Funkadelic

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Funkadelic war eine afroamerikanische Funkband, die in den 1970er und 1980er Jahren erfolgreich war. Zu ihren Mitgliedern gehörte u. a. der Funk-Bassist Bootsy Collins.

Ursprünglich waren Funkadelic die Hintergrund-Band für The Parliaments, eine Vokal-Gruppe um den Begründer George Clinton, die sich später Parliament nannten. Im Rahmen der Namensschwierigkeiten um die Gruppe (ca. 1969) benannte sie sich im Zuge der psychedelischen Mode Ende der 1960er Jahre stilgerecht um und praktizierte einen anderen Musikstil, bis der Name Parliament wieder benutzt werden durfte. Ab diesem Zeitpunkt existierten beide Gruppen, Parliament und Funkadelic, gleichzeitig und brachten bei verschiedenen Labels Veröffentlichungen heraus, was in den 1970er Jahren absolut unüblich war. Ende der 1970er Jahre führte diese Veröffentlichungspolitik zu zahlreichen, miteinander verbundenen Gerichtsprozessen, die schließlich die inoffizielle Auflösung dieser Band zur Folge hatten (Teile davon wurden unter anderem als P-Funk All Stars wiederbelebt). Die letzte Langspielplatte By Way of the Drum wurde um 1988 aufgenommen, aber erst 2007 herausgebracht, da die Plattenfirma sich keinen kommerziellen Erfolg davon versprach. Bei allen Veröffentlichungen danach handelte es sich um Best Ofs, Greatest Hits und dergleichen in immer wieder neuen Kombinationen.

Ansonsten ist die Unterscheidung schwierig, da bei Veröffentlichungen und Live-Auftritten Funkadelic praktisch aus derselben Besetzung wie Parliament bestand. Allerdings war ihr Musikstil mehr am Rock orientiert als bei Parliament. Sie gelten somit als Vorläufer des Funk Rocks bzw. des Crossovers.

1997 wurde die Band in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen[1].

Diskografie[Bearbeiten]

Aufgelistet nach Veröffentlichungsjahr, Titel und Label:

  • 1970 – Funkadelic (Westbound)
  • 1970 – Free Your Mind... And Your Ass Will Follow (Westbound)
  • 1971 – Maggot Brain (Westbound)
  • 1972 – America Eats Its Young (Westbound)
  • 1973 – Cosmic Slop (Westbound)
  • 1974 – Standing on the Verge of Getting It On (Westbound)
  • 1975 – Funkadelic's Greatest Hits (Westbound)
  • 1975 – Let's Take It to the Stage (Westbound)
  • 1976 – Hardcore Jollies (Priority)
  • 1976 – Tales of Kidd Funkadelic (Westbound)
  • 1977 – The Best of the Early Years, Vol. 1 (Westbound)
  • 1978 – One Nation Under a Groove (Warner)
  • 1979 – Uncle Jam Wants You (Warner)
  • 1981 – Connections & Disconnections (LAX) – hier handelt es nicht um ein Funkadelic-Album, sondern um eines der Funkadelics (einer Splittergruppe, bestehend aus drei Ex-Mitgliedern, die 42,9 % – drei Siebtel – des Namens Funkadelic für sich beanspruchten)
  • 1981 – The Electric Spanking of War Babies (Warner)
  • 1981 – Who's a Funkadelic? (same as Connections and Disconnections) (Rhino) (siehe oben Connections & Disconnections)
  • 1993 – Music for your Mother (Westbound)
  • 1994 – Best of Funkadelic (1976–1981) (Charly)
  • 1994 – Hardcore Funk Jam (Charly)
  • 1996 – Live: Meadowbrook, Rochester, Michigan 12th September 1971 (Westbound)
  • 1997 – Finest (Westbound)
  • 1997 – Ultimate Music Club
  • 1998 – The Very Best of Funkadelic (Charly)
  • 1999 – Best (Neon)
  • 2000 – Funk Gets Stronger (Recall)
  • 2000 – Funk Gets Stronger (double album) (Recall)
  • 2000 – The Funkadelic Collection, Vol. 1 (Westbound)
  • 2000 – The Funkadelic Collection, Vol. 2 (Dressed to Kill)
  • 2000 – The Original Cosmic Funk Crew (Metro Music)
  • 2000 – Cosmic Slop (Castle Pie)
  • 2000 – Suitably Funky (Dressed to Kill)
  • 2001 – The Legends Collection (Dressed to Kill)
  • 2007 – By Way of the Drum (Hip-O-Select Collection / Geffen)

DVD[Bearbeiten]

  • George Clinton & Parliament-Funkadelic – Live at Montreux 2004

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Rock and Roll Hall of Fame Funkadelic in der Rock and Roll Hall of Fame