Fuchs (Adelsgeschlecht)

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Stammwappen der von Fuchs
Hartung Fuchs von Dornheim († 1512), Hofmeister des Fürstbischofs von Speyer, Epitaph in der Stiftskirche (Landau in der Pfalz). Rechts oben das mütterliche Wappen der Herren von Venningen
Jakob Fuchs von Wonfurt, († 1558), Würzburg Dom

Die Fuchs von Bimbach sind ein fränkisches Adelsgeschlecht, das 1220 mit Albertus Vulpes (Vulpes = Fuchs) erstmals urkundlich [1] genannt wird. Bei Biedermann wird diese Familie nur bis 1293 zurückgeführt.

Geschichte[Bearbeiten]

Grabmal der Anastasia Fuchs von Rügheim in der Kirche zu Aschbach, rechts oben das Wappen der Förtsch von Thurnau

In einer Urkunde vom 9. November 1699 wurde der würzburgische Oberst Reinhold Fuchs und dessen älterer Bruder Christoph Ernst in den Reichsfreiherrenstand erhoben und die Wappenvereinigung mit dem erloschenen Geschlecht Rosenberg auf Stetten und Waldmannshoffen bestätigt.

Christoph Ernst von Fuchs zu Bimbach und Dornheim (1664–1719) wurde 1705 durch Kaiser Joseph I. in den Reichsgrafenstand erhoben. Er war würzburgischer Geheimer Rat, Obrist, Kämmerer, kaiserlicher wirklicher Geheimer Rat und Gesandter im Niedersächsischen Kreis. Er heiratete 1710 Karoline von Mollard, die spätere Obersthofmeisterin Kaiserin Maria Theresias. Aus der Ehe gingen zwei Töchter hervor, so dass die gräfliche Linie der Familie von Fuchs bereits mit ihnen wieder erlosch[2] (Information zu weiblichen Nachkommen siehe auch: Štěkeň).

Die männliche Linie der Fuchs von Bimbach erlosch mit Dietrich (Dieter) Julius Freiherr Fuchs von Bimbach (* 24. Oktober 1913 in Bamberg, † 30. August 1987). Seine Enkelin Stephanie Fuchs von Bimbach (* 9. September 1972) führt den Namen jedoch in weiblicher Linie weiter.[3]

Die Linien der Fuchs benannten sich jeweils nach ihren Wohnsitzen.

  • Fuchs von Bimbach († 1987) katholische Linie
  • Fuchs von Bimbach († ????) gräfliche Linie
  • Fuchs von Burgpreppach (alter Name: Breitbach) († 16. Jahrhundert) [4]
  • Fuchs von Diebach [5]
  • Fuchs von Dornheim
  • Fuchs von Lemnitz
  • Fuchs von Rügheim [6]
  • Fuchs von Schneeberg (Schneiberg)
  • Fuchs von Schweinshaupten (1408-1651)
  • Fuchs von Stockheim (1220-?) [7]
  • Fuchs von Wallburg und Gleisenau († 1704) evangelische Linie
  • Fuchs von Wonfurt (1330-1593) [8]

Bekannte Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Johann Philipp Fuchs von Bimbach
  • Hans Philipp Fuchs von Bimbach (* 1567(?); † 27. August 1626 in der Schlacht bei Lutter), Kriegsobrist und Geheimrat, Erbauer von Schloss Unterschwaningen, dänischer General unter Christian IV. von Dänemark
  • Andreas Fuchs von Bimbach, Hochfürstlich Pfalz-Neuburgischer Statthalter zu Neuburg und Pfleger Graisbach
  • Hans Friedrich Fuchs von Wallburg (* 1596; † 1641), Landmarschall der Oberpfalz. Während der Gegenreformation wurde er von Herzog Maximilian I. von Bayern aus der Oberpfalz vertrieben.
  • Eitel Heinrich Fuchs von Bimbach zu Gleisenau (* 1624; † 1674), Ritterhauptmann des fränkischen Ritterkantons Baunach. Bestattet und Grabmal erhalten in der Kirche zu Burgbreitbach
  • Christoph Ernst Graf Fuchs von Bimbach (* 1664; † 1719 in Hamburg), Stifter der gräflichen Linie. Würzburgischer Geheimer Rat, Obrister, und Kämmerer, Kaiserlich wirklicher geheimer Rat und Gesandter im Niedersächsischen Kreis. Durch Kaiser Joseph 1705 in den Grafenstand erhoben. Bestattet wurde er in Altona.
  • Ludwig Reinhold Fuchs von Bimbach zu Gleisenau (* 1666; † 1704 in der Schlacht bei Rain am Lech), Würzburgischer Generalmajor und Obrister
  • Reinhold Fuchs von Bimbach (* 21. Mai 1845 in Würzburg; † 27. Juli 1903 in Berlin), K.B. Kommandeur und Generalleutnant, Excellenz, Präses der Königlich preußischen Artillerieprüfungskommission
  • Ludwig Fuchs von Bimbach und Dornheim (* 1833, † 1900), 1895–1900 Regierungspräsident von Niederbayern

Besitzungen (Auszug)[Bearbeiten]

Ehemals im Besitz (Auszug)[Bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten]

Das Stammwappen zeigt in Gold einen springenden roten Fuchs. Auf dem Helm mit rot-goldenen Decken ein gestulpter roter Hut, auf dem ein Fuchs sitzt.

Gebessertes Wappen der Fuchs von Bimbach[Bearbeiten]

Geviert 1 und 4 in Gold ein springender roter Fuchs, 2 und 3 geteilt und 5 mal von Rot und Silber gespalten. Zwei Helme; auf dem rechten mit rot-goldenen Decken ein gestulpter roter Hut, auf dem ein Fuchs sitzt, auf dem linken mit rot-silbernen Decken eine rote Rose zwischeneinem rechts roten, links silbernen Schwanenhalse. Schildhalter: 2 widersehende goldene Greife.[22]

Gebessertes Wappen des Fürstbischofs Georg IV. Fuchs von Rügheim[Bearbeiten]

Geviert 1 und 4 in Gold ein schwarzer Löwe rotgezungt und rotbewehrt, darüber ein silberner Schrägrechtsfaden, Bistum Bamberg, 2 und 3 in Gold ein springender roter oder natürlicher Fuchs. Stammwappen der Fuchs von Rügheim.

Historische Wappenbilder[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Original im HauptStaatsarchiv Stuttgart, Hohenloher Urkundenbuch I. 30
  2. www.worldhistory.de, Zugriff am 16. September 2012
  3. Stephanie Fuchs von Bimbach
  4. Burgreppach - Breitbach
  5. Fuchs von Diebach
  6. Wappenbeschreibung Fuchs von Rügheim
  7. Fuchs von Stockheim
  8. Schloss Wonfurt
  9. Ritterkapelle Haßfurt
  10. Jakob Fuchs von Wallburg
  11. Antswind
  12. Schloss Biebergau
  13. Burgreppach
  14. Schloss Cronheim
  15. Schloss Gleisenau
  16. Schloss Neusath
  17. Schloss Neuese am Sand
  18. Obereisenheim
  19. Eintrag über Schloss Seibersdorf auf Burgen-Austria
  20. Schloss Wisentheid
  21. Schloss Zeilitzheim
  22. Bild: Wappen der Fuchs von Bimmbach

Literatur[Bearbeiten]

  • Der in Bayern immatrikulierte Adel. Band 9. S. 155. Band 13. S. 398.
  • Johann Gottfried Biedermann: Geschlechtregister der Ritterschaft Franken Orts Baunach. Bayreuth 1747. Tafel 57–62.
  • Norbert Haas: Grabdenkmäler im Innern und Äusseren der Oberen Pfarre zu unserer lieben Frau zu Bamberg.
  • Genealogisches Handbuch des Adels. Adelslexikon. Band III. Band 61 der Gesamtreihe. C. A. Starke Verlag. Limburg (Lahn) 1975. ISSN 0435-2408.
  • Andreas Flurschütz da Cruz: Zwischen Füchsen und Wölfen. Konfession, Klientel und Konflikte in der fränkischen Reichsritterschaft nach dem Westfälischen Frieden. Konstanz 2014. ISBN 978-3-86764-504-1.
  • Samuel Abraham Lauterbach: Historische Nachrichten von einigen Vornehmen und Gelehrten, welche den Geschlechts-Nahmen Fuchs führten. Digitalisat

Weblinks[Bearbeiten]