Fußball in der Türkei

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Fußball ist die beliebteste Sportart in der Türkei. Der türkische Fußballbund wurde im Jahre 1923 gegründet und seit 1959 werden die professionellen Ligaspiele in der Süper Lig ausgetragen. Die türkische Nationalmannschaft feierte ihren größten Erfolg bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2002, als sie den 3. Platz erreichte.

Geschichte[Bearbeiten]

Die ersten Entwicklungen[Bearbeiten]

Der heutzutage im Alltag die Aufmerksamkeit großer Bevölkerungsgruppen auf sich ziehende Fußball wurde in der türkischen Geschichte unter den im mittelasiatischen Raum lebenden Turkvölkern als Tepük (alttürkisch für: Tritt bzw. Fußtritt) sehr bekannt und war ein beliebtes Spiel. Tepük als Spiel fand als erstes seinen Platz in der türkischen Geschichte.[1][2][3] Den Höhepunkt erreichte Tepük, als es an die in den europäischen Staaten geltenden Regeln angepasst wurde und seitdem unter dem modernen Namen Futbol gespielt wird.

Im Gegensatz zu Tepük erlangte das moderne Fußballspiel in der Türkei unter den Türken einen genau umgekehrten Einzug in die türkische Geschichte. Kurz vor Ende des damaligen Osmanischen Reiches war der Sultan strikt dagegen, dass Jugendliche oder Erwachsene sich trafen und an vereinsähnlichen Aktivitäten teilnahmen. Das war nur den damals in der Türkei lebenden Ausländern erlaubt, sehr zum Leidwesen der türkischen Fußballfans. Deshalb waren die ersten Fußballspieler Ausländer oder Muslime anderer Länder. Sie gründeten auch die ersten Fußballclubs in der Türkei.

Die 1890 in Izmir lebenden und mit Wirtschaft beschäftigten englischen Familien Giraud Whittal und Charnaud hatten in ihrer Freizeit Fußball gespielt und waren die Vorreiter des türkischen Fußballs. Gleich darauf wurde um 1895 von den in Istanbul lebenden Fußballbegeisterten Engländern unter der Schirmherrschaft des englischen Anwalts Henry Pears und James Lafontaine die erste Fußballmannschaft unter dem Namen F.C.WIEN gegründet.

Zu dieser Zeit durften die türkischen Fußballfans ihr Interesse nicht zeigen und wegen der Verbote traute sich niemand in der Öffentlichkeit das Wort Fußball auch nur zu erwähnen. Trotz der Verbote gründeten der damalige Matrosenlehrling Fuat Hüsnü (Kayacan) und der damals im Außenministerium tätige Resat Bey (Dalyan) 1899 den Fußballclub der Black Stocking (Schwarze Socken) und 1901 den ersten türkischen Fußballclub, dessen Mannschaft erstmals aus Türken bestand und Kadiköy Futbol Club hieß. Die Spieler hießen Fuat Hüsnü, Reşat, Kemani, Fahri, Nurettin, Hafiz Mehmet, F.Mustafa, Emcet, Tamburinspieler Osman Pehlivan und Sevki.

Black Stocking verlor sein erstes Spiel gegen die byzantinische Mannschaft Kadiköy Rum (griechisch) mit 1:5. Erst als das Spiel zu Ende war, bemerkten die Palastwächter, dass die Mannschaft von Black Stocking Türken waren. Da es ihnen verboten war Fußball zu spielen, wurden sie festgenommen und anschließend verbannt. Die Mannschaft existierte damit nicht mehr. Nur Fuat Hüsnü gelang es zu entkommen, er spielte später unter dem Decknamen Bobby in der englischen Fußballmannschaft Kadiköy F.C unbemerkt weiter.

1902 wurde unter der Schirmherrschaft von Mr. James Lafontaine und Mr. Horace Armitage die erste offizielle Mannschaft in der Türkei in Kadiköy von Engländern und Griechen gegründet und hieß Cadikoey Football Club (Kadiköy Futbol Club). Bald darauf wurde von den Engländern die Moda F.C. und von den Griechen die Elpis F.C., und Imogene F.C. die den Namen der englischen Botschaftsyacht trug, gegründet. Somit existierten im Jahre 1904 in Istanbul vier Fußballmannschaften. Im gleichen Jahr fanden in Izmir die ersten Ligaspiele statt. In Istanbul gründeten die vier Fußballclubs mit James Lafontaine als Präsidenten die Istanbul Futbol Liga und vereinbarten immer Sonntags zu spielen. Deshalb wurde sie auch Sonntags-Liga genannt. Aus diesem Anlass hat Mr. Henry Pears einen wertvollen Silber-Pokal aus England einführen lassen um den Pokal nach 10 Jahren an den Ligabesten zu geben. Die Ligaspiele wurden auf dem Platz des heutigen Fenerbahçe-S.K.-Stadions, der damals Papazın Çayırı (dt.: Priester-Wiese) hieß, gespielt.

Die ersten Ligaspiele[Bearbeiten]

Die ersten Zuschauer der Sonntags-Ligaspiele waren zum größten Teil Engländer und Griechen. Nur wenige Türken befanden sich unter ihnen. Mit der Zeit wurde das Fußballspiel vom Gesetz her und von Sultan Abdülhamid II. jedoch lockerer gesehen. Dadurch ermutigt wurden neue türkische Fußballclubs in İzmir und İstanbul gegründet.

Von den Schülern des Galatasaray Sultans Kolleg wurde 1905 eine Mannschaft ohne Clubnamen gegründet. Zu den Spielern gehörten Ali Sami (Yen), Asim Tevfik (Sonumut), Emin Bülent (Serdaroglu), Bekir (Sitki), Nikolof (Kaptan), Tahsin Nahit und Abidin Daver. Da es sich um Schüler des Galatasaray-Gymnasiums handelte, tauften die Zuschauer die Mannschaft in Galatasaray Istanbul.

Nach der Gründung von Galatasaray Istanbul wurde in Kadiköy vom Saint Joseph Kolleg der Türkischlehrer Ender, Hintli Asaf (der Inder), Nurizade Ziya, Galip, Nasuhi, Sevkati, Elkatipzade Mustafa und sein Bruder Haldun, Hakki Saffet, Ayetullah, Hasan und Hüseyin Bey ein neuer Fußballclub gegründet. So entstand 1907 der Fenerbahçe Istanbul.

Etwa ein Jahr später wurden mit der Bekanntgabe der 2. Konstitutionellen Regierungsperiode Vefa Istanbul und Beykozspor gegründet, womit sich der türkische Fußball seine Existenz sicherte. Der 1903 gegründete Beşiktaş Gymnastik Club nahm im Jahre 1915 den Beşiktaş Istanbul in seine Aktivitäten auf und hatte damit einen neuen Fußballclub geschaffen. 1912 wurde durch den Fenerbahçe, Türk Idman Ocagi und andere Organisationen die Freitagsliga gegründet. Wegen des Balkankrieges konnten sie ihre Aktivitäten erst 1915 aufnehmen. Die Gründung der Freitagsliga zog das Interesse der Sonntagsligisten auf sich. Mit Beginn des Ersten Weltkrieges löste sich die Sonntagsliga auf, worauf sich die türkischen Fußballclubs in Gruppen teilten und die İstanbul Fußballvereinigungsliga und die İstanbul Champions-Liga gegründeten. 1915/1916 wurden diese beiden Ligen vereint und in der Freitagsliga neu organisiert. 1918 wurden von dem aus Beşiktaş stammenden Seref Bey die Freitagsliga und die Türk İdman Birliği Liga vereint.

In der Entwicklungsphase des türkischen Fußballs wurde sehr hart gespielt, da die Regeln nicht genug bekannt waren. So wurden beispielsweise sehr hohe Bälle geschlagen, ein Gruppenangriff auf den Torwart gestartet und gegnerische Spieler durch offensichtliches Beinstellen zu Fall gebracht; dies galt als Erfolg. Die Schiedsrichter kannten in dieser Zeit die Regeln kaum. Die Spiele fanden meistens ohne Seitenschiedsrichter statt oder es wurde einem Fußballfan ein weißes Tuch in die Hand gedrückt, der dann die Aufgaben des Seitenschiedsrichters übernahm. Sowohl die Fußballplätze als auch die Spielgeräte entsprachen in keiner Weise den Regeln. Mit der Zeit aber wurde das technische Spielverständnis immer wichtiger. Die türkische Nationalmannschaft hatte in dieser Zeit ihre erste ausländische Begegnung und spielte gegen die Nationalelf der Rumänen 2:2 unentschieden.

Etwas später spielte die rumänische Nationalelf gegen Galatasaray Istanbul und verlor 4:7. Im Jahre 1921 hatten die Istanbuler Auswahlmannschaften gegen mehrere mitteleuropäische Fußballclubs gespielt und dabei fiel deutlich auf, dass das Fußballspiel in der Türkei weit hinter dem europäischen Fußball zurücklag. Diese Amateurbegegnungen waren für den türkischen Fußball sehr lehrreich.

Gründung des Fußball-Verbandes und der Süper Lig[Bearbeiten]

Logo des Fußballverbandes

In der Gründungsphase der türkischen Republik wurden für den türkischen Fußball viele wichtige Entscheidungen getroffen. So wurde 1922 durch die Gründung der „Türkiye Idman Cemiyeti Ittifaki“ (Liga) ein Wendepunkt erreicht und 1923 die „Türkiye Futbol Federasyonu“ (etwa: Türkische Fußball Föderation) gegründet. Sie wurde im gleichen Jahr als Mitglied in die FIFA aufgenommen. Somit errang der türkische Fußball im ganzen Land eine große Bekanntheit und wurde dabei immer wirtschaftlicher. Die beiden Istanbuler Amateurligen spielten bis 1952, danach fanden die Istanbul professionelle Ligaspiele statt.[4] Im Jahre 1959 wurde dann die erste türkische Profiliga, die Süper Lig, gegründet. Diese Liga wird seitdem landesweit mit 18 Mannschaften in der höchsten Spielklasse ausgespielt.

Manipulationsskandal in der Saison 2010/2011[Bearbeiten]

In der Saison 2010/2011 gab es in der Türkei einen Betrugsskandal im Profifußball. Im Laufe der Ermittlungen wurden auch gegen Vereinsfunktionäre Haftstrafen verhängt, insgesamt mussten sich 93 Angeklagten vor Gericht verantworten. In der damaligen Saison hatte sich Fenerbahçe den Titel am letzten Spieltag gegen Sivasspor gesichert, auch diese Partie soll manipuliert gewesen sein. Die UEFA reagierte, indem sie die beteiligten Clubs zeitweise von der Teilnahme am Europacup ausschloss.

Profifußball[Bearbeiten]

Spor Toto Süper Lig[Bearbeiten]

Die höchste türkische Spielklasse ist die Süper Lig, bei der 18 Mannschaften um die Meisterschaft spielen. Seit Gründung der Liga schafften es bislang nur fünf Vereine die Meisterschaft zu erobern: die drei Istanbuler-Topklubs Galatasaray Istanbul (19 Meistertitel), Fenerbahçe Istanbul (18) und Beşiktaş Istanbul (13), Trabzonspor (6), welcher zwischen 1976 und 1984 ihre erfolgreichsten Jahre feiern konnte, sowie Bursaspor (1).

Aufgrund ihrer langjährigen Überlegenheit in der türkischen Meisterschaft werden Galatasaray, Fenerbahçe und Beşiktaş auch als die „3 Großen“ bezeichnet. Ergänzt durch Trabzonspor, das in den letzten Jahrzehnten ebenfalls fast immer in der Ligaspitze mitspielte, spricht man von den „4 Großen“. Diese vier Vereine haben auch traditionell die größte Anhängerschaft aller türkischen Vereinsmannschaften.

Momentan liegt die Türkei auf Rang 11 der UEFA-Fünfjahreswertung. Dadurch qualifiziert sich der Meister direkt für die UEFA Champions League. Der Zweitplatzierte spielt in den Play-offs um den Einzug in die Champions League. Der Tabellendritte und der Pokalsieger qualifizieren sich für die UEFA Europa League.

Ligen-System der TFF[Bearbeiten]

Stufe Liga/Division(en)
1 Spor Toto Süper Lig

18 Vereine

2 Bank Asya 1. Lig

18 Vereine

3 Türkiye Futbol Federasyonu 2. Lig Kirmizi Grup

18 Vereine

Türkiye Futbol Federasyonu 2. Lig Beyaz Grup

18 Vereine

4 Türkiye Futbol Federasyonu 3. Lig 1. Grup

18 Vereine

Türkiye Futbol Federasyonu 3. Lig 2. Grup

18 Vereine

Türkiye Futbol Federasyonu 3. Lig 3. Grup

18 Vereine

5 Bölgesel Amatör Lig 1. Grup

10 Vereine

Bölgesel Amatör Lig 2. Grup

10 Vereine

Bölgesel Amatör Lig 3. Grup

12 Vereine

Bölgesel Amatör Lig 4. Grup

11 Vereine

Bölgesel Amatör Lig 5. Grup

12 Vereine

Bölgesel Amatör Lig 6. Grup

12 Vereine

Bölgesel Amatör Lig 7. Grup

12 Vereine

Bölgesel Amatör Lig 8. Grup

13 Vereine

Bölgesel Amatör Lig 9. Grup

13 Vereine

Bölgesel Amatör Lig 10. Grup

12 Vereine

Bölgesel Amatör Lig 11. Grup

14 Vereine

Bölgesel Amatör Lig 12. Grup

12 Vereine

6-8 Ligen auf provinzieller Ebene. Jede Provinz hat mindestens eine eigene Liga

Die Türkischen Pokalwettbewerbe[Bearbeiten]

Ziraat Türkiye Kupası[Bearbeiten]

Der Ziraat Türkiye Kupası ist der nationale Pokalbewerb der Türkei, welcher seit 1962 ausgespielt wird. Der Pokalsieger qualifiziert sich als dritter Vertreter für die UEFA Europa League und bestreitet gegen den türkischen Meister das Finalspiel um den türkischen Supercup. Rekordpokalsieger ist mit 14 Titeln Galatasaray Istanbul, gefolgt von Trabzonspor und Beşiktaş Istanbul (beide 7) und Fenerbahçe Istanbul (4). Aktueller Pokalsieger ist Trabzonspor, welcher das Finale im Jahre 2010 gegen Fenerbahçe mit 3:1 gewinnen konnte.

Türkiye Süper Kupası[Bearbeiten]

Die Türkiye Süper Kupası (deutsch: Türkischer Supercup) ist der zweite offizielle türkische Pokalwettbewerb, der einmal im Jahr ausgetragen wird. Das Spiel zwischen dem Meister der vergangenen Saison und dem Pokalsieger oder Pokalfinalist findet vor Beginn der neuen Saison statt. Der Wettbewerb wird seit 2006 ausgetragen und bislang fanden drei Endspiele in Deutschland statt. Rekordsieger ist Fenerbahçe Istanbul mit zwei gewonnen Titeln.

Europapokal[Bearbeiten]

Champions League[Bearbeiten]

Seit 1997 ist eine türkische Mannschaft ununterbrochen in der Champions League dabei. Für die stärksten Auftritte einer türkischen Mannschaft in diesem Wettbewerb sorgte Galatasaray. Die Istanbuler zählen mit 20 Champions-League-Teilnahmen zu den am häufigsten vertretenen Mannschaften in der Königsklasse. Ihren ersten großen Erfolg feierten sie in der Saison 1988/89, als sie überraschenderweise das Halbfinale erreichten. Besonders bemerkenswert war das Viertelfinale, als sie sich dem damaligen Spitzenverein Neuchâtel Xamax in der Schweiz mit 0:3 geschlagen geben mussten und durch ein sensationelles 5:0 in der türkischen Heimat das Hinspielresultat doch noch wettmachen konnten. Im Halbfinale scheiterten sie dann an Steaua Bukarest mit 1:1 und 1:4. In der Saison 2000/01 sorgten sie als amtierender UEFA-Cup-Sieger für Furore. Nachdem sie die Gruppenphase mit SK Sturm Graz, den Glasgow Rangers und dem AS Monaco überstanden hatten, erreichten sie die 2. Gruppenphase der Champions-League. Dort konnten sie vor heimischer Kulisse durch starke Auftritte gegen AC Mailand, Deportivo La Coruña und Paris St. Germain sensationell das Viertelfinale erreichen. Auch dort stellten sie ihre Heimstärke unter Beweis und gewannen gegen den haushohen Favoriten Real Madrid mit 3:2, schieden aber im Rückspiel mit 0:3 aus. Zuvor stellte die Mannschaft im Jahre 2000 einen Rekord auf: Sie gewannen 11 von 15 Spielen in der Königsklasse.

Fenerbahçe Istanbul konnte in der Saison 07/08 ebenfalls einen Erfolg in der Champions League verzeichnen. Der Klub erreichte in der Gruppenphase hinter Inter Mailand den zweiten Platz und qualifizierte sich so für das Achtelfinale. Hier bezwang man den FC Sevilla im Elfmeterschießen. Im Viertelfinale war dann gegen den FC Chelsea Schluss, in der Vereinsgeschichte der bisherig größte Erfolg bei europäischen Veranstaltungen.

Für die Champions League konnte sich auch der dritte Istanbuler Topklub Beşiktaş mehrmals qualifizieren, jedoch konnte er dabei keine großen Erfolge feiern.

UEFA-Pokal[Bearbeiten]

Als bislang einzige Mannschaft aus der Türkei gewann Galatasaray Istanbul im Jahre 2000 den UEFA-Cup (heute Europa League). Nach einem mäßigen Auftritt in der Champions League, qualifizierten sich die Istanbuler als Gruppendritter für die 3. Runde des UEFA-Cups. Dort gelangen Galatasaray souveräne Siege gegen FC Bologna, Borussia Dortmund, RCD Mallorca und Leeds United, womit sie erstmals das Finale erreichen konnten. Dort spielten sie 120 Minuten lang gegen das höher eingeschätzte Team Arsenal London mit 0:0, bis sie im Anschluss das Elfmeterschießen mit 4:1 gewannen und die Trophäe für sich behaupten konnten.

Auch Beşiktaş konnte in der Saison 2002/03 im UEFA-Pokal überzeugen: Nach Siegen gegen FK Sarajevo, Deportivo Alavés, Dynamo Kiew und Sparta Prag, erreichten sie erstmals das Viertelfinale. Lazio Rom stellte sich damals als eine Nummer zu groß für Beşiktaş heraus, weshalb sie nach zwei Niederlagen ausscheiden mussten. Fenerbahçe hat in der Saison 2006/07 im UEFA-Pokal die K.-o.-Runde erreicht.

Für die größte Überraschung eines Underdogs sorgte Gençlerbirliği Ankara in der Saison 2003/04: Sie bezwangen die UEFA-Cup-Favoriten Blackburn Rovers, Sporting Lissabon und AC Parma souverän und erreichten das Achtelfinale. Dort besiegten sie den FC Valencia (der noch im selben Jahr den UEFA-Pokal holen konnte) mit 1:0, schieden aber im Rückspiel unglücklich nach Verlängerung aus.

UEFA-Supercup[Bearbeiten]

Galatasaray Istanbul konnte im Jahre 2000 den UEFA Super Cup holen. Sie bezwangen den damaligen Champions-League-Sieger Real Madrid mit 2:1 und holten damit ihren zweiten europäischen Pokal.

Sonstiges[Bearbeiten]

Abgesehen Galatasaray Istanbul, Göztepe İzmir und Fenerbahce Istanbul erreichte keine andere türkische Mannschaft ein Halbfinale eines UEFA-Wettbewerbs.

1967 gewannen Fenerbahçe Istanbul und 1994 Samsunspor den Balkanpokal, ein Turnier, das von Vertretern aus der Türkei, Griechenland, Bulgarien, Rumänien, Albanien und dem ehemaligen Jugoslawien zwischen 1960 bis 1994 ausgespielt wurde.

Kayserispor qualifizierte sich 2006 über den UEFA Intertoto Cup für die zweite Qualifikationsrunde des UEFA-Pokals.

Statistik[Bearbeiten]

Die erste Spalte zeigt die Position der Mannschaften untereinander und die Position in der Ewigen Tabelle der UEFA.

Rang
Türkei/UEFA
Verein Teil-
nahmen
Spie-
le
G U V Torver-
hältnis
Tordiffe-
renz
Punk-
te
1./29. Galatasaray SK.svg Galatasaray Istanbul 41 250 95 65 90 351:360 -9 350
2./75. Fenerbahce Spor Kulubu.svg Fenerbahçe Istanbul 62 190 67 37 86 237:294 -57 238
3./70. Besiktas JK.svg Beşiktaş Istanbul 36 164 60 30 74 205:240 -35 210
4./107. Trabzonspor.svg Trabzonspor 26 99 38 27 34 125:134 -9 141
5./318. Göztepe.png Göztepe İzmir 7 30 10 2 18 36:49 -13 32
6./373. Gaziantepspor kulubu.svg Gaziantepspor 4 16 6 6 4 21:13 +8 24
7./386 Bursaspor Logo.svg Bursaspor 6 24 6 5 13 27:25 -18 23
8./391. Genclerbirligi.svg Gençlerbirliği Ankara 4 16 6 4 6 18:15 +3 22
9./453. Eskisehirspor.svg Eskişehirspor 6 18 4 4 10 17:31 -14 16
10./534. Denizlispor Kulübü.png Denizlispor 1 8 3 2 3 9:12 -3 11
11./552. Ankaragucu.svg MKE Ankaragücü 5 12 3 1 8 5:21 -16 10
12./561. Antalyaspor.svg Antalyaspor 1 4 3 0 1 9:6 +3 9
13./581. Altay.svg Altay İzmir 6 12 2 3 7 14:32 -18 9
14./595. Kocaelispor.svg Kocaelispor 3 8 2 2 4 4:9 -5 8
15./584. Kayserispor.png Kayserispor 2 6 2 2 2 9:7 +2 8
16./726. Kayseri Erciyesspor.svg Kayseri Erciyesspor 1 4 1 1 2 4:11 -7 4
17./650. Adanaspor Adana Spor Kulubu.svg Adanaspor 3 6 1 1 4 6:20 -14 4
18./748. Istanbulspor.svg Istanbulspor 1 2 1 0 1 4:4 ±0 3
19./765. Malatya Spor Kulubu.svg Malatyaspor 1 2 1 0 1 2:3 -1 3
20./796. Sakaryaspor.svg Sakaryaspor 1 4 1 0 3 3:7 -4 3
21./797. Orduspor.svg Orduspor 1 2 1 0 1 2:6 -4 3
22./861. Mersin Idmanyurdu SK.svg Mersin İdman Yurdu 1 2 0 1 1 0:1 -1 1
23./946. Boluspor.svg Boluspor 1 2 0 0 2 0:4 -4 0

Stand: 14. November 2013

Die Türkische Fußballnationalmannschaft[Bearbeiten]

Die Türkische Fußballnationalmannschaft ist die vom Nationaltrainer getroffene Auswahl der besten türkischen Fußballspieler. Sie repräsentiert den Türkischen Fußballverband (TFF) auf internationaler Ebene, zum Beispiel in Freundschaftsspielen gegen die Auswahlmannschaften anderer nationaler Verbände, aber auch bei der Europameisterschaft des europäischen Kontinentalverbandes UEFA oder der Fußball-Weltmeisterschaft der FIFA.

Die größten der Türkei waren bislang der 3. Platz bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2002 in Japan & Südkorea und der Einzug in das Halbfinale der Fußball-Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz.

Teilnahme an den Fußball-Weltmeisterschaften[Bearbeiten]

Jahr Gastgeber Ergebnis S U N Tore
1954 Schweiz Gruppenphase 1 0 2 10:11
2002 Japan und Südkorea Platz 3 4 1 2 10:6

Teilnahme an den Fußball-Europameisterschaften[Bearbeiten]

  • Elfmeterschießen ist als Sieg oder Niederlage gewertet, siehe 2008
Jahr Gastgeber Ergebnis S U N Tore
1996 England Gruppenphase 0 0 3 0:5
2000 Belgien und Niederlande Viertelfinale 1 1 2 3:4
2008 Österreich und Schweiz Halbfinale 3 0 2 8:9

Teilnahme am Konföderationen-Pokal[Bearbeiten]

Jahr Gastgeber Ergebnis S U N Tore
2003 Frankreich Platz 3 2 1 2 8:8

Stadien[Bearbeiten]

Die größte Spielstätte der Türkei ist das neugebaute Atatürk-Olympiastadion in Istanbul, welches 76.092 Zuschauer fasst. Das Stadion wurde von der UEFA als Fünfsternestadion ausgezeichnet und ist das achtgrößte Stadion Europas. Damals galt das Stadion als Heimstätte für den türkischen Fußballclub Galatasaray Istanbul, jedoch spielt die Mannschaft aufgrund mangelnder Beliebtheit bei den Fans wieder im Ali-Sami-Yen-Stadion. Galatasaray bestreitet wegen der wenigen Plätze im Ali-Sami-Yen-Stadion seine Champions-League-Spiele weiterhin dort, das Stadion wird hauptsächlich für die Länderspiele der Türkei genutzt. Im Atatürk-Olympiastadion wurde das Champions-League Finale 2005 zwischen den FC Liverpool und dem AC Mailand ausgetragen.

Zu den weiteren bekannten türkischen Stadien zählt das Şükrü-Saracoğlu-Stadion, das Inönü-Stadion und das Ali-Sami-Yen-Stadion, welche alle in Istanbul liegen. Das Şükrü-Saracoğlu-Stadion und das Inönü-Stadion sollen nach Vereinsinformationen erneuert werden. Fenerbahçe möchte das Şükrü-Saracoğlu-Stadion mit einem Schiebedach erneuern und die Kapazität vergrößern. Beşiktaş möchte seine Heimstätte ebenfalls mit mehr Plätzen ausstatten und komplett überdachen. Galatasaray verließ 2011 das Ali-Sami-Yen-Stadion. In Seyrantepe (Istanbul) wurde den Rot-Gelben ein modernes Stadion gebaut, es fasst 52.650 Zuschauerplätze. Das Stadion heißt Türk Telekom Arena. In Kayseri wurde im März 2009 mit dem Kayseri-Kadir-Has-Stadion ein modernes Stadion mit einer Kapazität von 32.864 Plätzen fertiggestellt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. hurriyet.com.tr: "Bin yıldır ’tepük’lüyoruz" (abgerufen am 11. Oktober 2013)
  2. radikal.com.tr: "Futbol kulübü değil tepük ocağı!" (abgerufen am 11. Oktober 2013)
  3. vatanbir.org: "Futbolun Atası: TEPÜK" (abgerufen am 11. Oktober 2013)
  4. Türkcity.de: Die türkische Fußball-Geschichte