Fuchshofen

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Fuchshofen (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Fuchshofen
Fuchshofen
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Fuchshofen hervorgehoben
50.4288888888896.8513888888889262Koordinaten: 50° 26′ N, 6° 51′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Ahrweiler
Verbandsgemeinde: Adenau
Höhe: 262 m ü. NN
Fläche: 2,84 km²
Einwohner:

90 (31. Dez. 2011)[1]

Bevölkerungsdichte: 32 Einwohner je km²
Postleitzahl: 53533
Vorwahl: 02693
Kfz-Kennzeichen: AW
Gemeindeschlüssel: 07 1 31 022
Adresse der Verbandsverwaltung: Kirchstraße 15
53518 Adenau
Webpräsenz: www.fuchshofen.de
Ortsbürgermeister: Wolfgang Heinisch
Lage der Ortsgemeinde Fuchshofen im Landkreis Ahrweiler
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Über dieses Bild

Fuchshofen ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Adenau an.

Inhaltsverzeichnis

Geographie[Bearbeiten]

Fuchshofen liegt acht Kilometer nordwestlich der Stadt Adenau auf der rechten Seite der Ahr. Die Ortschaft erstreckt sich auf einem von Süden nach Norden steil abfallenden Gelände und umfasst dabei Höhenlagen zwischen 265 m ü. NN und 310 m ü. NN. Unmittelbar nordöstlich erhebt sich oberhalb des Ahrtals der Schellenberg (325 m ü. NN), südöstlich der Bergrücken des Eulenkopf (467 m ü. NN). Das Gemeindegebiet lässt sich naturräumlich dem Dümpelfelder Ahrtal zuordnen.

Geschichte[Bearbeiten]

Früher bildete die heutigen Nachbargemeinde Reifferscheid mit Fuchshofen eine eigene Gemeinde, die bis 1794 zum kurkölnischen Amt Nürburg gehörte. Der Zeitpunkt der ersten Besiedelungen von Fuchshofen ist unbekannt, es wird aber von der römischen oder fränkischen Zeit ausgegangen. Urkundlich belegt werden konnte der Ort erst 1768, als der Reifferscheider Müller Johann Michael die Regierung in einem Brief die Erlaubnis ersuchte, in Fuchshofen eine Mahl- und Ölmühle zu errichten. Aus dem Brief geht hervor, dass die „Voishof“ genannte Ortschaft aus sieben Häusern besteht und keine Mahlmühle habe, weshalb die Genehmigung zum Bau einer solchen umgehend erteilt wurde.

Die Zugehörigkeit zu Reifferscheiden versuchten die Fuchshofener Bürger Anfang des 19. Jahrhunderts zu beenden, als sie in einem Antrag die Loslösung von Reifferscheid und die Bildung einer eigenen Gemeinde forderten. Bei der Anhörung von Deputierten beider Orte 1839 vor der Bezirksregierung in Koblenz wurde jedoch keine Einigung erreicht. Schließlich kam es erst nach 1862 zur Erhebung Fuchshofens zur eigenen Gemeinde, nachdem der Streit über die Besitztümer, Ländereien und Waldungen geschlichtet worden war.

1909 wurde die Bahnstrecke Dümpelfeld–Jünkerath gebaut, wobei auch Fuchshofen beteiligt war und auf Gebiet der Gemeinde ein Tunnel gebaut wurde. Beim Hochwasser im Jahre 1910 starben zahlreiche Bahnarbeiter. Die Fuchshofener Brücke stürzte teilweise ein, als eine Kantine an dieser zerschellte.

Während des Zweiten Weltkrieges wurden im Fuchshofener Tunnel der Bahnstrecke V1- und V2-Raketen deponiert und später von Tondorf, Rohr und Lommersdorf abgeschossen. Aufgrund der im Krieg strategisch wichtigen Lage Fuchshofens wurden 80 % der Häuser des Ortes zerstört.

Statistik zur Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Fuchshofen, die Werte bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2]

Jahr Einwohner
1939 72
1950 84
1961 105
1970 114
1987 107
2005 102

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Fuchshofen besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[3]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

St. Josef in Fuchshofen

Im 18. Jahrhundert sahen Stiftungen die Einrichtung einer Kapelle vor; das Geld wurde aber zunächst für den Unterhalt eines Winterlehrers verwendet. Schließlich kam es 1874 zur Errichtung der Filialkirche St. Josef.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Fuchshofen

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Fuchshofen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland nach Bevölkerung am 31.12.2011 auf Grundlage des Zensus 2011 und früherer Zählungen (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2009, Stadt- und Gemeinderatswahlen