Fuldaaue (Kassel)

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Lage der Fuldaaue im Stadtgebiet Kassel

Die Fuldaaue ist ein Naherholungsgebiet im südöstlichen Teil der Stadt Kassel. Sie wurde Ende der 1970er Jahre für die Bundesgartenschau 1981 als innerstädtischer Park am östlichen Ufer der Fulda angelegt. Im Volksmund wird das Gelände deshalb auch Buga genannt.

Geographische Lage[Bearbeiten]

Karte des Naherholungsgebiets Fuldaaue

Die Fuldaaue liegt im Stadtteil Waldau. Sie verläuft im Norden vom östlichen Fuldaufer in Höhe der Schwimmbadbrücke entlang eines Fußweges nach Osten bis zur Einmündung in den Waldauer Fußweg. Dieser bildet die östliche Grenze des Geländes. Im Süden wird das Gebiet durch die Damaschkestraße begrenzt. Im Westen stellt das östliche Ufer der Fulda einschließlich der so genannten verlängerten Regattastrecke die Begrenzung dar[1]. Durch zwei Fußgängerbrücken über die Fulda ist die Fuldaaue mit der Karlsaue verbunden. Auf dem Gelände befindet sich ein künstlich angelegter Baggersee, im Volksmund Buga-See genannt.

Naturschutz[Bearbeiten]

Hinweistafel im Naturschutzgebiet Fuldaaue

Das gesamte Gelände der Fuldaaue ist Teil des Landschaftsschutzgebietes „Stadt Kassel“, zu dem u. a. auch die Karlsaue und die Dönche gehören[2]. Der nördliche Teil des Buga-Sees ist zudem ausgewiesenes Naturschutzgebiet mit dem Zweck ein Brut-, Rast- und Überwinterungsgebiet für zahlreiche zum Teil bestandsgefährdete Wasservogelarten nachhaltig zu sichern[3]. Es ist Bestandteil des europäischen Vogelschutzgebiets „Fuldaaue um Kassel“[4]

Nutzung[Bearbeiten]

Der im Mittelpunkt der Fuldaaue stehende BUGA-See besitzt mehrere Strände und dient im Sommer als Badesee. Der BUGA-See entstand als in den 1960er Jahren in den Fuldaauen Kies abgegraben wurde und sich die Grube in der Folge mit Grundwasser füllte. Die umgebenden Anlagen und Badestrände wurden 1980 fertiggestellt. Der See liegt 138 m ü. NN hat eine Fläche von 33,7 ha, eine maximale Tiefe von 6,78 m und eine mittlere Tiefe von 3,35 m.[5] Im westlichen Teil der Fuldaaue befindet sich ein größerer Spielplatz, der zum Teil als Wasserspielplatz ausgelegt ist. Die anderen Teile der Grünanlage werden häufig zum Grillen oder Sport treiben genutzt. Die Fuldaaue erfüllt trotz Eingriffs durch den Menschen (Parkplätze, Bootshäuser, Campingplatz, etc.) den natürlichen Zweck des Hochwasserschutzes als Überschwemmungsgebiet. Da es sich bei der Fuldaaue um eine zum Teil fast ursprüngliche Landschaft handelt, versuchen die meisten Anlieger bzw. Nutzer wie z.B. der ortsansässige Angelverein oder der Kasseler Entwässerungsbetrieb, die Aue in ihrer Ursprünglichkeit zu erhalten und eine Renaturierung voranzutreiben, um den Lebensraum für seltene und gefährdete Flora und Fauna zu sichern.

Weblinks[Bearbeiten]

Messwerte und Badegewässerprofil des Buga-Sees - Hessisches Landesamt für Umwelt und Geologie

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Fuldaauen-Ordnung, Stadt Kassel - Der Magistrat -
  2. VO über das Landschaftsschutzgebiet „Stadt Kassel“ vom 16. August 1995, StAnz. 37/1995 S. 3006
  3. VO über das Naturschutzgebiet „Fuldaaue“ vom 14. Dezember 1984, StAnz. 53/1984 S. 2673
  4. Erhaltungsziele für das Vogelschutzgebiet "Fuldaaue um Kassel", Hessisches Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
  5. Hessisches Landesamt für Umwelt und Geologie: BUGA-See

51.2944444444449.5027777777778Koordinaten: 51° 17′ 40″ N, 9° 30′ 10″ O