Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen

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Fußball- und Leichtathletik-Verband
Westfalen
F+L Verband Westfalen.svg
Gegründet 1946, 1954[1]
Präsident Hermann Korfmacher
Adresse Jakob-Koenen-Str. 2
59174 Kamen
Meister Herren Staffel 1: SV Lippstadt 08
Staffel 2: SG Wattenscheid 09
Pokalsieger Herren Arminia Bielefeld
Meister Frauen FSV Gütersloh II
Pokalsieger Frauen Sportfreunde Siegen
Übergeordneter Verband Westdeutscher Fußball-
und Leichtathletikverband
Untergeordnete Verbände 30 Kreisverbände
Region Karte-DFB-Regionalverbände-WF.png
Vereine (ca.) 2.419*
Mitglieder (ca.) 837.068*
Mannschaften (ca.) 17.685*
*Stand: 2012
Homepage www.flvw.de

Der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen e.V. (kurz: FLVW) ist der Dachverband aller Fußball- und Leichtathletikvereine in Westfalen. Er ist einer der 21 Landesverbände des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und Mitglied des Westdeutschen Fußball- und Leichtathletikverbandes. Sitz des FLVW ist die Sportschule Kaiserau in Kamen. Der FLVW entstand im Jahre 1954 durch den Zusammenschluss des im Jahre 1946 gegründeten Fußball-Verband Westfalen und des Leichtathletik-Verband Westfalen.

Im Fußballbereich sind 837.068 Mitglieder in 2.419 Vereinen mit 17.685 Mannschaften angeschlossen.[2] Damit ist der FLVW nach dem Bayerischern Fußball-Verband der zweitgrößte Landesverband des DFB nach Anzahl der Mitglieder sowie zusätzlich nach dem Niedersächsischen Fußballverband der drittgrößte Landesverband nach Anzahl der Vereine und Mannschaften. Im Leichtathletikbereich sind ca. 152.000 Mitglieder in 670 Vereinen und im Freizeit und Breitensport ca. 42.000 Mitglieder in 325 Vereinen angeschlossen.

Verbandsgebiet[Bearbeiten]

Das Verbandsgebiet des FLVW erstreckt sich im Wesentlichen auf die ehemalige preußische Provinz Westfalen und das Land Lippe und deckt sich mit den Regierungsbezirken Arnsberg, Detmold und Münster. Jedoch kommt es vor, dass einige Vereine aus diesen Regierungsbezirken in anderen Landesverbänden des DFB antreten. Beispiele hierfür sind die Vereine aus Bocholt, die im Spielbetrieb des Fußballverbandes Niederrhein involviert sind. Auch Bottroper Vereine spielen in niederrheinischen Ligen, während der Stadtteil Kirchhellen zu Westfalen gehört.

Das Verbandsgebiet ist seit dem 1. Juli 2013 in 30[3] Kreisverbände unterteilt, die den Fußball-Spielbetrieb sowie die Leichtathletik-Veranstaltungen auf lokaler Ebene organisieren. Die Grenzen der jeweiligen Kreisverbände sind dabei nicht immer deckungsgleich mit den Grenzen der politischen Kreise und kreisfreien Städte Westfalens. Bezirksverbände als Zwischeninstanzen, wie sie in anderen Landesverbänden des DFB teilweise vorhanden sind, gibt es in Westfalen nicht.

Im Zuge der Reform der zur Saison 2012/13 erfolgten überkreislichen Fußball-Spielklassen im Männerbereich[4] war eine Verringerung der Anzahl der Kreisverbände auf 26 entlang der Grenzen der politischen Kreise und kreisfreien Städte Westfalens angedacht. Dies sollte durch Zusammenlegung bzw. durch Aufteilung kleinerer Kreisverbände geschehen. Die angedachte Reform scheiterte jedoch im März 2012 aufgrund erheblicher Widerstände in den Kreisverbänden.[5]

Ligensystem[Bearbeiten]

Männer[Bearbeiten]

Höchste Spielklasse des westfälischen Verbandes ist ab der Saison 2012/13 wieder die im deutschen Ligasystem auf der fünften Stufe angesiedelte Oberliga Westfalen mit einer Sollstärke von 18 Mannschaften. Der Meister und der Vizemeister der Oberliga steigen in die Regionalliga West auf.

Unterhalb der Oberliga ist als zweithöchste Verbandsspielklasse die in zwei Staffeln mit einer Sollstärke von jeweils 16 Mannschaften ausgetragene Westfalenliga angesiedelt. Die Meister der beiden Staffeln steigen in die Oberliga auf, während die jeweils ab Rang 14 platzierten Mannschaften in die Landesliga Westfalen absteigen müssen.

Aus der in vier Staffeln mit einer Sollstärke von jeweils 16 Mannschaften ausgetragenen Landesliga steigen die Meister in die Westfalenliga auf. Sofern nach vollzogenem Auf- und Abstieg in der Westfalenliga noch freie Plätze bis zur Sollstärke zu besetzen sind, qualifizieren sich hier die Gewinner der unter den Vizemeister der Landesligen austragenen Aufstiegsspiele. Aus den Landesligen steigen jeweils die ab Rang 14 platzierten Mannschaften in die Bezirksliga ab.

Unterste Spielklasse des FLVW ist die Bezirksliga Westfalen, die in zwölf Staffeln mit einer Sollstärke von jeweils 18 Mannschaften (ab der Saison 2014/15 nur noch 16 Mannschaften) ausgetragen wird. Die Meister der Bezirksligen steigen in die Landesliga auf. Die Vizemeister ermitteln nach Bedarf weitere Aufsteiger, sofern nach vollzogenen Soll-Auf- und Abstieg zur Landesliga die Sollstärke unterschritten wird. Aus den Bezirksligen steigen jeweils die ab Rang 15 platzierten Mannschaften ab.

Unterhalb der Bezirksliga folgt jeweils die Kreisliga A als höchste Spielklasse der dem FLVW angeschlossenen 33 Kreisverbände. Je nach Größe der Kreisverbände stellen die Kreisligen A einen bis drei Aufsteiger in die Bezirksliga. Drei Aufsteiger stellen die Kreise Bochum, Dortmund und Recklinghausen. Die Kreise Ahaus-Coesfeld, Bielefeld, Gelsenkirchen, Hagen, Münster, Siegen-Wittgenstein und Unna-Hamm schicken jeweils zwei Aufsteiger in die Bezirksliga, während die restlichen Kreise nur einen Aufsteiger stellen. Mit Beginn der Saison 2013/14 wird die Zahl der Aufsteiger von derzeit insgesamt 46 Mannschaften auf dann nur noch 36 Mannschaften reduziert.[6]

Sämtliche Spielklassen des FLVW werden Jahr für Jahr nach geographischen Gesichtspunkten neu eingeteilt. Eine direkte Zuordnung der Aufsteiger aus den Kreisverbänden zu einzelnen Staffeln der Bezirksliga gibt es ebenfalls nicht. Sofern in einer Saison die Sollstärke einzelner Staffeln über- oder unterschritten wird, erhöht oder reduziert sich die Anzahl der Absteiger aus dieser Staffeln entsprechend, damit in der Folgesaison die Sollstärke wieder erreicht wird.[7]

Ebene Spielklasse
5 Oberliga Westfalen
18 Mannschaften
Platz 1-2: Aufsteiger zur Regionalliga West
Platz 13-16: mögliche Absteiger
Platz 17-18: Absteiger
6 Westfalenliga
2 Staffeln zu je 16 Mannschaften
Platz 1: Aufsteiger
Platz 2: möglicher Aufsteiger
Platz 14-16: Absteiger
7 Landesliga
4 Staffeln zu je 16 Mannschaften
Platz 1: Aufsteiger
Platz 2: möglicher Aufsteiger
Platz 14-16: Absteiger
8 Bezirksliga
12 Staffeln zu je 18 Mannschaften
Platz 1: Aufsteiger
Platz 2: möglicher Aufsteiger
Platz 15-18: Absteiger
↑ 1 bis 3 Mannschaften pro Kreisverband
9 Kreisliga A
33 Kreisverbände mit jeweils 1-3 Staffeln der Kreisliga A
10 Kreisliga B
11 Kreisliga C
nicht in allen Kreisverbänden
12 Kreisliga D
nicht in allen Kreisverbänden

Frauen[Bearbeiten]

Höchste Spielklasse bei den Frauen ist die Westfalenliga. Im Gegensatz zur Westfalenliga der Männer ist die Westfalenliga der Frauen eingleisig. Der Meister steigt in die Regionalliga West auf, während die drei letztplatzierten Mannschaften in die Landesliga absteigen müssen. Die Landesliga der Frauen ist in drei Staffeln zu je 14 Mannschaften eingeteilt. Die Meister steigen auf, während die Vizemeister bei Bedarf weitere Aufsteiger ermitteln. Die zwei letztplatzierten Mannschaften steigen ab. Unterhalb der Landesliga folgt die Bezirksliga mit sechs Staffeln. Hier steigen die Meister in die Landesliga auf, während die drei letztplatzierten Mannschaften absteigen.

Unterste Spielklasse ist die Kreisliga. Da nicht jeder der 33 Kreisverbände ausreichend Mannschaften für eigene Kreisligen hat bilden mehrere Kreise gemeinsame Kreisligen. In der Saison 2010/11 gibt es 21 Kreisligen, deren Meister in die Bezirksliga aufsteigen.

Ebene Spielklasse
4 Westfalenliga
14 Mannschaften
Platz 1: Aufsteiger zur Regionalliga West
Platz 12-14: Absteiger
5 Landesliga
3 Staffeln zu je 14 Mannschaften
Platz 1: Aufsteiger
Platz 13-14: Absteiger
6 Bezirksliga
6 Staffeln zu je 14 Mannschaften
Platz 1: Aufsteiger
Platz 12-14: Absteiger
7 Kreisliga
21 Staffeln der 33 Kreisverbände
Platz 1: Aufsteiger

Präsidium[Bearbeiten]

  • Präsident: Hermann Korfmacher, Gütersloh
  • Vizepräsident Fußball: Manfred Schnieders, Salzkotten
  • Vizepräsident Leichtathletik: Hans-Gerhard Schulz, Recklinghausen
  • Vizepräsident Finanzen: Peter Wolf, Lüdenscheid
  • Vizepräsident Jugend: Manfred Deister, Gütersloh
  • Vizepräsident Freizeit- und Breitensport: Klaus Jahn, Ibbenbüren
  • Direktor: Carsten Jaksch-Nink, Kamen

Verwaltungsrat[Bearbeiten]

Kreisverbände[Bearbeiten]

  • K1 - Ahaus/Coesfeld
  • K2 - Lüdenscheid
  • K3 - Arnsberg
  • K4 - Beckum
  • K5 - Bielefeld
  • K6 - Bochum
  • K7 - Hochsauerlandkreis
  • K8 - Paderborn
  • K10 - Detmold
  • K11 - Dortmund
  • K12 - Gelsenkirchen
  • K13 - Hagen
  • K14 - Herford
  • K15 - Herne
  • K16 - Höxter
  • K17 - Iserlohn
  • K18 - Lemgo
  • K19 - Lippstadt
  • K20 - Lübbecke
  • K21 - Lüdinghausen
  • K23 - Minden
  • K24 - Münster
  • K25 - Olpe
  • K27 - Recklinghausen
  • K28 - Siegen-Wittgenstein
  • K29 - Soest
  • K30 - Steinfurt
  • K31 - Tecklenburg
  • K32 - Unna/Hamm
  • K34 - Gütersloh

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Präambel FLVW-Satzung, aufgerufen 11. Mai 2010
  2. DFB-Mitglieder-Statistik 2012 (PDF; 448 kB)
  3. flvw.de: Ständige Konferenz ebnet Weg für Kreiszusammenschlüsse
  4. flvw.de: Die neue Spielklassenstruktur
  5. Der Westen.de, gesichtet 17. März 2012
  6. Reduzierung der Aufsteiger aus den Kreisen des FLVW in die Bezirksliga ab der Saison 2013/2014
  7. Auf- und Abstiegsregelung 2012/13

Weblinks[Bearbeiten]