07 13
5 AlbanienAlbanien Albanien 10 2 3 5 07:14 09
6 LuxemburgLuxemburg Luxemburg 10 1 1 8 03:21 04

Spielergebnisse[Bearbeiten]

03.09.2010 St.-Denis Frankreich Weißrussland 0:1 (0:0)
03.09.2010 Piatra N. Rumänien Albanien 1:1 (0:0)
03.09.2010 Luxemburg Luxemburg Bosnien-Herz. 0:3 (0:3)
07.09.2010 Sarajevo Bosnien-Herz. Frankreich 0:2 (0:0)
07.09.2010 Minsk Weißrussland Rumänien 0:0
07.09.2010 Tirana Albanien Luxemburg 1:0 (1:0)
08.10.2010 Tirana Albanien Bosnien-Herz. 1:1 (1:1)
08.10.2010 Luxemburg Luxemburg Weißrussland 0:0
09.10.2010 St.-Denis Frankreich Rumänien 2:0 (0:0)
12.10.2010 Metz Frankreich Luxemburg 2:0 (1:0)
12.10.2010 Mahiljou Weißrussland Albanien 2:0 (0:0)
25.03.2011 Luxemburg Luxemburg Frankreich 0:2 (0:1)
26.03.2011 Sarajevo Bosnien-Herz. Rumänien 2:1 (0:1)
26.03.2011 Tirana Albanien Weißrussland 1:0 (0:0)
29.03.2011 Piatra N. Rumänien Luxemburg 3:1 (1:1)
03.06.2011 Bukarest Rumänien Bosnien-Herz. 3:0 (2:0)
03.06.2011 Minsk Weißrussland Frankreich 1:1 (1:1)
07.06.2011 Zenica Bosnien-Herz. Albanien 2:0 (0:0)
07.06.2011 Minsk Weißrussland Luxemburg 2:0 (0:0)
02.09.2011 Minsk Weißrussland Bosnien-Herz. 0:2 (0:2)
02.09.2011 Tirana Albanien Frankreich 1:2 (0:2)
02.09.2011 Luxemburg Luxemburg Rumänien 0:2 (0:2)
06.09.2011 Bukarest Rumänien Frankreich 0:0
06.09.2011 Zenica Bosnien-Herz. Weißrussland 1:0 (0:0)
06.09.2011 Luxemburg Luxemburg Albanien 2:1 (1:0)
07.10.2011 St.-Denis Frankreich Albanien 3:0 (2:0)
07.10.2011 Bukarest Rumänien Weißrussland 2:2 (1:1)
07.10.2011 Zenica Bosnien-Herz. Luxemburg 5:0 (4:0)
11.10.2011 St.-Denis Frankreich Bosnien-Herz. 1:1 (0:1)
11.10.2011 Tirana Albanien Rumänien 1:1 (1:0)


Gruppe E[Bearbeiten]

Die Niederlande hatten bereits die Qualifikation zur WM 2010 mit acht Siegen in acht Spielen souverän gemeistert. Ebenso konstant absolvierte die „Elftal“ diese Runde, in der sie sich erneut vorzeitig qualifizierte. Zudem wurde mit einem 11:0 gegen San Marino der bis dahin höchste Sieg der niederländischen Nationalmannschaft erreicht. Klaas-Jan Huntelaar erzielte zwölf Tore und wurde Torschützenkönig dieser EM-Qualifikation. Die Erfolgsserie der Niederländer fand erst am letzten Spieltag ihr Ende, als man in Schweden unterlag. Schweden verlor auswärts gegen die Niederlande und Ungarn, blieb ansonsten aber ohne Punktverlust und qualifizierte sich als bester Gruppenzweiter direkt für die Endrunde.

Tabelle[Bearbeiten]

Pl. Team Sp. S U N Tore Pkt.
1 NiederlandeNiederlande Niederlande 10 9 0 1 37:08 27
2 SchwedenSchweden Schweden 10 8 0 2 31:11 24
3 UngarnUngarn Ungarn 10 6 1 3 22:14 19
4 FinnlandFinnland Finnland 10 3 1 6 16:16 10
5 MoldawienMoldawien Moldawien 10 3 0 7 12:16 09
6 San MarinoSan Marino San Marino 10 0 0 10 00:53 00

Spielergebnisse[Bearbeiten]

03.09.2010 Solna Schweden Ungarn 2:0 (0:0)
03.09.2010 Chișinău Moldawien Finnland 3:0 (0:0)
03.09.2010 Serravalle San Marino Niederlande 0:5 (0:2)
07.09.2010 Rotterdam Niederlande Finnland 2:1 (2:1)
07.09.2010 Malmö Schweden San Marino 6:0 (3:0)
07.09.2010 Budapest Ungarn Moldawien 2:1 (0:0)
08.10.2010 Budapest Ungarn San Marino 8:0 (4:0)
08.10.2010 Chișinău Moldawien Niederlande 0:1 (0:1)
12.10.2010 Amsterdam Niederlande Schweden 4:1 (2:0)
12.10.2010 Helsinki Finnland Ungarn 1:2 (0:0)
12.10.2010 Serravalle San Marino Moldawien 0:2 (0:1)
17.11.2010 Helsinki Finnland San Marino 8:0 (1:0)
25.03.2011 Budapest Ungarn Niederlande 0:4 (0:2)
29.03.2011 Amsterdam Niederlande Ungarn 5:3 (1:0)
29.03.2011 Solna Schweden Moldawien 2:1 (1:0)
03.06.2011 Chișinău Moldawien Schweden 1:4 (0:2)
03.06.2011 Serravalle San Marino Finnland 0:1 (0:1)
07.06.2011 Solna Schweden Finnland 5:0 (3:0)
07.06.2011 Serravalle San Marino Ungarn 0:3 (0:1)
02.09.2011 Eindhoven Niederlande San Marino 11:0 (3:0)
02.09.2011 Helsinki Finnland Moldawien 4:1 (2:0)
02.09.2011 Budapest Ungarn Schweden 2:1 (1:0)
06.09.2011 Helsinki Finnland Niederlande 0:2 (0:1)
06.09.2011 Chișinău Moldawien Ungarn 0:2 (0:1)
06.09.2011 Serravalle San Marino Schweden 0:5 (0:0)
07.10.2011 Rotterdam Niederlande Moldawien 1:0 (1:0)
07.10.2011 Helsinki Finnland Schweden 1:2 (0:1)
11.10.2011 Solna Schweden Niederlande 3:2 (1:1)
11.10.2011 Budapest Ungarn Finnland 0:0
11.10.2011 Chișinău Moldawien San Marino 4:0 (1:0)


Gruppe F[Bearbeiten]

Griechenland brachte in ihrem ersten Spiel gegen Georgien überraschend nur ein Remis zustande während Kroatien gewann, jedoch war durch das Unentschieden der beiden in ihrem zweiten Spiel noch alles offen. Griechenland gewann jedoch die nächsten fünf Spiele und ab dem fünften Spiel konnten sie sich sogar an die Tabellenspitze setzen, da Kroatien gegen Georgien verlor. Die Tabellenführung ging allerdings durch ein Unentschieden gegen Lettland wieder verloren, allerdings konnte Kroatien im Heimspiel geschlagen werden und da das letzte Spiel auch gewonnen wurde, war Griechenland als Gruppenerster qualifiziert. Mit lediglich 14 Toren sind sie jedoch unter allen direkt qualifizierten Mannschaften dasjenige, das die wenigsten Tore erzielt hatte. Nur Tschechien erzielte weniger Tore, musste aber in der Gruppenphase zwei Spiele weniger austragen und in die Relegation.

Kroatien konnte sich von Anfang an an die Spitze der Tabelle setzen, verlor diese Position am fünften Spieltag jedoch gegen Griechenland, da man überraschend in Georgien verlor. Zwar gewann Kroatien die folgenden Spiele und somit konnte die Tabellenspitze nach einem Remis von Griechenland gegen Lettland kurzzeitig zurückerobert worden, aber da das Spiel in Griechenland verloren ging, musste sich Kroatien mit dem zweiten Platz zufriedengeben.

Israel zeigte sich zwar souverän gegen Lettland, Georgien und Malta, da aber alle Spiele gegen Griechenland und Kroatien verloren wurden, musste man sich mit dem dritten Platz begnügen.

Tabelle[Bearbeiten]

Pl. Team Sp. S U N Tore Pkt.
1 GriechenlandGriechenland Griechenland 10 7 3 0 14:05 24
2 KroatienKroatien Kroatien 10 7 1 2 18:07 22
3 IsraelIsrael Israel 10 5 1 4 13:11 16
4 LettlandLettland Lettland 10 3 2 5 09:12 11
5 GeorgienGeorgien Georgien 10 2 4 4 07:09 10
6 MaltaMalta Malta 10 0 1 9 04:21 01

Spielergebnisse[Bearbeiten]

02.09.2010 Ramat Gan Israel Malta 3:1 (1:1)
03.09.2010 Piräus Griechenland Georgien 1:1 (0:1)
03.09.2010 Riga Lettland Kroatien 0:3 (0:1)
07.09.2010 Zagreb Kroatien Griechenland 0:0
07.09.2010 Tiflis Georgien Israel 0:0
07.09.2010 Ta’ Qali Malta Lettland 0:2 (0:2)
08.10.2010 Piräus Griechenland Lettland 1:0 (0:0)
08.10.2010 Tiflis Georgien Malta 1:0 (0:0)
09.10.2010 Ramat Gan Israel Kroatien 1:2 (0:2)
12.10.2010 Piräus Griechenland Israel 2:1 (1:0)
12.10.2010 Riga Lettland Georgien 1:1 (0:0)
17.11.2010 Zagreb Kroatien Malta 3:0 (2:0)
26.03.2011 Ramat Gan Israel Lettland 2:1 (1:0)
26.03.2011 Tiflis Georgien Kroatien 1:0 (0:0)
26.03.2011 Ta’ Qali Malta Griechenland 0:1 (0:0)
29.03.2011 Ramat Gan Israel Georgien 1:0 (0:0)
03.06.2011 Split Kroatien Georgien 2:1 (0:1)
04.06.2011 Piräus Griechenland Malta 3:1 (2:0)
04.06.2011 Riga Lettland Israel 1:2 (0:2)
02.09.2011 Ramat Gan Israel Griechenland 0:1 (0:0)
02.09.2011 Tiflis Georgien Lettland 0:1 (0:0)
02.09.2011 Ta’ Qali Malta Kroatien 1:3 (1:2)
06.09.2011 Zagreb Kroatien Israel 3:1 (0:1)
06.09.2011 Riga Lettland Griechenland 1:1 (1:0)
06.09.2011 Ta’ Qali Malta Georgien 1:1 (1:1)
07.10.2011 Piräus Griechenland Kroatien 2:0 (0:0)
07.10.2011 Riga Lettland Malta 2:0 (1:0)
11.10.2011 Rijeka Kroatien Lettland 2:0 (0:0)
11.10.2011 Tiflis Georgien Griechenland 1:2 (1:0)
11.10.2011 Ta’ Qali Malta Israel 0:2 (0:1)


Gruppe G[Bearbeiten]

Trotz der enttäuschend verlaufenen Weltmeisterschaft legte England einen guten Start in die Qualifikation hin, erreichte in seinem Heimspiel gegen Montenegro jedoch nur ein 0:0. Die Balkanrepublik, die zum ersten Mal überhaupt als selbständiger Staat an einer EM-Qualifikation teilnahm, überraschte positiv und hatte bis zum Rückspiel gegen England sogar die Chance auf den Gruppensieg. Die montenegrinische Niederlage gegen Wales verschaffte England den entscheidenden Vorsprung im Kampf um die direkte Qualifikation, sodass ein 2:2 im Rückspiel den ersten Platz für England und die sichere Teilnahme an den Entscheidungsspielen für Montenegro bedeutete. Das Scheitern der Schweiz, die sich zum ersten Mal seit der WM 2002 nicht für ein großes Turnier qualifizierte, war bereits nach den beiden Auftaktniederlagen absehbar. Eventuell hätte man noch Montenegro den zweiten Platz streitig machen können, doch die Niederlage in Wales am vorletzten Spieltag machte das rechnerisch unmöglich. Bulgarien verpflichtete nach dem misslungenen Auftakt in die Qualifikationsrunde den deutschen Rekordnationalspieler Lothar Matthäus als Trainer, präsentierte sich aber besonders gegen England und die Schweiz zu schwach. Wales startete mit einer Serie von Niederlagen in diese Runde, die später erreichten Siege waren nur noch Achtungserfolge.

Tabelle[Bearbeiten]

Pl. Team Sp. S U N Tore Pkt.
1 EnglandEngland England 8 5 3 0 17:05 18
2 MontenegroMontenegro Montenegro 8 3 3 2 07:07 12
3 SchweizSchweiz Schweiz 8 3 2 3 12:10 11
4 WalesWales Wales 8 3 0 5 06:10 09
5 BulgarienBulgarien Bulgarien 8 1 2 5 03:13 05

Spielergebnisse[Bearbeiten]

03.09.2010 London England Bulgarien 4:0 (1:0)
03.09.2010 Podgorica Montenegro Wales 1:0 (1:0)
07.09.2010 Basel Schweiz England 1:3 (0:1)
07.09.2010 Sofia Bulgarien Montenegro 0:1 (0:1)
08.10.2010 Cardiff Wales Bulgarien 0:1 (0:0)
08.10.2010 Podgorica Montenegro Schweiz 1:0 (0:0)
12.10.2010 London England Montenegro 0:0
12.10.2010 Basel Schweiz Wales 4:1 (2:1)
26.03.2011 Sofia Bulgarien Schweiz 0:0
26.03.2011 Cardiff Wales England 0:2 (0:2)
04.06.2011 London England Schweiz 2:2 (1:2)
04.06.2011 Podgorica Montenegro Bulgarien 1:1 (0:0)
02.09.2011 Sofia Bulgarien England 0:3 (0:3)
02.09.2011 Cardiff Wales Montenegro 2:1 (1:0)
06.09.2011 London England Wales 1:0 (1:0)
06.09.2011 Basel Schweiz Bulgarien 3:1 (1:1)
07.10.2011 Swansea Wales Schweiz 2:0 (0:0)
07.10.2011 Podgorica Montenegro England 2:2 (1:2)
11.10.2011 Basel Schweiz Montenegro 2:0 (0:0)
11.10.2011 Sofia Bulgarien Wales 0:1 (0:1)


Gruppe H[Bearbeiten]

In dieser sehr ausgeglichenen Gruppe gelang überraschenderweise Dänemark die direkte Qualifikation. Nach der Niederlage in Portugal und dem Unentschieden in Norwegen hatte „Danish Dynamite“ bereits einen großen Rückstand auf die ersten beiden Plätze. Dies blieben jedoch die einzigen Punktverluste der Dänen, zwei Heimsiege gegen die direkten Konkurrenten brachten die Entscheidung zugunsten der Nordeuropäer. Portugal legte mit einem Unentschieden gegen Zypern und einer Niederlage in Norwegen einen schlechten Start hin, gewann danach aber fünfmal in Folge und führte lange Zeit die Gruppe an. Nach dem 3:1-Sieg im Hinspiel hätte am letzten Spieltag in Dänemark bereits ein Unentschieden für den Gruppensieg genügt. Da Portugal dieses Spiel jedoch verlor, blieb nur der zweite Platz und damit der Gang in die Play-Offs. Norwegen begann die Qualifikationsrunde sehr gut und blieb in seinen Heimspielen gegen beide Konkurrenten ungeschlagen. Nachdem allerdings die Auswärtsspiele gegen Portugal und Dänemark verloren wurden, konnte man den zweiten Platz nicht mehr aus eigener Kraft erreichen. Da der direkte Vergleich mit Portugal (1:0-Sieg und 0:1-Niederlage) unentschieden endete, wäre das Erreichen des zweiten Platzes theoretisch noch möglich gewesen. Das deutlich schlechtere Torverhältnis gegenüber Portugal hielt Norwegen aber auf dem dritten Platz. Zypern erreichte am ersten Spieltag ein sensationelles 4:4-Unentschieden in Portugal, war in der Folge aber ebenso chancenlos wie Island.

Tabelle[Bearbeiten]

Pl. Team Sp. S U N Tore Pkt.
1 DanemarkDänemark Dänemark 8 6 1 1 15:06 19
2 PortugalPortugal Portugal 8 5 1 2 21:12 16
3 NorwegenNorwegen Norwegen 8 5 1 2 10:07 16
4 IslandIsland Island 8 1 1 6 06:14 04
5 Zypern RepublikRepublik Zypern Zypern 8 0 2 6 07:20 02

Spielergebnisse[Bearbeiten]

03.09.2010 Guimarães Portugal Zypern 4:4 (2:2)
03.09.2010 Reykjavík Island Norwegen 1:2 (1:0)
07.09.2010 Kopenhagen Dänemark Island 1:0 (0:0)
07.09.2010 Oslo Norwegen Portugal 1:0 (1:0)
08.10.2010 Porto Portugal Dänemark 3:1 (2:0)
08.10.2010 Larnaca Zypern Norwegen 1:2 (0:2)
12.10.2010 Kopenhagen Dänemark Zypern 2:0 (0:0)
12.10.2010 Reykjavík Island Portugal 1:3 (1:2)
26.03.2011 Oslo Norwegen Dänemark 1:1 (0:1)
26.03.2011 Nikosia Zypern Island 0:0
04.06.2011 Lissabon Portugal Norwegen 1:0 (0:0)
04.06.2011 Reykjavík Island Dänemark 0:2 (0:0)
02.09.2011 Oslo Norwegen Island 1:0 (0:0)
02.09.2011 Larnaca Zypern Portugal 0:4 (0:1)
06.09.2011 Kopenhagen Dänemark Norwegen 2:0 (2:0)
06.09.2011 Reykjavík Island Zypern 1:0 (1:0)
07.10.2011 Porto Portugal Island 5:3 (3:0)
07.10.2011 Larnaca Zypern Dänemark 1:4 (1:4)
11.10.2011 Kopenhagen Dänemark Portugal 2:1 (1:0)
11.10.2011 Oslo Norwegen Zypern 3:1 (2:1)


Gruppe I[Bearbeiten]

Welt- und Europameister Spanien qualifizierte sich zwei Spieltage vor Ende der Runde, da in den Hinspielen gegen Schottland und Tschechien jeweils knappe Siege errungen wurden. Auch in den abschließenden Spielen gegen diese Anwärter auf den Relegationsplatz konnten ungefährdete Siege eingefahren werden, wodurch Spanien wie in der Qualifikation zur WM 2010 sämtliche Qualifikationsspiele gewann. Tschechien erreichte in den beiden Spielen gegen Schottland einen Sieg und ein Unentschieden, was den Kampf um den Relegationsplatz entschied. Litauen konnte sowohl gegen Schottland als auch gegen Tschechien punkten und hätte realistische Chancen auf den Relegationsplatz gehabt, wenn man gegen Liechtenstein statt nur eines Unentschiedens und einer Niederlage zwei Siege eingefahren hätte. Liechtenstein hatte erwartungsgemäß keine Chance auf die Qualifikation, erreichte gegen Litauen aber zwei Prestige-Erfolge und konnte die meisten seiner Niederlagen im Rahmen halten.

Tabelle[Bearbeiten]

Pl. Team Sp. S U N Tore Pkt.
1 SpanienSpanien Spanien 8 8 0 0 26:06 24
2 TschechienTschechien Tschechien 8 4 1 3 12:08 13
3 SchottlandSchottland Schottland 8 3 2 3 09:10 11
4 LitauenLitauen Litauen 8 1 2 5 04:13 05
5 LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein 8 1 1 6 03:17 04

Spielergebnisse[Bearbeiten]

03.09.2010 Kaunas Litauen Schottland 0:0
03.09.2010 Vaduz Liechtenstein Spanien 0:4 (0:2)
07.09.2010 Olmütz Tschechien Litauen 0:1 (0:1)
07.09.2010 Glasgow Schottland Liechtenstein 2:1 (0:0)
08.10.2010 Salamanca Spanien Litauen 3:1 (0:0)
08.10.2010 Prag Tschechien Schottland 1:0 (0:0)
12.10.2010 Vaduz Liechtenstein Tschechien 0:2 (0:2)
12.10.2010 Glasgow Schottland Spanien 2:3 (0:1)
25.03.2011 Granada Spanien Tschechien 2:1 (0:1)
29.03.2011 Budweis Tschechien Liechtenstein 2:0 (1:0)
29.03.2011 Kaunas Litauen Spanien 1:3 (0:1)
03.06.2011 Vaduz Liechtenstein Litauen 2:0 (2:0)
02.09.2011 Kaunas Litauen Liechtenstein 0:0
03.09.2011 Glasgow Schottland Tschechien 2:2 (1:0)
06.09.2011 Logroño Spanien Liechtenstein 6:0 (3:0)
06.09.2011 Glasgow Schottland Litauen 1:0 (0:0)
07.10.2011 Prag Tschechien Spanien 0:2 (0:2)
08.10.2011 Vaduz Liechtenstein Schottland 0:1 (0:1)
11.10.2011 Alicante Spanien Schottland 3:1 (2:0)
11.10.2011 Kaunas Litauen Tschechien 1:4 (0:3)


Relegation[Bearbeiten]

Rangliste der Gruppenzweiten[Bearbeiten]

Um alle Gruppenzweiten vergleichbar zu machen, wurden in den Sechsergruppen (Gruppen A – F) die Spiele des Gruppenzweiten gegen den Gruppenletzten nicht berücksichtigt. Schweden qualifizierte sich als bester Gruppenzweiter direkt für die EM-Endrunde. Die übrigen acht Gruppenzweiten ermittelten in Play-offs vier weitere Endrundenteilnehmer.

Pl. Team Gruppe Sp. S U N Tore Diff. Pkt. Sechstplatzierter der Gruppe
1 SchwedenSchweden Schweden E 8 6 0 2 20:11 +9 18 San MarinoSan Marino San Marino
2 PortugalPortugal Portugal H 8 5 1 2 21:12 +9 16
3 KroatienKroatien Kroatien F 8 5 1 2 12:06 +6 16 MaltaMalta Malta
4 IrlandIrland Irland B 8 4 3 1 10:06 +4 15 AndorraAndorra Andorra
5 Bosnien und HerzegowinaBosnien und Herzegowina Bosnien-Herz. D 8 4 2 2 09:08 +1 14 LuxemburgLuxemburg Luxemburg
6 TschechienTschechien Tschechien I 8 4 1 3 12:08 +4 13
7 EstlandEstland Estland C 8 4 1 3 13:11 +2 13 FaroerFäröer Färöer
8 MontenegroMontenegro Montenegro G 8 3 3 2 07:07 ±0 12
9 TurkeiTürkei Türkei A 8 3 2 3 08:10 −2 11 KasachstanKasachstan Kasachstan

Playoffs[Bearbeiten]

Die acht an den Playoffs teilnehmenden Mannschaften wurden gemäß dem UEFA-Koeffizienten in vier gesetzte und vier ungesetzte Mannschaften aufgeteilt. Kroatien, Portugal, Irland und Tschechien waren gesetzt, während die Türkei, Bosnien-Herzegowina, Montenegro und Estland ungesetzt waren. Die Auslosung der Spiele fand am 13. Oktober 2011 in Krakau statt. Die Hinspiele wurden am 11. November ausgetragen, die Rückspiele folgten am 15. November 2011. Es qualifizierten sich sämtliche gesetzten Mannschaften.

Gesamt Hinspiel Rückspiel
Türkei  TurkeiTürkei 0:3 KroatienKroatien Kroatien 0:3 0:0
Estland  EstlandEstland 1:5 IrlandIrland Irland 0:4 1:1
Tschechien  TschechienTschechien 3:0 MontenegroMontenegro Montenegro 2:0 1:0
Bosnien-Herzegowina  Bosnien und HerzegowinaBosnien und Herzegowina 2:6 PortugalPortugal Portugal 0:0 2:6

Beste Torschützen[Bearbeiten]

Nachfolgend sind die besten Torschützen der EM-Qualifikation aufgeführt. Bei gleicher Toranzahl wird aufsteigend nach Anzahl der Spielminuten sortiert (Stand: 15. November 2011).[3]

Rang Spieler Tore
1 NiederlandeNiederlande Klaas-Jan Huntelaar 12
2 DeutschlandDeutschland Miroslav Klose 09
3 SpanienSpanien David Villa 07
PortugalPortugal Cristiano Ronaldo
FinnlandFinnland Mikael Forssell
IrlandIrland Robbie Keane
7 DeutschlandDeutschland Mario Gómez 06
NiederlandeNiederlande Robin van Persie
UngarnUngarn Gergely Rudolf
ItalienItalien Antonio Cassano
NiederlandeNiederlande Dirk Kuijt
ArmenienArmenien Henrich Mchitarjan
EstlandEstland Konstantin Vassiljev

Endrundenteilnehmer[Bearbeiten]

Es qualifizierten sich folgende Nationalmannschaften:

  • qualifiziert
  • nicht qualifiziert
  • nicht UEFA-Mitglied
Mannschaft Qualifiziert durch Qualifiziert am Vorherige Endrundenteilnahmen1
PolenPolen Polen Gastgeber 18. Apr. 2007 01 (2008)
UkraineUkraine Ukraine Gastgeber 18. Apr. 2007 00 (erste Teilnahme)2
DeutschlandDeutschland Deutschland Sieger der Gruppe A 02. Sep. 2011 10 (1972, 1976, 1980, 1984, 1988, 1992, 1996, 2000, 2004, 2008)
ItalienItalien Italien Sieger der Gruppe C 06. Sep. 2011 070 (1968, 1980, 1988, 1996, 2000, 2004, 2008)
NiederlandeNiederlande Niederlande Sieger der Gruppe E 06. Sep. 2011 08 (1976, 1980, 1988, 1992, 1996, 2000, 2004, 2008)
SpanienSpanien Spanien Sieger der Gruppe I 06. Sep. 2011 08 (1964, 1980, 1984, 1988, 1996, 2000, 2004, 2008)
EnglandEngland England Sieger der Gruppe G 07. Okt. 2011 07 (1968, 1980, 1988, 1992, 1996, 2000, 2004)
DanemarkDänemark Dänemark Sieger der Gruppe H 11. Okt. 2011 07 (1964, 1984, 1988, 1992, 1996, 2000, 2004)
FrankreichFrankreich Frankreich Sieger der Gruppe D 11. Okt. 2011 07 (1960, 1984, 1992, 1996, 2000, 2004, 2008)
GriechenlandGriechenland Griechenland Sieger der Gruppe F 11. Okt. 2011 03 (1980, 2004, 2008)
RusslandRussland Russland Sieger der Gruppe B 11. Okt. 2011 03 (1996, 2004, 2008)2
SchwedenSchweden Schweden Bester Gruppenzweiter 11. Okt. 2011 04 (1992, 2000, 2004, 2008)
IrlandIrland Irland Sieger Playoff 15. Nov. 2011 01 (1988)
KroatienKroatien Kroatien Sieger Playoff 15. Nov. 2011 03 (1996, 2004, 2008)3
PortugalPortugal Portugal Sieger Playoff 15. Nov. 2011 05 (1984, 1996, 2000, 2004, 2008)
TschechienTschechien Tschechien Sieger Playoff 15. Nov. 2011 04 (1996, 2000, 2004, 2008)4

Die Auslosung der Vorrunden-Gruppen fand am Freitag, 2. Dezember 2011 um 18 Uhr (MEZ) in Kiew statt.

1 In fett geschriebenen Jahren wurde die jeweilige Mannschaft Europameister; in kursiv geschriebenen Jahren waren die jeweiligen Mannschaften als Ausrichter automatisch qualifiziert
2 1960 bis 1988 als Teil der Sowjetunion, 1992 als Teil der GUS
3 1960 bis 1992 als Teil von Jugoslawien
4 1960 bis 1992 als Teil der Tschechoslowakei

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. UEFA-Entscheidung zu Italien gegen Serbien; Meldung auf uefa.com vom 29. Oktober 2010.
  2. Italien-Serbien nach Randalen abgebrochen; Meldung auf uefa.com vom 12. Oktober 2010.
  3. UEFA EURO 2012 – Statistiken – Qualifikationsphase – Erzielte Tore. In: uefa.com. UEFA, 11. Oktober 2011, abgerufen am 16. September 2011.