Fura-2AM

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Strukturformel
Strukturformel von Fura 2AM
Allgemeines
Name Fura-2AM
Andere Namen

Fura-2-acetoxymethylester

Summenformel C44H47N3O24
CAS-Nummer 108964-32-5
PubChem 3364574
Kurzbeschreibung

gelbes Pulver[1]

Eigenschaften
Molare Masse 1001,9 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
keine GHS-Piktogramme
H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [2][3]
Reizend
Reizend
(Xi)
R- und S-Sätze R: 36/38
S: 26
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Fura-2-AM ist ein membrangängiges Derivat des Fura-2. Fura-2 wurde 1985 von Roger Tsien und Kollegen entwickelt und dient als Ca2+-Indikator.

Eigenschaften[Bearbeiten]

Fura-2 liegt als Natrium- oder Kaliumsalz vor. Durch die Bindung an Acetoxymethylester (AM) kann Fura-2 durch passive Diffusion in die Zelle eindringen. In der Zelle spalten endogene Esterasen das AM ab, wodurch erstens Fura wieder reaktiviert wird, und zweitens ein Austreten aus der Zelle verhindert wird.

Die Messung der Ca2+ induzierten Fluoreszenzänderung erfolgt bei 340 und 380 nm, wobei Ca2+ gesättigtes Fura-2 bei 340 nm und freies Fura-2 bei 380 nm angeregt wird. Die freigesetzte Calciummenge wird anhand des Verhältnisses 340/380 nm bestimmt, da durch dieses Verhältnis bereits Unterschiede in der Verteilung des Fura-2 innerhalb der Zelle und Unterschiede in der Zelldicke berücksichtigt werden.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Datenblatt Fura 2-AM bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 7. Mai 2011 (PDF).
  2. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  3. Datenblatt FURA 2/AM in Solution bei Merck, abgerufen am 7. Mai 2011.