Fusicoccin

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Strukturformel
Struktur von Fusicoccin
Allgemeines
Name Fusicoccin
Summenformel C36H56O12
CAS-Nummer 20108-30-9
PubChem 5381214
Eigenschaften
Molare Masse 680,82 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
keine Einstufung verfügbar
H- und P-Sätze H: siehe oben
P: siehe oben
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Fusicoccin ist ein Terpenoid, das als Toxin von dem parasitisch lebenden Deuteromyceten Fusicoccum amygdali synthetisiert wird. Befallene Pflanzen, meist Pfirsich- und Mandelbäume, sterben durch die Wirkung des Toxins, das zur irreversiblen Öffnung der Spaltöffnungen (Stomata) und somit zum Austrocknen (Welken) führt. Molekulare Grundlage hierfür ist die durch Fusicoccin bedingte Aktivierung der Plasmamembran-H+-ATPase in den Schließzellen.[2] Dies führt zur Öffnung spannungsgesteuerter Kanalproteine und zum Einstrom von Kalium-Kationen in die Schließzellen. Der nachfolgende osmotische Wassereinstrom in die Schließzellen führt zu deren Anschwellen, so dass sich die Stomata öffnen und Wasser verstärkt austritt.

Fusicoccin wird in der Pflanzenphysiologie zur Erforschung des Phytohormons Auxin und der Regulation der Stomata-Bewegungen verwendet.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Diese Substanz wurde in Bezug auf ihre Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  2. Johansson, F. et al. (1993): Fusicoccin Activates the Plasma Membrane H+-ATPase by a Mechanism Involving the C-Terminal Inhibitory Domain. In: Plant Cell. 5(3); 321–327; PMID 12271065; PDF (freier Volltextzugriff, engl.).

Weblinks[Bearbeiten]