Fußball-Weltmeisterschaft 2018

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FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Russland 2018
2018 FIFA World Cup Russia

Logo der Bewerbung Russlands
Anzahl Nationen 32
Austragungsort RusslandRussland Russland
Eröffnungsspiel 8. Juni 2018
Endspiel 8. Juli 2018
Spiele 64

Die Endrunde der 21. Fußball-Weltmeisterschaft der Männer (offiziell 2018 FIFA World Cup, offizielle deutsche Schreibweise „FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2018“) soll vom 8. Juni bis zum 8. Juli 2018 in Russland ausgetragen werden. Außerdem soll der FIFA-Konföderationen-Pokal 2017 in Russland stattfinden.

Vergabe[Bearbeiten]

Das Exekutivkomitee der FIFA hatte am 19. Dezember 2008 während seiner Sitzung in Tokio beschlossen, die beiden Weltmeisterschaften 2018 und 2022 gleichzeitig zu vergeben. Die Frist für die Mitgliedsverbände zur Bekundung ihres Interesses an der Ausrichtung endete am 2. Februar 2009. Für die beiden Turniere gingen elf Bewerbungen aus 13 Ländern ein. Dem 2007 modifizierten Rotationsverfahren entsprechend waren für das Turnier 2018 die Kontinentalverbände, in denen die beiden vorangehenden Weltmeisterschaften stattgefunden haben bzw. stattfinden werden (Afrika mit Südafrika 2010 und Südamerika mit Brasilien 2014), von der Bewerbung ausgeschlossen. Bis zur Vergabe zogen sich alle nicht-europäischen Bewerber für die Weltmeisterschaft 2018 zurück und konzentrierten sich auf die Weltmeisterschaft 2022.

Die russische Delegation (v. l. n. r.: Witali Mutko, Andrei Arschawin, Igor Schuwalow und Wjatscheslaw Koloskow) feiert den Zuschlag.

Den Gastgeber der WM 2018 gab die FIFA am 2. Dezember 2010 in Zürich bekannt. Russland setzte sich gegen die Gemeinschaftsbewerbungen von Spanien und Portugal, der Niederlande und Belgien sowie die Bewerbung von England durch. Bei der Wahl war eine absolute Mehrheit von zwölf Stimmen erforderlich. Bis diese erreicht wurde, schied pro Runde der Bewerber mit den wenigsten Stimmen aus.[1]

Bewerber 1. Runde 2. Runde Bemerkung
RusslandRussland Russland 9 13
SpanienSpanien Spanien und PortugalPortugal Portugal 7 7 Spanien war Ausrichter der WM 1982, Portugal der EM 2004.
NiederlandeNiederlande Niederlande und BelgienBelgien Belgien 4 2 Belgien war Gastgeber der EM 1972, beide richteten gemeinsam die EM 2000 aus.
EnglandEngland England 2 - England war Ausrichter der WM 1966 und der EM 1996.

Qualifikation und Teilnehmer[Bearbeiten]

An der Weltmeisterschaft werden 32 Verbände teilnehmen. Gastgeber Russland ist automatisch qualifiziert, die restlichen 31 Startplätze werden innerhalb der sechs Kontinentalverbände durch ein Qualifikationsturnier vergeben.

Spielorte[Bearbeiten]

Am 29. September 2012 wurden im Rahmen einer Fernsehshow mit dem FIFA-Präsidenten Sepp Blatter und dem russischen Sportminister Witali Mutko die elf Austragungsorte und zwölf WM-Stadien bekanntgegeben.[2] Danach wurden von der bis dahin vorläufigen Liste die Orte Jaroslawl und Krasnodar gestrichen.[3]

Das Olympiastadion Luschniki in Moskau ist als Austragungsort des Eröffnungsspiels und des Endspiels vorgesehen.[4] Für den Bau und die Renovierung der Stadien wurde ein Budget in Höhe von 3,82 Milliarden US-Dollar veranschlagt.[5] Im Jahr 2010 bezifferte der damalige Ministerpräsident Wladimir Putin die geplanten Investitionen zur „Vorbereitung der Stadien und der umliegenden Infrastruktur“ auf 7,3 Milliarden Euro.[6]

Jekaterinburg Kaliningrad Kasan Nischni Nowgorod
Zentralstadion Königsberg Stadion Kasan-Arena Nizhny Nowgorod Stadion
Kapazität: 44.130
(Umbau)
Kapazität: 45.105
(Neubau)
Kapazität: 45.015
(Neubau)
Kapazität: 44.899
(Neubau)
Zentralstadion (Jekaterinburg) Kazan-arena-stadium.jpg
Moskau
Übersicht der Stadien der WM 2018
Moskau
Olympiastadion Luschniki Spartak-Stadion
Kapazität: 81.000
(Umbau)
Kapazität: 44.918
(Neubau)
Luzhniki Inside View B Stand.jpg Spartak stadium (Otkrytiye Arena). February 2013-inside.jpg
Rostow am Don Samara
Levberdon Arena Samara Stadion
Kapazität: 43.702
(Umbau)
Kapazität: 46.990
(Neubau)
 
 
im Bau
 
 
im Bau
Saransk Sotschi Sankt Petersburg Wolgograd
Yubileyniy Stadion Olympiastadion Sotschi Gazprom-Arena Zentralstadion
Kapazität: 45.015
(Neubau)
Kapazität: 47.659
(Umbau)
Kapazität: 69.500
(Neubau)
Kapazität: 45.015
(Neubau)
im Bau Стадион Фишт.JPG New football stadium construction site in SPB 01.jpg im Bau

Fernsehübertragung[Bearbeiten]

Ausstrahlung[Bearbeiten]

Die ARD zahlte für die Übertragungsrechte laut eines Medienberichts 200 Millionen Euro. Der Sender macht zur Höhe der Ausgaben selbst keine Angaben.[7]

Kritik an Organisation und Umfeld[Bearbeiten]

Im Frühjahr 2014 wurden infolge der Krimkrise und der Ukrainekrise erstmals Stimmen laut, die Fußball-Weltmeisterschaft 2018 zu boykottieren,[8][9] im Juli 2014 äußerten u. a. deutsche Bundestagsabgeordnete massive Kritik an der Vergabe der Weltmeisterschaft an Russland.[10] Der Weltfußballverband erklärte jedoch kurz darauf, am Ausrichter Russland festhalten zu wollen.[11]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Fußball-Weltmeisterschaft 2018 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Nur zwei Stimmen für England. In: kicker.de. Kicker-Sportmagazin, 2. Dezember 2010, abgerufen am 31. Juli 2013.
  2. FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2018™ in elf Spielorten. In: fifa.com. FIFA, 29. September 2012, abgerufen am 21. November 2013.
  3. SID: Fußball: Austragungsstädte der WM 2018 bekannt gegeben. In: zeit.de. Die Zeit, 29. September 2012, abgerufen am 31. Juli 2013.
  4. WM-Finale 2018 im Luzhniki. In: stadionwelt.de. Stadionwelt, 28. April 2011, abgerufen am 31. Juli 2013.
  5. 2018 FIFA World Cup™ Bid Evaluation Report: Russia. In: fifa.com. FIFA, 28. April 2011, abgerufen am 3. Dezember 2010 (PDF; 2,8 MB, englisch).
  6. WM-2018 wird ein teurer Spaß für Russland. In: aktuell.ru. Russland-Aktuell, 3. Dezember 2010, abgerufen am 22. November 2013.
  7.  Hans-Peter Siebenhaar: Finanzielle Höchstleistungen. In: Handelsblatt. Nr. 18, 25./26./27. Januar 2013, ISSN 0017-7296, S. 59.
  8. Krim-Krise: Grüne bringen Boykott der Fußball-WM 2018 ins Spiel - Gazprom streicht Ukraine-Rabatt. In: Wirtschaftsblatt. 4. März 2014, abgerufen am 12. März 2014.
  9. Agence France-Presse: Cohn-Bendit für Boykott der Fußball-WM 2018 in Russland. In: welt.de. Die Welt, 4. März 2014, abgerufen am 27. März 2014.
  10. Politiker stellen Fußball-WM in Russland infrage. In: zeit.de. Die Zeit, 23. Juli 2014, abgerufen am 23. Juli 2014.
  11. Russland bleibt WM-Ausrichter 2018. In: fussball-wm-total.de. 26. Juli 2014, abgerufen am 26. Juli 2014.