Fußball-Weltmeisterschaft 1978

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FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft 1978
Argentina '78 Campeonato Mundial De Futbol
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Anzahl Nationen 16 (von 106 Bewerbern)
Weltmeister ArgentinienArgentinien Argentinien (1. Titel)
Austragungsort ArgentinienArgentinien Argentinien
Eröffnungsspiel 1. Juni 1978 (Buenos Aires)
Endspiel 25. Juni 1978 (Buenos Aires)
Spiele 38
Tore 102 (∅: 2,68 pro Spiel)
Zuschauer 1.545.791 (∅: 40.679 pro Spiel)
Torschützenkönig ArgentinienArgentinien Mario Kempes (6 Tore)
Gelbe Karten 58 (∅: 1,53 pro Spiel)
Rote Karten (∅: 0,08 pro Spiel)

Die Endrunde der Fußball-Weltmeisterschaft 1978, span.: Campeonato Mundial De Futbol, war die elfte Ausspielung dieses bedeutendsten Turniers für Fußball-Nationalmannschaften und fand vom 1. bis zum 25. Juni 1978 in Argentinien statt. Das Land bekam den Zuschlag für die Fußball-WM-Endrunde 1978 bereits auf dem FIFA-Kongress in London am 6. Juli 1966. Gleichzeitig wurde auch die WM 1974 an Deutschland und die WM 1982 an Spanien vergeben. In Deutschland und Österreich ist diese Weltmeisterschaft besonders auf Grund des Zwischenrundenspiels in Córdoba zwischen den beiden Mannschaften, das Österreich mit 3:2 gewinnen konnte, in Erinnerung geblieben.

Der Gastgeber[Bearbeiten]

Argentinien unter der Militärdiktatur[Bearbeiten]

Die Militärakademie ESMA diente der Diktatur als Geheimgefängnis, auch während der WM. Dort wurden insgesamt etwa 4700 Menschen illegal gefangengehalten, gefoltert und bis auf wenige Überlebende ermordet. Sie liegt in der Nähe des River-Plate-Stadions, wo unter anderem das WM-Endspiel stattfand.[1]

Argentinien galt als sehr schwieriger Gastgeber für die Fußball-Weltmeisterschaft, da das Land seit 1976 von einer Militärdiktatur regiert wurde. Folterungen, sowie das Verschwindenlassen und Ermorden von vermeintlichen Regimegegnern waren an der Tagesordnung. Heute geht man von bis zu 30.000 Todesopfern aus, von denen die meisten einfach spurlos verschwanden (siehe Desaparecidos). Obwohl das volle Ausmaß dieses im Geheimen ausgeführten Schmutzigen Krieges erst nach dem Ende der Diktatur 1983 bekannt wurde, gab es bereits vor der WM genügend Hinweise auf die gravierenden Menschenrechtsverletzungen. In Deutschland wurde sogar darüber diskutiert, die WM aus diesem Grunde zu boykottieren, deshalb stand im Vorfeld bei der Berichterstattung der politische Aspekt in der Beurteilung des Geschehens oft im Vordergrund. Der Kommentar zur prunkvollen Eröffnungsfeier war dann auch nicht synchron zum Bild, sondern eher politisch geprägt.

Der Fußball-Journalist David Winner schrieb 2008 rückblickend:[1]

„Je mehr man über die WM 1978 in Argentinien erfährt, desto klarer wird: Dieses Turnier hätte niemals stattfinden dürfen. Einer der Gründe ist ein freundlich aussehender Gebäudekomplex (Anm.: die Militärakademie ESMA) am nördlichen Ende der belebten Avenida del Libertador in Buenos Aires. Die Anlage liegt in unmittelbarer Nähe des River-Plate-Stadions, wo viele Spiele der Weltmeisterschaft ausgetragen wurden, unter anderem auch das Finale. (...) Die ESMA wurde zum betriebsamsten der insgesamt 340 Konzentrationslager. Einer der sadistischsten Folterer nannte sich selbst »Menguele«, in Verehrung des berüchtigten Nazi-Arztes Dr. Mengele. Die Opfer wurden von Zivilpolizisten gebracht, nachdem sie brutal aus ihren Häusern geschleift worden waren. Unter Folter verrieten sie die Namen ihrer Gefährten, die dann ebenfalls entführt wurden. Bald waren beinahe alle 2000 Mitglieder der beiden stärksten linken Gruppierungen tot. Doch der Terror nahm kein Ende und richtete sich gegen eine immer länger werdende Liste von Gruppen: Gewerkschaftler, Studenten, Anwälte, Künstler, Schriftsteller, linksgerichtete Priester, Juden, Psychoanalytiker und Schulkinder. Teilweise wurden ganze Familien ausgelöscht.“

Zweifellos sollte die WM − ähnlich wie vier Jahre später der Falklandkrieg − aus Sicht der argentinischen Machthaber deren Herrschaft im Land stabilisieren. Im Gegensatz zum verlorenen Falkland-Abenteuer ging die Rechnung 1978 auch halbwegs auf, denn Argentinien veranstaltete eine WM ohne gravierende Zwischenfälle, mit Ausnahme der kurzfristig anberaumten, umstrittenen Verschiebung des letzten Zwischengruppenspiels Argentiniens gegen Peru, in dem das nachmittägliche 3:1 der Brasilianer gegen Polen mit einem 6:0 noch mehr als egalisiert wurde. Dadurch zog Argentinien als Zwischenrunden-Gruppensieger ins Finale ein und wurde am Ende Weltmeister. Dass einige argentinische Spieler und namentlich der Trainer César Luis Menotti alles andere als Anhänger der Diktatoren waren, trübte die Freude der Obristen allerdings.

Verhalten deutscher Spieler und Funktionäre im Kontext der Argentinischen Militärdiktatur[Bearbeiten]

Während der WM besuchte der ehemalige Fliegeroffizier und nationalsozialistische Propagandist Hans-Ulrich Rudel die deutsche Nationalmannschaft im Trainingsquartier in Ascochinga. Hermann Neuberger, der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes, verteidigte den Besuch mit den Worten, eine Kritik an Rudels Erscheinen käme „einer Beleidigung aller deutschen Soldaten gleich“.[2] Die rechtsextreme Presse wie die Deutsche Nationalzeitung begrüßte Neubergers Verhalten und das der Nationalmannschaft. Neuberger rügte die Spieler des Finalteilnehmers und Vize-Weltmeisters Niederlande, da sie dem argentinischen Diktator Videla und den Mitgliedern der Militärjunta den Handschlag verweigerten. Dieses Verhalten hatte Neuberger zuvor für den Fall der Finalteilnahme den deutschen Spielern untersagt. Nach dem Turnier, in dem er die deutsche Mannschaft als Kapitän anführte, sagte Vogts in Bezug auf die herrschende Militärjunta: „Argentinien ist ein Land, in dem Ordnung herrscht. Ich habe keinen einzigen politischen Gefangenen gesehen.“[3][4][5][6] Manfred Kaltz vom Hamburger SV sagte laut Medienberichten: „Ich fahr da hin, um Fußball zu spielen, nichts sonst. Belasten tut mich das nicht, dass dort gefoltert wird. Ich habe andere Probleme“.[7][8]

Spielorte[Bearbeiten]

Die Spiele der Weltmeisterschaft wurden in sechs Stadien in fünf verschiedenen argentinischen Städten ausgetragen.

Stadt Stadion Spiele Kapazität* Gesamtzuschauerzahl Schnitt Spiel mit den meisten Zuschauern Spiel mit den wenigsten Zuschauern
Buenos Aires River Plate 9 76.600 625.389 69.488 Italien - Argentinien (1. Finalrunde) 71.712 Italien - Österreich (2. Finalrunde) 66.695
Buenos Aires Estadio José Amalfitani (El Fortín ) 3 49.300 124.397 41.466 Spanien - Schweden (1. Finalrunde) 42.132 Österreich - Spanien (1. Finalrunde) 40.841
Córdoba Estadio Olímpico Chateau Carreras 8 46.800 237.170 29.646 BR Deutschland - Niederlande (2. Finalrunde) 40.750 Schottland - Iran (1. Finalrunde) 7938
Mar del Plata Estadio José María Minella 6 42.700 194.594 32.432 Italien - Frankreich (1. Finalrunde) 42.373 Frankreich - Ungarn (1. Finalrunde) 23.127
Mendoza Estadio Ciudad de Mendoza 6 44.000 202.838 33.806 Brasilien - Polen (2. Finalrunde) 39.586 Niederlande - Peru (1. Finalrunde) 28.125
Rosario Estadio Gigante de Arroyito 6 40.600 161.403 26.901 Argentinien - Brasilien (2. Finalrunde) 37.326 Polen - Tunesien (1. Finalrunde) 9624
* zum Zeitpunkt der Weltmeisterschaft 1978.

Qualifikation[Bearbeiten]

Folgende Mannschaften konnten sich für die WM 1978 qualifizieren:

10 aus Europa Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland BR Deutschland FrankreichFrankreich Frankreich ItalienItalien Italien NiederlandeNiederlande Niederlande Ungarn 1957Ungarn Ungarn
OsterreichÖsterreich Österreich PolenPolen Polen SchottlandSchottland Schottland SchwedenSchweden Schweden Spanien 1977Spanien Spanien
3 aus Südamerika ArgentinienArgentinien Argentinien Brasilien 1968Brasilien Brasilien PeruPeru Peru
1 aus Nord- und Mittelamerika MexikoMexiko Mexiko
1 aus Afrika TunesienTunesien Tunesien
1 aus Asien Iran 1964Iran Iran
Weltkarte der Teilnehmer mit deren Platzierungen

Auslosung[Bearbeiten]

  • gesetzte Mannschaften: Argentinien • Italien • Deutschland • Brasilien • Niederlande
  • Topf 1: Polen • Schottland • Spanien
  • Topf 2: Schweden • Ungarn
  • Topf 3: Mexiko • Peru
  • Topf 4: Frankreich • Österreich • Iran • Tunesien

Schon vor dem Beginn der Auslosung stand eine Spielpaarung bereits fest. Gastgeber Argentinien (Position 1) trifft in Gruppe 1 in seinem letzten Gruppenspiel auf Italien (Position 4). Dies geschah aus rein kommerziellen Gründen, da sehr viele Argentinier italienischer Abstammung sind und die Argentinien-Gruppe in den größten Stadien spielte. Der Titelverteidiger Deutschland wurde in Gruppe 2 für das Eröffnungsspiel gesetzt (Position 6). Rekordweltmeister Brasilien kam in Gruppe 3 (Position 12) und Vizeweltmeister Niederlande in Gruppe 4 (Position 13).

  • Zunächst wurden drei europäische Mannschaften aus Lostopf 1 gezielt auf die Gruppen 2 bis 4 verteilt.
  • Der Topf 2 enthielt zwei europäische Mannschaften, die gezielt den Gruppen von Argentinien und Brasilien zugelost wurden.
  • Der Lostopf 3 enthielt nur zwei amerikanische Mannschaften, die gezielt den Gruppen 2 und 4 zugelost wurden. Dadurch wurde verhindert, dass zwei amerikanische Mannschaften in einer Gruppe spielten.
  • Zum Schluss wurde jeder der vier Gruppen eine Mannschaft aus Topf 4 frei zugelost.[9]
Gruppe 1 Gruppe 2 Gruppe 3 Gruppe 4
1: ArgentinienArgentinien Argentinien 5: PolenPolen Polen 9: OsterreichÖsterreich Österreich 13:NiederlandeNiederlande Niederlande
2: Ungarn 1957Ungarn Ungarn 6: Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland BRD 10:Spanien 1977Spanien Spanien 14:Iran 1964Iran Iran
3: FrankreichFrankreich Frankreich 7: TunesienTunesien Tunesien 11:SchwedenSchweden Schweden 15:PeruPeru Peru
4: ItalienItalien Italien 8: MexikoMexiko Mexiko 12:Brasilien 1968Brasilien Brasilien 16:SchottlandSchottland Schottland

Für Informationen zu den einzelnen Gruppen und Kadern der Mannschaften auf den jeweiligen Link klicken.

Modus[Bearbeiten]

Der Austragungsmodus war der gleiche wie schon bei der WM 1974. 16 Mannschaften spielten in vier Vierergruppen. Die Gruppensieger und Gruppenzweiten zogen in die zweite Finalrunde ein. Dort wurde in zwei Vierergruppen gespielt. Die beiden Gruppensieger bestritten das Finale und die beiden Gruppenzweiten spielten um den 3. Platz.

Erste Runde[Bearbeiten]

Gruppe 1[Bearbeiten]

Pl. Land Sp. S U N Tore Diff. Punkte
 1. ItalienItalien Italien 3  3  0  0 006:200  +4 06:00
 2. ArgentinienArgentinien Argentinien 3  2  0  1 004:300  +1 04:20
 3. FrankreichFrankreich Frankreich 3  1  0  2 005:500  ±0 02:40
 4. Ungarn 1957Ungarn Ungarn 3  0  0  3 003:800  −5 00:60
2. Juni 1978, 13:45 Uhr (17:45 Uhr MEZ) in Mar del Plata
Frankreich Italien 1:2 (1:1)
2. Juni 1978, 19:15 Uhr (23:15 Uhr MEZ) in Buenos Aires
Ungarn Argentinien 1:2 (1:1)
6. Juni 1978, 13:45 Uhr (17:45 Uhr MEZ) in Mar del Plata
Italien Ungarn 3:1 (2:0)
6. Juni 1978, 19:15 Uhr (23:15 Uhr MEZ) in Buenos Aires
Argentinien Frankreich 2:1 (1:0)
10. Juni 1978, 13:45 Uhr (17:45 Uhr MEZ) in Mar del Plata
Frankreich Ungarn 3:1 (3:1)
10. Juni 1978, 19:15 Uhr (23:15 Uhr MEZ) in Buenos Aires
Italien Argentinien 1:0 (0:0)

Zum Auftakt der Gruppe 1 hatten die erstmals seit 1966 in einer WM-Endrunde stehenden Franzosen trotz eines Blitzstarts in Mar del Plata mit 1:2 gegen die Italiener das Nachsehen. Das von Bernard Lacombe in der ersten Spielminute erzielte 1:0 genügte nicht, da die Italiener das Spiel dank des ersten WM-Endrundentreffers von Paolo Rossi und eines weiteren Tores von Zaccarelli noch gewinnen konnten. Argentiniens Auftaktspiel im Monumentalstadion endete mit einem 2:1-Erfolg gegen die Ungarn, die das Spiel nach Platzverweisen von Tibor Nyilasi und Töröcsik nur mit neun Mann beendeten. Bereits im nächsten Gruppenspiel gegen Italien ereilte die Ungarn das Aus. Nach einem 2:1-Sieg der Argentinier in ihrem zweiten Gruppenspiel gegen die Equipe Tricolore standen die Gastgeber und Italien bereits vor dem letzten Gruppenspieltag in der zweiten Finalrunde. Im abschließenden Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften sicherten sich die Italiener nach einem in der 67. Minute erzielten Treffer Roberto Bettegas den Gruppensieg. Als Konsequenz mussten die im Endklassement nun zweitplatzierten Argentinier in der zweiten Runde im relativ kleinen Stadion von Rosario antreten, während Italien nun dreimal im Estadio Monumental spielen durfte. Im sportlich bedeutungslosen anderen Spiel des letzten Spieltags siegten die Franzosen mit 3:1 über die Ungarn. Kurioserweise musste die Mannschaft um Michel Platini in kurzfristig organisierten, grün-weiß längsgestreiften Trikots eines argentinischen Zweitligisten, Kimberley de Mar del Plata, auflaufen, da sich ihre eigentlich für das Spiel mitgebrachten weißen Trikots im Schwarz-Weiß-Fernsehen nicht von den weißen Hemden der Ungarn unterscheiden ließen.[10] Das Spiel konnte aufgrund dieser logistischen Fehlplanung erst mit deutlicher Verspätung beginnen.

Gruppe 2[Bearbeiten]

Pl. Land Sp. S U N Tore Diff. Punkte
 1. PolenPolen Polen 3  2  1  0 004:100  +3 05:10
 2. Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland BR Deutschland 3  1  2  0 006:000  +6 04:20
 3. TunesienTunesien Tunesien 3  1  1  1 003:200  +1 03:30
 4. MexikoMexiko Mexiko 3  0  0  3 002:120 −10 00:60
1. Juni 1978, 15:00 Uhr (19:00 Uhr MEZ) in Buenos Aires
BR Deutschland Polen 0:0
2. Juni 1978, 16:45 Uhr (20:45 Uhr MEZ) in Rosario
Tunesien Mexiko 3:1 (0:1)
6. Juni 1978, 16:45 Uhr (20:45 Uhr MEZ) in Córdoba
Mexiko BR Deutschland 0:6 (0:4)
6. Juni 1978, 16:45 Uhr (20:45 Uhr MEZ) in Rosario
Polen Tunesien 1:0 (1:0)
10. Juni 1978, 16:45 Uhr (20:45 Uhr MEZ) in Córdoba
Tunesien BR Deutschland 0:0
10. Juni 1978, 16:45 Uhr (20:45 Uhr MEZ) in Rosario
Mexiko Polen 1:3 (0:1)

Das Eröffnungsspiel des Turniers zwischen Titelverteidiger Deutschland und dem WM-Dritten von 1974, Polen, endete 0:0. In der vor weniger als 20 000 Zuschauern in Rosario ausgetragenen zweiten Partie des ersten Spieltags siegte Tunesien mit 3:1 gegen die favorisierten Mexikaner. Es war der erste WM-Endrundensieg einer afrikanischen Mannschaft überhaupt und blieb bis heute auch Tunesiens letzter im Rahmen eines WM-Turniers. Gegen die Mexikaner konnten im Folgenden auch die Deutschen gewinnen, die die Mittelamerikaner in ihrem zweiten Gruppenspiel in Cordoba klar mit 6:0 bezwangen. Karl-Heinz Rummenigge erzielte in dieser Partie seine ersten zwei von im Laufe seiner Karriere insgesamt neun erzielten WM-Endrundentreffern. Auch die Polen kamen in ihrem zweiten Match zu zwei Punkten. Beim 1:0 traf Grzegorz Lato, der Torschützenkönig der WM 1974, vor einer weiteren Minuskulisse in Rosario. Nach dem etwas durchwachsenen Auftakt gelang den Osteuropäern mit einem 3:1 gegen Mexiko im letzten Gruppenspiel schließlich der Gruppensieg. Dabei profitierte Polen vom 0:0 der deutschen Mannschaft gegen die auch am letzten Spieltag gut agierenden Tunesier. Die deutsche Nationalelf konnte nicht an die eigene gute Leistung gegen Mexiko anknüpfen. Torhüter Sepp Maier sicherte seiner Mannschaft mit einigen Paraden die nächste Runde.

Gruppe 3[Bearbeiten]

Pl. Land Sp. S U N Tore Diff. Punkte
 1. OsterreichÖsterreich Österreich 3  2  0  1 003:200  +1 04:20
 2. Brasilien 1968Brasilien Brasilien 3  1  2  0 002:100  +1 04:20
 3. Spanien 1977Spanien Spanien 3  1  1  1 002:200  ±0 03:30
 4. SchwedenSchweden Schweden 3  0  1  2 001:300  −2 01:50
Österreich – Schweden
3. Juni 1978, 13:45 Uhr (17:45 Uhr MEZ) in Buenos Aires (Vélez)
Spanien Österreich 1:2 (1:1)
3. Juni 1978, 13:45 Uhr (17:45 Uhr MEZ) in Mar del Plata
Schweden Brasilien 1:1 (1:1)
7. Juni 1978, 13:45 Uhr (17:45 Uhr MEZ) in Buenos Aires (Vélez)
Österreich Schweden 1:0 (1:0)
7. Juni 1978, 13:45 Uhr (17:45 Uhr MEZ) in Mar del Plata
Brasilien Spanien 0:0
11. Juni 1978, 13:45 Uhr (17:45 Uhr MEZ) in Buenos Aires (Vélez)
Schweden Spanien 0:1 (0:0)
11. Juni 1978, 13:45 Uhr (17:45 Uhr MEZ) in Mar del Plata
Brasilien Österreich 1:0 (1:0)

Die brasilianische Mannschaft wusste in der Ersten Finalrunde von 1978 noch nicht zu überzeugen. Dem vor der WM hochgehandelten brasilianischen Offensivspieler Zico gelang es nicht, die in ihn gesetzten Hoffnungen zu rechtfertigen. Roberto Rivelino, ein Star der brasilianischen Mannschaften von 1970 und 1974, verlor nach dem ersten Spiel gegen Schweden seinen Stammplatz bei den Brasilianern. In jener Partie kamen die Brasilianer zu einem 1:1. Dabei wurde ihnen ein in ihren Augen eigentlich reguläres Tor nach Eckstoß in der Schlusssekunde aberkannt. Schiedsrichter Thomas aus Wales entschied zur Verärgerung der Südamerikaner, dass der Treffer nach seinem finalen Pfiff gefallen sei. Die anschließenden Proteste der brasilianischen Spieler brachten nichts ein. Im zweiten Gruppenspiel erzielte Brasilien ein 0:0 gegen Spanien. Das Weiterkommen des dreimaligen Weltmeisters sicherte erst ein 1:0-Erfolg über die zu diesem Zeitpunkt schon für die nächste Runde qualifizierten Österreicher in Mar del Plata. Diese hatten in der Qualifikation die DDR ausgeschaltet und waren für einige außenstehende Beobachter die Überraschungsmannschaft in der Gruppe 3. So konnten sie an den ersten beiden Spieltagen der Ersten Finalrunde die vor dem Turnier von einigen Beobachtern höher eingeschätzten Spanier und Schweden jeweils knapp besiegen. Maßgeblichen Anteil am Erfolg der Österreicher hatte deren Torjäger Hans Krankl von Rapid Wien, der sowohl beim 2:1 zum Auftakt gegen die Iberer als auch beim 1:0 gegen die Skandinavier im folgenden Gruppenspiel den Siegtreffer erzielte. Für die Schweden um Torhüter Ronnie Hellström blieb in dieser Gruppe am Ende nur Platz Vier, da sie auch das letzte Gruppenspiel gegen Spanien verloren. Spanien, Gastgeber der nächsten Weltmeisterschaft im Jahr 1982, rangierte am Ende auf Platz Drei der Gruppe, die Österreich trotz der Niederlage gegen Brasilien als Gruppensieger vor den Brasilianern abschloss.

Gruppe 4[Bearbeiten]

Pl. Land Sp. S U N Tore Diff. Punkte
 1. PeruPeru Peru 3  2  1  0 007:200  +5 05:10
 2. NiederlandeNiederlande Niederlande 3  1  1  1 005:300  +2 03:30
 3. SchottlandSchottland Schottland 3  1  1  1 005:600  −1 03:30
 4. Iran 1964Iran Iran 3  0  1  2 002:800  −6 01:50
3. Juni 1978, 16:45 Uhr (20:45 Uhr MEZ) in Córdoba
Peru Schottland 3:1 (1:1)
3. Juni 1978, 16:45 Uhr (20:45 Uhr MEZ) in Mendoza
Iran Niederlande 0:3 (0:1)
7. Juni 1978, 16:45 Uhr (20:45 Uhr MEZ) in Córdoba
Schottland Iran 1:1 (1:0)
7. Juni 1978, 16:45 Uhr (20:45 Uhr MEZ) in Mendoza
Niederlande Peru 0:0
11. Juni 1978, 16:45 Uhr (20:45 Uhr MEZ) in Córdoba
Peru Iran 4:1 (3:1)
11. Juni 1978, 16:45 Uhr (20:45 Uhr MEZ) in Mendoza
Schottland Niederlande 3:2 (1:1)

Die Schotten um Trainer Ally McLeod reisten mit großen Hoffnungen nach Argentinien, nachdem sie sich in der Qualifikation gegen Europameister CSSR hatten durchsetzen können. Zu Beginn des Turniers mussten sie aber zwei Enttäuschungen hinnehmen. Gegen die Peruaner gab es am ersten Spieltag der Gruppe 4 eine 1:3-Niederlage. Dabei überragte Perus Star Teofilo Cubillas, dem unter anderem ein Freistoßtor zum 3:1 glückte. Am zweiten Spieltag erreichten die Schotten gegen WM-Neuling Iran lediglich ein 1:1-Unentschieden. Für die Qualifikation zur Zweiten Finalrunde benötigte die schottische Nationalmannschaft nun einen hohen Sieg gegen die Niederlande. Die von Ernst Happel trainierten und bei dieser Weltmeisterschaft ohne Johan Cruyff angetretenen Niederländer hatten ihren Auftakt gegen die Iraner mit 3:0 gewonnen und anschließend gegen Peru ein 0:0 erreicht. Trotz eines Führungstores durch Rob Rensenbrink per Elfmeter, dem 1000. Tor der WM-Endrunden-Geschichte, lagen sie gegen Schottland im abschließenden Gruppenspiel zwischenzeitlich mit 1:3 zurück. Schottlands Archie Gemmill gelangen in dieser Partie zwei Tore, darunter ein sehenswertes zur 3:1-Führung. Ein weiteres schottisches Tor hätte zu diesem Zeitpunkt das frühe niederländische Aus bedeutet. Doch Johnny Rep erzielte für die Niederlande den 2:3-Anschlusstreffer in der 72. Minute und besiegelte damit stattdessen das frühe Ausscheiden Schottlands. Die Niederlande platzierten sich im Endklassement hinter den Peruanern auf Rang Zwei. Peru besiegte zum Abschluss den Iran mit 4:1. Perus Cubillas gelangen in den drei Vorrundenspielen insgesamt fünf Treffer, womit er sich vorübergehend an die Spitze der Torjägerwertung setzen konnte.

Zweite Runde[Bearbeiten]

Gruppe A[Bearbeiten]

Pl. Land Sp. S U N Tore Diff. Punkte
 1. NiederlandeNiederlande Niederlande 3  2  1  0 009:400  +5 05:10
 2. ItalienItalien Italien 3  1  1  1 002:200  ±0 03:30
 3. Deutschland BundesrepublikBundesrepublik Deutschland BR Deutschland 3  0  2  1 004:500  −1 02:40
 4. OsterreichÖsterreich Österreich 3  1  0  2 004:800  −4 02:40
14. Juni 1978, 13:45 Uhr (17:45 Uhr MEZ) in Córdoba
Österreich Niederlande 1:5 (0:3)
14. Juni 1978, 13:45 Uhr (17:45 Uhr MEZ) in Buenos Aires
BR Deutschland Italien 0:0
18. Juni 1978, 16:45 Uhr (20:45 Uhr MEZ) in Córdoba
Niederlande BR Deutschland 2:2 (1:1)
18. Juni 1978, 16:45 Uhr (20:45 Uhr MEZ) in Buenos Aires
Italien Österreich 1:0 (1:0)
21. Juni 1978, 13:45 Uhr (17:45 Uhr MEZ) in Córdoba
Österreich BR Deutschland 3:2 (0:1)
21. Juni 1978, 13:45 Uhr (17:45 Uhr MEZ) in Buenos Aires
Niederlande Italien 2:1 (0:1)

Italien, Deutschland, Österreich und die Niederlande hatten sich für diese im Monumentalstadion von Buenos Aires und in Cordoba ausgetragene Zwischenrundengruppe qualifiziert, die damit zu einer rein europäischen Angelegenheit wurde. Die italienische Mannschaft startete mit einem 0:0 gegen die Bundesrepublik, worauf am zweiten Spieltag ein italienischer 1:0-Sieg gegen die Österreicher folgte, die zuvor bereits den Niederländern deutlich mit 1:5 unterlegen waren. Am zweiten Spieltag der Gruppe A kam es außerdem zur Neuauflage des WM-Endspiels von 1974 zwischen der Bundesrepublik und den Niederlanden. Die deutsche Nationalmannschaft ging zwischenzeitlich zweimal durch Rüdiger Abramczik und Dieter Müller in Führung. Sechs Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit gelang René van der Kerkhoff der Ausgleich zum 2:2-Endstand. Damit war ein deutscher Finaleinzug vor dem letzten Spieltag unwahrscheinlich. Nur ein relativ hoher Sieg der Deutschen über die schon ausgeschiedenen Österreicher bei einem gleichzeitigen Remis zwischen Italien und Holland hätte den Titelverteidiger doch noch ins Endspiel bringen können.

In der sogenannten Schmach von Cordoba der DFB-Elf gegen Österreich – in Österreich verständlicherweise als „Wunder von Córdoba“ bezeichnet – kam es im letzten WM-Spiel unter der Ägide des Bundestrainers Helmut Schön zu einer 2:3-Niederlage der Deutschen. Es war Österreichs erster Sieg über eine deutsche Mannschaft seit 47 Jahren. Zwei Tore, darunter das entscheidende 3:2, erzielte Hans Krankl, der daraufhin von seinen Landsleuten und insbesondere vom österreichischen Rundfunk-Reporter Edi Finger in einer als legendär eingestuften Berichterstattung gefeiert wurde. Das Tor zum 1:1-Ausgleich für Österreich verursachte der spätere deutsche Bundestrainer Berti Vogts per Eigentor. Aus sportlicher Sicht war dieses Ergebnis allerdings bedeutungslos für die Österreicher, da sie trotzdem als Gruppenletzter zusammen mit den drittplatzierten Deutschen ausschieden.

Den Gruppensieg und die Finalteilnahme sicherten sich schließlich Ernst Happels Niederländer. Beim 2:1 gegen Italien in Buenos Aires unterlief Abwehrspieler Ernie Brandts in der 19. Minute bei einem Rettungsversuch im Strafraum zunächst ein Eigentor, bei dem sich auch Stammtorwart Schrijvers verletzte, den im Folgenden Jan Jongbloed ersetzte. Brandts erzielte zu Beginn der zweiten Halbzeit mit einem Distanzschuss auch den Ausgleich nach einer inzwischen eingesetzten Drangperiode der Niederlande. Die Entscheidung in diesem Spiel besorgte Arie Haan, der ähnlich wie zuvor beim 1:1 gegen Deutschland mit einem Fernschuss aus annähernd 30 Metern Italiens Keeper Dino Zoff bezwang. Die Niederländer standen damit zum zweiten Mal hintereinander in einem WM-Endspiel.

Gruppe B[Bearbeiten]

Pl. Land Sp. S U N Tore Diff. Punkte
 1. ArgentinienArgentinien Argentinien 3  2  1  0 008:000  +8 05:10
 2. Brasilien 1968Brasilien Brasilien 3  2  1  0 006:100  +5 05:10
 3. PolenPolen Polen 3  1  0  2 002:500  −3 02:40
 4. PeruPeru Peru 3  0  0  3 000:100 −10 00:60
Argentinien – Polen
14. Juni 1978, 16:45 Uhr (20:45 Uhr MEZ) in Mendoza
Brasilien Peru 3:0 (1:0)
14. Juni 1978, 19:15 Uhr (23:15 Uhr MEZ) in Rosario
Polen Argentinien 0:2 (0:1)
18. Juni 1978, 13:45 Uhr (17:45 Uhr MEZ) in Mendoza
Peru Polen 0:1 (0:0)
18. Juni 1978, 19:15 Uhr (23:15 Uhr MEZ) in Rosario
Argentinien Brasilien 0:0
21. Juni 1978, 16:45 Uhr (20:45 Uhr MEZ) in Mendoza
Brasilien Polen 3:1 (1:1)
21. Juni 1978, 19:15 Uhr (23:15 Uhr MEZ) in Rosario
Peru Argentinien 0:6 (0:2)

In der Zwischenrundengruppe B standen die südamerikanischen Mannschaften und Polen. Gespielt wurde in Rosario und Mendoza. Die Argentinier siegten zum Auftakt mit 2:0 gegen Polen. Bei diesem Erfolg traf der spätere Torschützenkönig Mario Kempes erstmals im Turnierverlauf. Er erzielte die beiden argentinischen Treffer, verursachte mit einem Handspiel auf der Torlinie aber auch einen polnischen Elfmeter, den Kazimierz Deyna in der 38. Minute beim Stande von 0:1 aus polnischer Sicht jedoch nicht gegen Argentiniens Schlussmann Ubaldo Fillol verwandeln konnte. Brasilien gewann zunächst gegen die Peruaner. Die peruanische Mannschaft unterlag auch im zweiten Gruppenspiel den Polen. Die Partie zwischen den Gastgebern und Brasilien endete mit einem 0:0-Unentschieden. César Luis Menottis Team war damit gegenüber den Brasilianern ins Hintertreffen geraten, da Letztere vor den entscheidenden Spielen über die bessere Tordifferenz verfügten. Brasilien gewann auch seine letzte Partie gegen die Polen mit 3:1.

Somit brauchte Argentinien zum Erreichen des Finales einen Sieg mit mindestens vier Toren Unterschied gegenüber den schon ausgeschiedenen Peruanern, den es in Rosario mit einem 6:0-Sieg auch erreichte. Die Umstände dieses Triumphs, bei dem Kempes erneut zweimal ins Tor traf, sind bis heute umstritten. Zum einen verwunderte viele die Tatsache, dass das Spiel erst nach Abpfiff der Begegnung zwischen Brasilien und Polen angesetzt wurde, vermeintlich, damit die Argentinier wussten, welches Ergebnis sie zum Weiterkommen benötigten. Zum anderen hält sich bis heute der Verdacht, die argentinische Militärjunta hätte den hohen Sieg mit eventuellen Getreidelieferungen an den peruanischen Staat erkauft. Im Buch "Wir waren Weltmeister" von Ricardo Gotta berichten peruanische Nationalspieler von Anrufen ihres Staatschefs, von Besuchen von Videla und US-Außenminister Henry Kissinger in ihrer Kabine. Dem Verteidiger José Velazquez kam das "ziemlich komisch vor, da wurde Druck ausgeübt". Torwart Ramón Quiroga, ein gebürtiger Argentinier,[11] hatte beim 6:0 keinen guten Tag und sagte später er sei sich "sicher, dass mancher etwas genommen hat. Wir haben seltsame Dinge gesehen".[12] Argentinien zog damit erstmals seit 1930 in ein WM-Finale ein. Brasilien kam ins Spiel um Platz 3.

Finalrunde[Bearbeiten]

Spiel um Platz 3[Bearbeiten]

Spiel um Platz 3: Italien – Brasilien
24. Juni 1978, 15:00 Uhr (19:00 Uhr MEZ) in Buenos Aires
ItalienItalien Italien Brasilien 1968Brasilien Brasilien 1:2 (1:0)

Finale[Bearbeiten]

Szene aus dem Finalspiel Argentinien – Niederlande

Es war für lange Zeit (bis 2010) das letzte WM-Finale, in dem kein ehemaliger Weltmeister stand. Beide Länder hatten aber zuvor schon ein Endspiel verloren, Argentinien das erste 1930 und die Niederlande dasjenige des vorherigen Turniers. Das Finale verlief in einer hitzigen Atmosphäre. Bei der Anfahrt zum Stadion kam der niederländische Bus aufgrund von Massenaufläufen einheimischer Passanten nur mühsam voran[13]. Die Niederländer warfen den Argentiniern Spielverzögerung vor, da sich diese durch ihren Kapitän Daniel Passarella vor dem Spiel beim Schiedsrichter über die Zulässigkeit einer Gipsmanschette beschwerten, den René van de Kerkhof an seinem Handgelenk trug. Van de Kerkhof hatte sich schon im ersten Spiel gegen das iranische Team einen Bruch in der Hand zugezogen, so dass er in den weiteren Spielen mit der Manschette aufgelaufen war. Der Schiedsrichter Sergio Gonella beorderte van de Kerkhof zurück in die Kabine. Trainer Ernst Happel schickte darauf seine gesamte Mannschaft zurück in die Katakomben. Erst nachdem die Manschette mit weichem Stoff und Tapeverband umhüllt worden war, zeigte Gonella ein Einsehen und van de Kerkhof durfte doch auflaufen[14]. Mario Kempes traf als erster, bevor Dick Nanninga kurz vor Spielende noch ausgleichen konnte. Rob Rensenbrink scheiterte danach am Pfosten. In der Verlängerung trafen Kempes und Bertoni für Argentinien. Kempes sicherte sich damit auch den Titel des Torschützenkönigs.

Argentinien Niederlande Aufstellung
ArgentinienArgentinien
Sonntag: 25. Juni 1978 um 15:00 Uhr in Buenos Aires (Estadio Monumental)
Zuschauer: 71.483
Schiedsrichter: Sergio Gonella (ItalienItalien Italien)
Spielbericht
NiederlandeNiederlande
Aufstellung Argentinien gegen Niederlande
Ubaldo FillolDaniel Passarella (C)Kapitän der MannschaftJorge Olguín, Luis Galván, Alberto TarantiniOsvaldo Ardiles (65. Omar Larrosa), Mario Kempes, Américo GallegoDaniel Bertoni, Leopoldo Luque, Oscar Ortiz (74. René Houseman)
Trainer: César Luis Menotti
Jan JongbloedRuud Krol (C)Kapitän der MannschaftWim Jansen (72. Wim Suurbier), Ernie Brandts, Jan PoortvlietWilly van de Kerkhof, Arie Haan, Johan NeeskensRené van de Kerkhof, Johnny Rep (59. Dick Nanninga), Rob Rensenbrink
Trainer: Ernst Happel (OsterreichÖsterreich Österreich)
Tor 1:0 Kempes (38.)

Tor 2:1 Kempes (105.)
Tor 3:1 Bertoni (115.)

Tor 1:1 Nanninga (82.)
Gelbe Karten Ardiles (40.), Larrosa Gelbe Karten Krol (15.), Suurbier (94.), Neeskens (96.)

Bemerkung: Es war das erste Finale seit dem Zweiten Weltkrieg, in dem weder Deutschland noch Brasilien vertreten waren; erst 2006 gab es wieder ein Finale ohne eines der beiden Länder.

Weltmeister Argentinien[Bearbeiten]

Die Weltmeistermannschaft: Ubaldo Fillol; Luis Galván, Jorge Olguín, Daniel Passarella, Alberto Tarantini; Norberto Alonso, Osvaldo Ardiles, Américo Gallego, Omar Larrosa, Miguel Oviedo, Ricardo Villa; Daniel Bertoni, René Houseman, Mario Kempes, Leopoldo Luque, Oscar Ortiz, José Daniel Valencia.

Mario Kempes wurde zum Fußballer des Jahres in Argentinien und Südamerikas Fußballer des Jahres gewählt.

Beste Torschützen[Bearbeiten]

Rang Spieler Tore
1 ArgentinierArgentinier Mario Kempes 6
2 PeruanerPeruaner Teófilo Cubillas 5
NiederländerNiederländer Rob Rensenbrink
4 ÖsterreicherÖsterreicher Hans Krankl 4
ArgentinierArgentinier Leopoldo Luque
6 NiederländerNiederländer Johnny Rep 3
DeutscherDeutscher Karl-Heinz Rummenigge
BrasilianerBrasilianer Roberto Dinamite
BrasilianerBrasilianer Dirceu
ItalienerItaliener Paolo Rossi
Rang Spieler Tore
11 SchotteSchotte Archie Gemmill 2
BrasilianerBrasilianer Nelinho
DeutscherDeutscher Dieter Müller
DeutscherDeutscher Heinz Flohe
PolePole Zbigniew Boniek
NiederländerNiederländer Ernie Brandts
ArgentinierArgentinier Daniel Bertoni
ItalienerItaliener Roberto Bettega
PolePole Grzegorz Lato
NiederländerNiederländer Arie Haan

Darüber hinaus gab es 40 Spieler mit einem Treffer. Hinzu kamen drei Eigentore.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Fußball-Weltmeisterschaft 1978 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b David Winner: Das perverse Turnier. 11Freunde, 10. Januar 2010, original engl.: But Was This The Beautiful Game's Ugliest Moment? in: Financial Times, 21. Juni 2008
  2. WM-Anekdoten: Ein Jahrhundertspiel und ein Jahrhundertskandal, Spiegel Online, 6. Juli 2010
  3. Peter Burkhardt: Jubel in Hörweite der Folterkammern. In: Süddeutsche Zeitung, 25. Juni 2008
  4. Der Sport in der Klemme Wie politisch muss Fußball sein?, aspekte, 11. Mai 2012
  5. Kopfarbeit im mentalen Bereich" 31. Mai 2012, 07:45 Uhr
  6. Peinliche Aussage Beckenbauers zu Arbeitsbedingungen in Katar, 19. November 2013
  7. Es war auch mal anders: Die WM 1978 in Argentinien, Focus Online/dpa, 2. Mai 2012
  8. Peter Maxwill: Argentiniens skandalöser Triumph, Spiegel Online/einestages, 28. Mai 2014
  9. hemeroteca.mundodeportivo.com
  10. dfb.de Seite des DFB zur WM 1978.
  11. books.google.de
  12. sueddeutsche.de
  13. Artikel im ZDF
  14. Johan Derksen et al., Het Nederlands Elftal, a.a.O., S. 305