Fuldatal

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Fuldatal
Fuldatal
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Fuldatal hervorgehoben
51.3788888888899.5255555555556246Koordinaten: 51° 23′ N, 9° 32′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Kassel
Landkreis: Kassel
Höhe: 246 m ü. NHN
Fläche: 33,68 km²
Einwohner: 11.942 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 355 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 34233,
34127 (Am Sandkopf)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 0561
Kfz-Kennzeichen: KS, HOG, WOH
Gemeindeschlüssel: 06 6 33 009
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Am Rathaus 9
34233 Fuldatal
Webpräsenz: www.fuldatal.de
Bürgermeister: Karsten Schreiber (CDU)
Lage der Gemeinde Fuldatal im Landkreis Kassel
Bad Karlshafen Gutsbezirk Reinhardswald Trendelburg Trendelburg Hofgeismar Hofgeismar Oberweser Oberweser Wahlsburg Reinhardshagen Liebenau Grebenstein Immenhausen Fuldatal Espenau Vellmar Calden Breuna Zierenberg Zierenberg Ahnatal Habichtswald Wolfhagen Naumburg Bad Emstal Schauenburg Baunatal Fuldabrück Lohfelden Söhrewald Helsa Kaufungen Nieste Niestetal KasselKarte
Über dieses Bild

Fuldatal ist eine Gemeinde im Landkreis Kassel in Nordhessen (Deutschland).

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Fuldatal liegt direkt nordöstlich von Kassel am Südrand des Reinhardswalds. Es befindet sich am linksseitigen Ufer der Fulda, in die im Gemeindegebiet die den Ortsteil Simmershausen durchfließende Espe und der den Ortsteil Knickhagen durchlaufende Osterbach sowie im Ortsteil Wilhelmshausen der Mühlbach und am östlichen Dorfrand der Elsterbach münden. Das Gemeindegebiet erstreckt sich auf 125 bis 301 m ü. NN.

Umfangreiche, die Landschaft belebende Wasserflächen bedecken 70 ha = 2,1 % der Gemeindefläche. Die Ortsteile Wahnhausen und Wilhelmshausen liegen direkt an der Fulda. Diese wird durch die große Staustufe Wahnhausen zu einem langgestreckten und durch die kleine Staustufe Wilhelmshausen zu einem kleineren See aufgestaut.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Fuldatal grenzt im Norden an die Stadt Immenhausen und das gemeindefreie Gebiet Gutsbezirk Reinhardswald (beide im Landkreis Kassel), im Osten an die Städte Hann. Münden und Staufenberg (beide im Landkreis Göttingen in Niedersachsen), im Süden an die kreisfreie Stadt Kassel, sowie im Westen an die Stadt Vellmar und die Gemeinde Espenau (beide im Landkreis Kassel).

Gliederung[Bearbeiten]

Zu Fuldatal gehören diese Gemeindeteile:

Geschichte[Bearbeiten]

Fuldatal entstand durch die Verwaltungsgebietsreform am 1. Januar 1970 mit dem freiwilligen Zusammenschluss der bis dahin selbständigen Gemeinden Ihringshausen, Simmershausen, Wahnhausen, Knickhagen und Wilhelmshausen.[2] Am 1. August 1972 wurde die Gemeinde Rothwesten durch Landesgesetz in die Gemeinde Fuldatal eingegliedert.[3] Seither ist insbesondere das der Stadtgrenze am nächsten gelegene Ihringshausen durch Eigenheimbildung und Suburbanisierung an die Stadt Kassel herangewachsen. Im Bereich des Fuldatals wurden seit den späten 1990er Jahren weitere Baugebiete ausgewiesen und durch den Bau einer Ortsumgehungsstraße das ursprüngliche Schocketal großräumig zerschnitten. Der Standort der Bundespolizei (ehemals Bundesgrenzschutz) hat ihren Sitz zwischen dem Vellmarer Ortsteil Frommershausen und Ihringshausen-West. Auf der Verbindung zwischen den beiden Gemeinden befinden sich auch Gewerbeansiedlungen, die den Bereich an der Schnellbahntrasse nach Göttingen weiter verdichtet haben. Die Mohrenkopffabrik Edsch war in diesem Bereich ein beliebter Einkauf für die Familien und Veranstalter. Im Bereich in Richtung Simmershausen befindet sich die Rheinhardswaldschule und ein von einem Verein betriebenes Gelände zur Umwelt- und Wasserschutzerziehung. Das Technische Hilfswerk (THW) hatte hier ursprünglich auch eine Niederlassung.

Politik[Bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 27. März 2011 lieferte folgendes Ergebnis: [4]

Kommunalwahl 2011
 %
50
40
30
20
10
0
41,7 %
28,3 %
19,0 %
6,2 %
4,8 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
± 0,0 %p
-5,8 %p
+7,2 %p
+1,3 %p
-2,7 %p
Parteien und Wählergemeinschaften %
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 41,7 15 41,7 15 51,1 19
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 28,3 11 34,1 13 28,7 11
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 19,0 7 11,8 4 8,5 3
FWG Freie Wählergemeinschaft Fuldatal 6,2 2 4,9 2 3,4 1
FDP Freie Demokratische Partei 4,8 2 7,5 3 8,3 3
Gesamt 100,0 37 100,0 37 100,0 37
Wahlbeteiligung in % 51,8 50,1 56,5

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Bahnhof Fuldatal-Ihringshausen

Ihringshausen ist ein Industrie- und Gewerbestandort und Oberzentrum mit sozialer, wirtschaftlicher und kultureller Grundversorgung und Bahnstation an der Hannöverschen Südbahn. Vorwiegend Wohnorte mit Freizeitangeboten und Erholungsmöglichkeiten sind Knickhagen, Rothwesten, Simmershausen, Wahnhausen und Wilhelmshausen.

Im Ortsteil Rothwesten befindet sich die Fritz-Erler-Kaserne, die 2007 von der Bundeswehr geräumt wurde. 118 ha ehemaliges Kasernengelände sowie 77 ha Standortübungsplatz stehen für zivile Nachnutzungen zur Verfügung.

In Fuldatal befindet sich ebenfalls die Direktion Bundesbereitschaftspolizei und die Fliegerstaffel der Bundespolizei.

Im Ortsteil Ihringshausen befindet sich außerdem der Hauptsitz der Rohloff AG.[5] Dieses Unternehmen stellt insbesondere die Nabenschaltung Speedhub 500/14 her.

Durch den Ortsteil Wilhelmshausen führen folgende Radwanderwege:

Sehenswertes[Bearbeiten]

Zu den Sehenswürdigkeiten Fuldatals gehören:

Sonstiges[Bearbeiten]

  • In Fuldatal findet jedes Jahr der Fuldataler Triathlon statt, der 2011 bereits zum achten Mal ausgetragen wurde. Starter haben die Auswahl zwischen der Olympischen, der Sprint- und Volksdistanz. Weiterhin gibt es eine Kids-Staffel und die Möglichkeit in einer Staffel an der Volksdistanz teilzunehmen.[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Erlass des Hessischen Ministers des Innern vom 17. Dezember 1969 — IV A 22 — 3 k 08/05 — 4/69 — Betrifft: Zusammenschluß der Gemeinde Ihringshausen, Knickhagen, Simmershausen, Wahnhausen und Wilhelmshausen im Landkreis Kassel zu der neuen Gemeinde „Fuldatal“ (StAnz. 1/1970 S. 6)
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 401.
  4. Wahlergebnis auf hsl.de
  5. http://www.rohloff.de/
  6. http://www.fuldataler-triathlon.de

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Fuldatal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien