Futter (Textil)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Trenchcoat mit Karofutter
Teilgefütterte Jacke

Als Futter bezeichnet man in der Textiltechnik ein Gewebe, das durch Nähen oder Steppen an den Innenseiten von Kleidungsstücken befestigt wird.[1] Laut Duden meint es die innere Stoffschicht der Oberbekleidung. [2]

Etymologie[Bearbeiten]

Der Begriff geht auf das althochdeutsche Wort "vuoter" oder "fuotar" zurück und bedeutet dort Unterfutter oder Futteral. Als Grundbedeutung kann im Zusammenhang mit anderen indogermanischen Bezeichnungen eine schützende Hülle, ein Überzug gemeint werden. [3]

Beschaffenheit[Bearbeiten]

Pelzgefütterter Modellmantel 1930

Laut Wörterbuch der Brüder Grimm besteht Futter aus „zeug, tuch, leder oder rauchwerk, mit dem ein kleid, ein kleidungsstück oder überhaupt ein bekleidungsstück inwendig bezogen oder überzogen ist oder wird.“.[4] Pierer's Universal-Lexikon sieht als Gewebe „geringe Stoffe“ wie „Futterbarchent, Futterflanell, Futterkattun, Futterleinwand, Futtertaffet als Verwendung.[5] Immer noch wird auch hochwertiges Material wie Seide benutzt. Eine Besonderheit bilden wärmende Innenfutter aus Materialien wie Woll-, Steppstoff oder Pelz. Sie werden häufig herausnehmbar eingearbeitet, dann aber meist zusätzlich zum normalen Futter.

Zweck[Bearbeiten]

Futter hat die Funktion "die innere Seite eines Kleides oder Kleidungsstückes....dauerhäfter, bequemer und wärmer, als auch zierlicher zu machen"[6]. Zudem hat das Kleidungsfutter in vielen Fällen auch einen modischen Aspekt. Außer in Kleidungsstücken wird textiles Futter auch in Hüten, Koffern, Handtaschen und anderen Behältern verwendet.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Knaur, Das deutsche Wörterbuch, 1985, Seite 399
  2. Duden Band 1, ISBN 3411040122, Seite 399
  3. Duden Band 7, Etymologie, ISBN 3411009071, Seite 193
  4. http://urts55.uni-trier.de:8080/Projekte/WBB2009/DWB/wbgui_py?lemid=GA00001
  5. Futter 8). In:  Heinrich August Pierer, Julius Löbe (Hrsg.): Universal-Lexikon der Gegenwart und Vergangenheit. 4. Auflage. Bd. 6, Altenburg 1858, S. 823–824 (online bei zeno.org).
  6. http://www.kruenitz1.uni-trier.de/xxx/f/kf03137.htm