Gänseblümchen (Gattung)

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Gänseblümchen
Gänseblümchen (Bellis perennis)

Gänseblümchen (Bellis perennis)

Systematik
Euasteriden II
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Asteroideae
Tribus: Astereae
Gattung: Gänseblümchen
Wissenschaftlicher Name
Bellis
L.
Gänseblümchen (Bellis perennis), Körbchen mit weißen Zungenblüten am Rand und gelben (meist noch geschlossenen) Röhrenblüte in der Mitte.

Die Gänseblümchen (Bellis) sind eine Pflanzengattung aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Diese Gattung umfasst etwa zwölf Arten. Die bekannteste Art aus dieser Gattung ist das Gewöhnliche Gänseblümchen (Bellis perennis), auch Maßliebchen genannt.

Beschreibung[Bearbeiten]

Bellis-Arten sind meist ausdauernde, selten einjährige krautige Pflanzen, die Wuchshöhen von 5 bis 20 cm erreichen. Es werden Rhizome gebildet. Typisch für die Bellis-Arten sind die Rosetten aus gestielten, kleinen, verkehrt-eiförmigen bis löffelförmigen Laubblättern.

Jede Blattrosette bringt eine große Anzahl einzelner, gestielter, einzeln stehender Blütenkörbchen hervor. Die körbchenförmigen Blütenstände aller Arten zeigen Heliotropismus – sie schließen sich bei Nacht und öffnen sich bei Sonnenaufgang. Die Hülle weist einen Durchmesser von meist 4 bis 6 (3 bis 8)  mm und eine Höhe von 9 bis 13 mm auf, mit meist zwei (ein bis drei) Reihen von insgesamt 13 bis 14 und mehr Hüllblättern. Die Blütenkörbchen enthalten in (selten ein bis) meist drei bis vier Reihen 35 bis 90 Zungenblüten und 60 bis über 80 Röhrenblüten. Die weiblichen, fertilen Zungenblüten (= Strahlenblüten) sind weiß gefärbt und vor allem auf der Außenseite rosa bis rotviolett überlaufen. Die zwittrigen, fertilen Röhrenblüten (= Scheibenblüten) sind gelb.

Die Achänen besitzen am Rand zwei Rippen und meist keinen Pappus.

Verbreitungsgebiet[Bearbeiten]

Ihren Verbreitungsschwerpunkt haben die Bellis-Arten im Mittelmeerraum. Das Gewöhnliche Gänseblümchen, das bis nach Nordeuropa zu finden ist, ist die am weitesten nach Norden vorgedrungene Art. Sie wird als Kulturfolger betrachtet, die sich in vorgeschichtlicher Zeit infolge von Waldrodungen weiter ausbreiten konnte. Durch den Menschen hat diese Art in den folgenden Jahrhunderten eine noch weitere Verbreitung gefunden. Heute ist sie unter anderem auch in Nordamerika, auf Madeira und in Neuseeland zu finden. Häufig findet die Verbreitung durch eine Verunreinigung von Grassaaten statt. Diese Ausbreitungsform wird auch als Speirochorie bezeichnet.

Systematik[Bearbeiten]

Es gibt zusätzlich zu den hier aufgelisteten zwölf Arten noch weitere meist lokal verbreitete, als Arten und Unterarten geführte Sippen mit taxonomisch unsicherem Status:[1]

Bilder[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Luc Brouillet: Bellis L. In:  Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico. Volume 20: Magnoliophyta: Asteridae, part 7: Asteraceae, part 2 (Astereae, Senecioneae), Oxford University Press, New York/Oxford u. a. 2006, ISBN 0-19-530564-7, S. 22., textgleich online bei efloras.org. (Abschnitt Beschreibung)
  • Gertrud Scherf: Wiesenblumen – der etwas andere Naturführer. BLV, München 2004, ISBN 3-405-16909-7.
  •  Angelika Lüttig, Juliane Kasten: Hagebutte und Co. Blüten, Früchte und Ausbreitung europäischer Pflanzen. Fauna-Verlag, Nottuln 2003, ISBN 3-935980-90-6.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Werner Greuter: Compositae (pro parte majore): Bellis L.. In: Werner Greuter, Eckhard von Raab-Straube (Hrsg.): Compositae. Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. Berlin 2006–2009.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gänseblümchen (Bellis) – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien