Gârnic

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Gârnic
Weitzenried
Szörénybúzás (1911–1918), Weitzenried
Gerník
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Gârnic (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Banat
Kreis: Caraș-Severin
Koordinaten: 44° 45′ N, 21° 48′ O44.7521.791666666667600Koordinaten: 44° 45′ 0″ N, 21° 47′ 30″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 600 m
Fläche: 36,62 km²
Einwohner: 1.268 (20. Oktober 2011[1])
Bevölkerungsdichte: 35 Einwohner je km²
Postleitzahl: 327215
Telefonvorwahl: (+40) 02 55
Kfz-Kennzeichen: CS
Struktur und Verwaltung (Stand: 2012)
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung: Gârnic, Padina Matei
Bürgermeister: Nicolae Tismănariu (USL)
Postanschrift: Str. Principală, nr. 77
loc. Gârnic, jud. Caraș-Severin, RO–327215
Webpräsenz:
Lage von Gârnic im Kreis Caraș-Severin
Gârnic

Gârnic (tschechisch Gerník, deutsch Weitzenried, ungarisch Weitzenried oder Szörénybúzás) ist die größte der sechs von Banater Tschechen besiedelten Ortschaften im Kreis Caraș-Severin, Rumänien. Zu der Gemeinde Gârnic gehört auch das Dorf Padina Matei.

Geografische Lage[Bearbeiten]

Gârnic liegt ca. 15 km nördlich der Donau im Banater Gebirge auf 600–750 m Seehöhe. Ein Großteil des Gemeindegebietes gehört zum Nationalpark Eisernes Tor.

Nachbarorte[Bearbeiten]

Moldovița Cărbunari Șopotu Nou
Padina Matei Nachbargemeinden Valea Răchitei
Moldova Nouă Curmătura Sichevița

Geschichte[Bearbeiten]

Das Dorf wurde 1827 während der zweiten, hauptsächlich militärisch motivierten tschechischen Einwanderungswelle in das Banat gegründet. Die Bevölkerung von anfangs ca. 500 Menschen wuchs bis zum Jahr 1934 auf 1400 an. Vor dem Fall des Ceaușescu-Regimes 1989 lebten noch 910 Einwohner in Gârnic, im Jahr 2000 waren es, bedingt vor allem durch Abwanderung in den Westen, bereits nur mehr 559. Damit ist der Ort aber immer noch die größte tschechische Gemeinde Rumäniens und hat als einziges tschechisches Dorf den Status einer eigenen Gemeinde, zu der auch noch das kleine rumänischsprachige Dorf Padina Matei gehört.

Einkommensquellen sind hauptsächlich die Landwirtschaft und in den letzten Jahren zunehmend der Tourismus. Industrie und Bergbau wie beispielsweise in Eibenthal spielen nur eine untergeordnete Rolle. Eine besondere Tradition in Gârnic hat der Abbau und das Brennen des hier gewonnenen Kalksteins in gegrabenen Kalköfen, das seit der Gründerzeit betrieben wird.

Demografie[Bearbeiten]

Trotz starkem Rückgang der tschechischen Minderheit ist Gârnic immer noch die größte tschechische Gemeinde in Rumänien.

Volkszählung[2] Ethnie
Jahr Einwohner Rumänen Ungarn Deutsche Tschechen
1880 1376 467 1 4 904
1910 1847 804 16 2 1025
1930 2116 1003 - 3 1110
1977 1841 1046 - 2 793
2002 1533 1020 - - 513

Siehe auch[Bearbeiten]

Karte[Bearbeiten]

  •  Klub českých turistů: Turistická Mapa Banát, M 1 : 100.000. 1. Auflage. Freytag & Berndt, Prag 2001, ISBN 80-85999-88-9 (Karte und Führer, tschechisch/rumänisch/englisch).

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Volkszählung 2011 in Rumänien (MS Excel; 1,3 MB)
  2. kia.hu (PDF; 858 kB), E. Varga: Statistik der Einwohnerzahlen nach Ethnie im Kreis Caraș-Severin laut Volkszählungen von 1880 - 2002