Furdustrandir

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Hypothetische Karte von Vinland, Markland und Helluland, in der die Furdustrände verzeichnet sind. (Nordisk familjebok. 1921)

Furdustrandir ist ein Küstenabschnitt an der Nordostküste Nordamerikas, welcher um das Jahr 1000 von einer grönländisch-isländischen Expedition auf der Suche nach Vinland betreten wurde. Der Name bedeutet so viel wie Wunderstrände; die Nordmannen und -frauen nannten ihn so, weil es sich um einen besonders langen sandigen Strandabschnitt handelte und ihnen derart lange Sandstrände aus Grönland oder Island nicht bekannt waren. Es ist unklar, ob es sich nach Vorstellung der Nordmannen um einen Teil Marklands handelte.

Über die Fahrt der Gruppe um Thorfinn Karlsefni, nachdem sie Markland gesichtet und ein Kap umrundet hatten, heißt es in der Eiríks saga rauða:

Dort befand sich ein Kap, auf das sie sich zubewegten. Sie kreuzten entlang des Landes und ließen es an der Steuerbordseite zurück. (Daraufhin) fand sich dort ein hafenloses Küstenland, und lange sandige Strände. Sie fuhren in Booten an Land, und fanden den Kiel eines (gestrandeten) Schiffes und nannten diesen Ort Kjalar-nes (Kiel-?). Sie benannten auch die Strände, und gaben ihnen die Bezeichnung Furdustrandir (Wunderstrände), denn es war zeitraubend, an ihnen vorbeizusegeln. Dann wurde die Küste buchtenreicher, aufgrund von (kleineren) Wasserläufen ( „Creeks“) , und sie steuerten ihre Schiffe entlang dieser Wasserläufe[1].

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. [1], Kapitel 8, 2. Hälfte des 4. Absatzes der Erikssaga in der englischen Übersetzung nach J. Sephton, 1880