Funkturm Rottenbuch

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Funkturm Rottenbuch
Funkturm rottenbuch.jpg
Basisdaten
Ort: Peiting
Land: Bayern
Staat: Deutschland
Höhenlage: 899 m ü. NHN
Verwendung: Fernmeldeturm
Zugänglichkeit: Sendeturm öffentlich nicht zugänglich
Besitzer: Vodafone D2
Turmdaten
Bauzeit: 2002
Bauherr: Vodafone D2
Baustoff: Holz
Betriebszeit: Juni 2002
Gesamthöhe: 62,5 m
Daten der Sendeanlage
Wellenbereich: UKW-Sender
Sendetyp: Mobilfunk
Positionskarte
Funkturm Rottenbuch (Bayern)
Funkturm Rottenbuch
Funkturm Rottenbuch
47.75709210.931872Koordinaten: 47° 45′ 25,5″ N, 10° 55′ 54,7″ O

Der Funkturm Rottenbuch ist ein Sendemast der Firma Vodafone D2 auf dem Schnaidberg südlich von Peiting in der Nähe von Schongau.

Mit 62,5 m Höhe war er zur Zeit seiner Fertigstellung (Juni 2002) der höchste Holzturm Deutschlands und möglicherweise das zweithöchste bestehende Holzbauwerk der Welt (nach dem 118 m hohen Sendeturm in Gleiwitz). Seither sind jedoch in Deutschland mit dem 100 m hohen Turm der Windkraftanlage Hannover-Marienwerder[1] und beispielsweise in Österreich mit dem Bahnorama am Wiener Hauptbahnhof (2010, 66,72 m) und dem Aussichtsturm Pyramidenkogel (2013, 82 m ohne Antenne) höhere Holzbauwerke errichtet worden.

Technischer Aufbau[Bearbeiten]

Die Fachwerkkonstruktion des Turmes ist eine Leimbinderkonstruktion aus europäischer Douglasie. Sie ist 60 Meter hoch. Die Gesamthöhe der Konstruktion beträgt einschließlich der Antennen auf der Spitze 62,50 Meter. Als Verbindungselemente werden Stahldübel eingesetzt. Diese Verbindungspunkte und die Innenbühnen wurden aus technischen Gründen aus verzinktem Stahl hergestellt. Die komplette Konstruktion ist „naturbelassen“, da in dem Naturschutzgebiet kein chemischer Holzschutz verwendet werden durfte.

Baugeschichte[Bearbeiten]

Am 18. März 2002 wurde mit der Ausschachtung der Turmfundamente begonnen. Am 3. Juni 2002 begann der Bau des Turmes. Hierzu wurden die vormontierten unteren Hälften der Fachwerkkonstruktion paarweise vormontiert und dann aufgerichtet. Anschließend wurden noch die fehlenden Diagonalelemente eingezogen. Am 21. Juni 2002 wurde die Konstruktion fertiggestellt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Jens Lubbadeh: Riese mit Holzbein. In: Technology Review. Nr. 12.2012, Heise Zeitschriften-Verlag, Hannover Dezember 2012, S. 10-11.