Fuchs’ Knabenkraut

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Fuchs’ Knabenkraut
Dactylorhiza fuchsii - vööthuul-sõrmkäpp Pakri.jpg

Fuchs’ Knabenkraut (Dactylorhiza fuchsii)

Systematik
Familie: Orchideen (Orchidaceae)
Unterfamilie: Orchidoideae
Tribus: Orchideae
Untertribus: Orchidinae
Gattung: Knabenkräuter (Dactylorhiza)
Art: Fuchs’ Knabenkraut
Wissenschaftlicher Name
Dactylorhiza fuchsii
Druce ex Soó

Das Fuchs’ Knabenkraut (Dactylorhiza fuchsii) auch Fuchs’ Fingerknabenkraut gehört zur Familie der Orchideen (Orchidaceae). Die Art ist nach dem Tübinger Medizinprofessor Leonhard Fuchs, Verfasser zahlreicher medizinischer Werke und Autor der berühmten Kräuterbücher, benannt.

Beschreibung[Bearbeiten]

Habitus und Blätter[Bearbeiten]

Das Fuchs’ Knabenkraut ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von etwa 20 bis 90 Zentimetern erreicht. Der markige Stängel ist nicht hohl. Die Laubblätter werden 5 bis 10 (bis 12) cm lang, die Spitze des obersten Laubblattes ist bei dieser Art weit vom Blütenstand entfernt. Die Laubblätter sind oberseits dunkelgrün, unterseits heller und besitzen meist querovale Flecke. Die unteren Blätter sind rosettig gehäuft, das unterste Laubblatt ist auffallend kurz und stumpf.

Blütenstand und Blüten[Bearbeiten]

Der dichte und reichblütige Blütenstand ist anfangs kegel-, dann walzenförmig. Die Blüten sind dunkelviolett, seltener weiß und mehr oder weniger mit Punkten und Strichen, meistens auch mit einem symmetrischen Schleifenmuster auf der Lippe gezeichnet. Die Deckblätter sind meist kürzer als die Blüte. Die Lippe ist kleiner als beim Gefleckten Knabenkraut (Dactylorhiza maculata) und tiefer dreiteilig eingeschnitten. Die Mittellappen sind vorgezogen und mehr als halb so groß wie ein Seitenlappen. Die Blütezeit ist von Juni bis Juli.

Vorkommen und Verbreitung[Bearbeiten]

Als Standort werden Wälder, frische Wiesen, Flach- und Quellmoore von der collinen bis subalpinen Höhenstufe bevorzugt. Diese Art ist in Österreich mäßig häufig, über die genaue Verbreitung gibt es noch keine genauen Angaben.

Taxonomie[Bearbeiten]

Unter Taxonomen herrscht Uneinigkeit, ob Fuchs’ Knabenkraut tatsächlich – wie hier beschrieben – eine eigene Art oder nur eine Unterart oder gar nur Varietät der sehr variablen Flecken-Fingerwurz ist.[1] Einige Florenwerke führen die Sippe demgemäß als Teil von Dactylorhiza maculata s. lat. an.[2]

Bilder[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Manfred A. Fischer, Josef Fally: Pflanzenführer Burgenland, Deutschkreutz 2006, S. 254, ISBN 3-901573-09-7
  2. Z.B.: M. A. Fischer, K. Oswald, W. Adler: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. Dritte Auflage, Land Oberösterreich, Biologiezentrum der OÖ Landesmuseen, Linz 2008, S. 1055, ISBN 978-3-85474-187-9

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Fuchs’ Knabenkraut (Dactylorhiza fuchsii) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien