Fuchsberg (Teunz)

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49.49361111111112.393888888889518Koordinaten: 49° 29′ 37″ N, 12° 23′ 38″ O

Fuchsberg
Gemeinde Teunz
Höhe: 518 m
Eingemeindung: 1978
Postleitzahl: 92552
Vorwahl: 09671
Fuchsberg (Bayern)
Fuchsberg

Lage von Fuchsberg in Bayern

Fuchsberg (2013)
Jakobikirche Fuchsberg (2011)

Fuchsberg ist ein Ortsteil der Gemeinde Teunz und war früher eine eigenständige Gemeinde. Am 1. Mai 1978 erfolgte die Eingliederung in die Gemeinde Teunz im ostbayerischen Landkreis Schwandorf. Seit dem 1. Januar 1974 sind die Gemeinden Teunz, Gleiritsch, Niedermurach und Winklarn in der Verwaltungsgemeinschaft Oberviechtach zusammengeschlossen.

Geografie[Bearbeiten]

Fuchsberg liegt in der Region Oberpfalz-Nord im nordöstlichen Teil des Landkreises Schwandorf südwestlich der Erhebung Platte. Der Ort auf 500 m Höhe ist über die Kreisstraße SAD 43 Teunz–Fuchsberg–KühriedWildstein zu erreichen.

Geschichte[Bearbeiten]

Fuchsberg war früher ein Rittergut, über dessen Entstehung wenig bekannt ist. An der heutigen Schlossbrauerei Fuchsberg [1] befinden sich eine Mauer und ein Graben aus dem Mittelalter. Das Rittergeschlecht der Zenger [2] ist ab 1321 auf Fuchsberg nachweisbar. Im 15. Jahrhundert folgten die Muracher. Im 16. bis zum 18. Jahrhundert sind die Satzenhofer [3] aufgeführt. Das Gut Ödmiesbach, zu dem Steinach bei Gleiritsch gehörte, war bis 1604 Bestandteil der Hofmark Fuchsberg [4]. Zur Hofmark Fuchsberg gehörten 1770 insgesamt 63 Anwesen [5].

Gemeinde Fuchsberg[Bearbeiten]

Gemeindebildung[Bearbeiten]

Das Königreich Bayern wurde 1808 in 15 Kreise eingeteilt. Diese Kreise wurden nach französischem Vorbild nach Flüssen benannt (Naabkreis, Regenkreis, Unterdonaukreis, usw.)[6]. Die Kreise gliederten sich in Landgerichtsbezirke. Die Bezirke wiederum sollten in einzelne Gemeindegebiete eingeteilt werden.

Fuchsberg wird Gemeinde[Bearbeiten]

Die Gemeinde Fuchsberg war seit 1820/21 Bestandteil des Landgerichts Neunburg vorm Wald, ab 1840 gehörte sie zum Landgericht Oberviechtach. Zur politischen Gemeinde Fuchsberg mit 49 Familien gehörten die Ortschaften Haidhof mit einer Familie und Ziegelhäusl mit 2 Familien [7]. Im Jahre 1880 kam Haidhof im Tausch von der Gemeinde Fuchsberg zur Gemeinde Wildstein, während Hebermühle zur Gemeinde Fuchsberg wechselte [8].

Bevölkerungsentwicklung in der Gemeinde Fuchsberg[Bearbeiten]

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden

  • 1840 361
  • 1900 321
  • 1919 315
  • 1939 274 und
  • 1975 253 Einwohner gezählt [9].

Auflösung der Gemeinde Fuchsberg[Bearbeiten]

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs war die Gemeinde Fuchsberg zwischen 1946 und 1948 der Gemeinde Teunz zugeordnet, erhielt aber dann wieder ihre Eigenständigkeit [10]. Am 1. Mai 1978 kam es zur Auflösung der Gemeinde Fuchsberg, zu der die Heberlmühle und die Tannenschleife gehörten. Die Ortschaften wurden nach Teunz eingemeindet. Die Gemeinde Teunz ist der Verwaltungsgemeinschaft Oberviechtach angeschlossen.

Bildung[Bearbeiten]

Vorschulkinder sind im Kindergarten in Teunz untergebracht. Die Schüler aus Fuchsberg besuchen die Grundschule in Teunz und die Doktor-Eisenbarth-Mittelschule in Oberviechtach. Eine Realschule befindet sich in Nabburg und eine Wirtschaftsschule in Weiden; Gymnasien gibt es in Oberviechtach, Nabburg und Weiden. Die Schulwege können nur mit Bussen zurückgelegt werden.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • St. Jakob, Kirche am Jakobsweg
  • Schloss Fuchsberg
  • Von der in südwestlicher Richtung einen Kilometer entfernten Jakobskirche kommt der Fränkische Jakobsweg, der mit einer weißen Muschel auf hellblauem Grund markiert ist. Er führt am Fuchsberger Badeweiher vorbei nach Süden. Nächste Station ist das drei Kilometer südlich von Fuchsberg liegende Teunz.[11]

Vereine[Bearbeiten]

Bildergalerie[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Georg Hager: Die Kunstdenkmäler des Königreichs Bayern, Oberpfalz und Regensburg, VII Bezirksamt Oberviechtach, München 1906
  • Emma Mages: Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 61, Oberviechtach, München 1996, ISBN 3-7696-9693-X
  • Alois Köppl: Teunz, Die Gemeinde Teunz aus der Vogelperspektive, Gleiritsch 2013, ISBN 978-3-00-044012-0
  • Bavaria, Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern, Bd. V, Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern, München 1867
  • Kapellenbauverein Fuchsberg: Kapellenführer, 2000
  • Fränkischer Albverein (Hrsg.): Auf dem Jakobsweg von Tillyschanz über Schwandorf nach Nürnberg. Verlag Seehars, 97215 Uffenheim 1997, ISBN 3-927598-22-4

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Köppl, Alois, Teunz, 2013, S. 24
  2. Staatsarchiv Amberg, Standbuch 238, 78
  3. Georg Hager, Die Kunstdenkmäler des Königreichs Bayern, Oberpfalz und Regensburg, VII Bezirksamt Oberviechtach, München 1906, S. 16
  4. Staatsarchiv Amberg, Landsassen, Nummer 3
  5. Emma Mages Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 61, Oberviechtach, München 1996, S. 110
  6. Emmering, Ernst, Die Regierung der Oberpfalz, Geschichte einer bayerischen Mittelbehörde, Beiträge zur Geschichte und Landeskunde der Oberpfalz, Heft 20, Regensburg 1981, S. 12 ff.
  7. Mages, Emma, Historischer Atlas von Bayern, Oberviechtach, Teil Altbayern, Heft 61, München 1996, S. 207 f.
  8. Kapellenbauverein Fuchsberg, Kapellenführer, Zur Geschichte von Schloss und Ortschaft Fuchsberg, S. 9
  9. Bavaria, Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern, Bd. V, Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern, München 1867, Nr. 192 und Nr. 260
  10. Kapellenbauverein Fuchsberg, Kapellenführer, Zur Geschichte von Schloss und Ortschaft Fuchsberg, S. 9
  11. Fränkischer Albverein(Hrsg.): Auf dem Jakobsweg von Tillyschanz über Schwandorf nach Nürnberg. Verlag Seehars, 97215 Uffenheim 1997, ISBN 3-927598-22-4, S. 22

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Fuchsberg (Teunz) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien