Furschweiler
| Furschweiler
Gemeinde Namborn
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| Koordinaten: | 49° 31′ N, 7° 11′ O49.515687.17802350Koordinaten: 49° 30′ 56″ N, 7° 10′ 41″ O | |
| Höhe: | 350 m ü. NN | |
| Fläche: | 3,26 km² | |
| Einwohner: | 1.006 (31. Dez. 2011)[1] | |
| Eingemeindung: | 1. Jan. 1974 | |
| Postleitzahl: | 66640 | |
| Vorwahl: | 06857 | |
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Lage von Furschweiler in Saarland |
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Furschweiler ist ein Ortsteil der Gemeinde Namborn, Landkreis St. Wendel, Saarland und bildet einen eigenen Gemeindebezirk. Bis Ende 1973 war Furschweiler eine eigenständige Gemeinde.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie
350 m über N.N., Metzelberg, Bornerhof. Bachläufe: Breitbach
[Bearbeiten] Geschichte
[Bearbeiten] Ortsgeschichte
Ersterwähnung 1469 als Forswyler, 1328 Born (Bornerhof). 1883 wurde am Hang des Metzelberges eine alte Römervilla freigelegt. Beim Ausräumen dieser Villenreste wurden ein Steinbeil und ein Steinspitz gefunden, beides Werkzeuge, wie sie vor ca. 4000 Jahren in der Jungsteinzeit hergestellt wurden. Auf dem Bornhübel stieß ein Landwirt beim Pflügen auf Flachgräber der späteren La-Tène-Zeit, die nachweisen, dass schon in der vorrömischen Eisenzeit (5. bis 3. Jahrhundert vor Christus) hier Menschen ansässig waren. Furschweiler wurde zwar erst am 9. Dezember 1469 zum ersten Mal urkundlich erwähnt, aber besiedelt die Gegend schon sehr viel früher. Keltische Wohnstätten sind zwar nicht vorhanden, es wurden jedoch Gräberfelder gefunden, anhand derer es nachgewiesen ist, dass hier Kelten gesiedelt haben müssen. Im Zuge der Eroberung Galliens durch Julius Cäsar (58 - 51 v. Chr.) kamen auch römische Legionäre in die Namborner Gegend. Es kam es zu Kämpfen an der (heute) Alten Trierer Straße. Die Treverer trugen ihre Gefallenen auf die Höhe, wo heute das Reitscheider Kreuz an der Kreuzung Römerstraße - Gehweiler Weg steht, und beerdigten in Massengräbern mit 30 Urnen, über die andere Asche gestreut war, und 10 Minuten nördlich des Reitscheider Kreuzes entfernt, nach Roschberg zu, auf der Höhe links am Weg ihre Toten.[2] Dieses Massengrab wurde bei einer Erweiterung eines Steinbruches freigelegt.
Im Rahmen der saarländischen Gebiets- und Verwaltungsreform wurde zum 1. Januar. 1974 die bis dahin eigenständige Gemeinde Furschweiler der damals neu gebildeten Gemeinde Namborn zugeordnet.[3]
[Bearbeiten] Pfarrzugehörigkeit
Ehemals Pfarrei St. Wendelin in St. Wendel, ab 4. Mai 1972 eigene Pfarrei mit 9 Orten
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Gemeindebezirk
Der Ortsrat mit 9 Sitzen setzt sich nach der Kommunalwahl vom 7. Juni 2009 bei einer Wahlbeteiligung von 86,41 % wie folgt zusammen:
- CDU: 76,23 % = 7 Sitze
- SPD: 23,77 % = 2 Sitze
[Bearbeiten] Ortsvorsteher
- 1974 bis 1984: Paul Loch, CDU
- 1984 bis 2004: Ursula Kugler, SPD
- 2004 bis heute: Thomas Rein, CDU
[Bearbeiten] Ortswappen
Ein Ortswappen für den Gemeindebezirk Furschweiler wurde 1987 eingeführt.
Beschreibung: "In Gold ein bewurzelter grüner Lindenbaum, belegt mit einem Mittelschildchen, darin in Rot schwebend ein silbernes Kreuz auf hohen silbernen Sockel."[4]
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infraktur
Grundschule Namborn - Annenschule/Furschweiler, Kindergarten Furschweiler
[Bearbeiten] Einwohnerzahlen
- 1787 = 141 Einwohner - Amt St. Wendel (Kurfürstentum Trier)[5].
- 1819 = 218 Einwohner - Bürgermeisterei Namborn (Fürstentum Lichtenberg/Sachsen-Coburg) - 31 Häuser[6].
- 17.05.1939 = 728 Einwohner - Amt Namborn (Saarland) - Volkszählung 1939[7].
- 14.11.1951 = 848 Einwohner - Amt Namborn - Volkszählung 1951
- 06.06.1961 = 990 Einwohner - Amt Oberkirchen-Namborn - Volkszählung 1961
- 27.05.1970 = 1.039 Einwohner - Amt Oberkirchen-Namborn - Volkszählung 1970
- 31.12.1973 = 972 Einwohner - Amt Oberkirchen-Namborn - Gebiets- und Verwaltungsreform zum 1. Januar 1974[8].
- 25.05.1987 = 971 Einwohner - Gemeinde Namborn - Volkszählung 1987[9]
[Bearbeiten] Verkehr
Landstraße zur Autobahn Freisen
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Pfarrkirche
- Naturdenkmal Linde
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
- Rainer Grün
- Reinhold Sartorius (*2.1.1921) - ehem. Amtsvorsteher des Amtes Oberkirchen-Namborn und Bürgermeister der Gemeinde Namborn
[Bearbeiten] Literatur
- Heimatbuch Furschweiler 1971
- Heimatbuch Furschweiler und Bornerhof 2001
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Einwohnerstatistik zum 31.12.2011 (Wohnungsstatus Stichtag 31.12.2011) der Gemeinde Namborn vom 04.01.2012 - Einwohner mit Haupt- und Nebenwohnung in der Gemeinde
- ↑ Heimatbuch des Kreises St. Wendel, Dr. Kolling, von 1967/68.
- ↑ Neugliederungsgesetz – NGG vom 19. Dezember 1973, § 44, veröffentlicht im Amtsblatt des Saarlandes 1973, Nr. 48, S. 857 (PDF Seite 29)
- ↑ Entwurf, Ausführung und Begründung: Horst Kohler, Westhofer Weg 9, Mandelbachtal
- ↑ Erläuterungen zum geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz - II. Band - von Dr. Wilhelm Fabricius 1898, S. 128
- ↑ Die Verwaltungsbehörden im Fürstentum Lichtenberg 1819 und weitere statistische Angaben von Daniel Hinkelmann - Heimatbuch des Landkreises St. Wendel 1967/1968 XII. Ausgabe, S. 124
- ↑ Einzelschriften zur Statistik des Saarlandes Nr. 35 - Amtliches Gemeindeverzeichnis 11. Auflage nach dem Stande vom 27.5.1970 (Volkszählung) und am 31.12.1971 mit einer Verwaltungskarte (mit Volkszählungen 1939 - 1970) - Statistisches Amt des Saarlandes 1972
- ↑ Statistische Berichte des Statistischen Amtes des Saarlandes - Bevölkerungsstand am 31. Dezember 1973 (alter Gebietsstand) und am 1. Januar 1974 (neuer Gebietsstand) - Ausgegeben am 9. April 1974
- ↑ Einzelschriften zur Statistik des Saarlandes Nr. 84 - Amtliches Gemeindeverzeichnis 13. Auflage nach dem Stande vom 31.12.1989 - Statistisches Amt des Saarlandes 1990
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