Funkloch

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Dieser Artikel befasst sich mit der Abschattung von Funkwellen. Für den Wuppertaler Ortsteil siehe Funkloch (Wuppertal).

Ein Funkloch/Funkschatten ist ein räumlicher Bereich, in dem eine Verbindung zwischen einem Sender und einem Empfänger nicht möglich ist. Von Funklöchern spricht man bei Radio- und Fernsehempfang, im Mobilfunkbereich, wenn sich das Mobiltelefon außerhalb der Reichweite von Sendestationen befindet, bei der Positionsbestimmung via Satellit sowie beim Amateurfunk und professionellem Funk in Flug- und Schifffahrt.

Funklöcher entstehen hinter Hindernissen (ungünstige geographische Lage) oder durch elektromagnetische Störungen, aber auch in Gebäuden, Tunneln oder Parkhäusern bei Navigationsgeräten im Auto. An diesen Stellen kann aufgrund der quasioptischen Ausbreitung der Funkwellen oder durch zu starke Störung kein Nutzsignal mehr empfangen werden.

Bei terrestrischer Abstrahlung ist die Abschattung stark abhängig von der verwendeten Frequenz. Prinzipiell wird eine Funkwelle umso besser gebeugt, je kleiner ihre Frequenz ist. Sie kann im Mittelwellenbereich der Erdkrümmung folgen, im UKW-Bereich kann sie an Kanten gebeugt werden und im UHF-Bereich kann sie schon von ein paar feuchten Blättern aufgehalten werden. Siehe Pfadverlust.

Bei der terrestrischer Ausstrahlung von Radio- und Fernsehsignalen werden bei lokalen nicht aureichener Senderabdeckung häufig Umsetzer oder Füllsender zur Vermeidung von Funklöchern eingesetzt.

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Funkloch – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen