Fumin (Rebsorte)

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Fumin ist eine autochthone Rotweinsorte der alpinen Region Aostatal in Norditalien. In der Vergangenheit wurde sie laut Giovanni Dalmasso häufig mit der Sorte Freisa verwechselt. Im Jahr 1970 wurde sie in die italienische Sortenliste Catalogo nazionale delle variatà di viti aufgenommen.

Die spätreifende wuchskräftige Sorte ergibt Weine mit einem sehr hohen Säuregehalt und kräftigen Tanninen. Daher wurden die Weine in der Hauptsache als Verschnittweine genutzt , umsomehr der Fumin aufgrund seines roten Fruchtfleischs auch als Färbertraube eingesetzt werden kann. Erst in den letzten 10 Jahren (Stand 2005) beherrscht man die Sorte weinbautechnisch und bietet sortenreine Rotweine an. Die Ergebnisse sind erstklassig und zählen mittlerweile zu den typischsten und originellsten Erzeugnissen im Aostatal. Kleinste Bestände sind auch in der Schweiz bekannt. (0,1 Hektar, Stand 2007, Quelle: Office fédéral de l'agriculture OFAG [1])

Herkunft[Bearbeiten]

Fumin gehört zu einer Gruppe von Rebsorten, die sich in der geographischen Insellage der Alpenregionen Italiens und des Wallis in der Schweiz halten konnten. Zu dieser Gruppe gehören die folgenden Sorten:

rote Sorten weiße Sorten
Bonda Completer
Cornalin Himbertscha
Cornalin d'Aoste Humagne Blanche
Crovassa Lafnetscha
Durize Petite Arvine
Eyholzer Planscher
Fumin Prié Blanc
Goron de Bovernier Rèze
Mayolet
Ner d'Ala
Petit-Rouge
Prëmetta/Prié rouge
Roussin
Roussin de Morgex
Vien de Nus
Vuillermin

Synonyme[Bearbeiten]

Keine bekannt

Siehe auch[Bearbeiten]

Abstammung[Bearbeiten]

autochthone Rebsorte des Aostatals

Phänologische Werte[Bearbeiten]

Die Werte wurden zwischen 1994 und 1998 im Ortsteil Hospice auf einer Höhe von 600 m ü. NN erhoben:

  • Austrieb: 5. April
  • Blüte: 4. Juni
  • Reife: 23. August
  • Ernte: 22. Oktober

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Das Weinjahr 2008 (PDF), Herausgeber Office fédéral de l'agriculture OFAG

Literatur[Bearbeiten]

  •  Pierre Galet: Dictionnaire encyclopédique des cépages. 1. Auflage. Hachette Livre, 2000, ISBN 2-0123633-18.
  •  Jancis Robinson: Das Oxford Weinlexikon, 3. überarbeitete Ausgabe. 1. Auflage. Gräfe und Unzer Verlag, München, 2007, ISBN 978-3-8338-0691-9.
  • Giulio Moriondo: Vini e Vitigni Autoctoni della Valle d'Aosta Institut Agricole Régional, 139 Seiten