Gänsehaut

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt ein Hautphänomen, für die gleichnamige Band siehe Gänsehaut (Band), für die gleichnamige Kinderbuchreihe siehe Gänsehaut (Kinderbuchreihe).
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.
Gänsehaut

Als eine Gänsehaut (lat.: cutis anserina, medizinisch: Piloarrektion) bezeichnet man das typische Bild von aufgerichteter Körperbehaarung und kleiner Erhebungen der Hautoberfläche vor allem an Armen und Beinen, das dem Anblick einer gerupften Gans ähnelt. Die Ursache für das Entstehen einer Gänsehaut beim Menschen ist bis heute nicht vollständig geklärt.[1]

Begriff[Bearbeiten]

Eine Bezeichnung für dieses Phänomen mit dem Begriff Gans findet sich auch im Englischen (goose bumps), Italienischen (pelle d'oca), Russischen (гусиная кожа), Polnischen (gęsia skórka), Tschechischen (husí kůže), Dänischen (gåsehud), Lettischen (zosāda) und Ungarischen (libabőr).

In Frankreich (Chair de poule), Spanien (Piel de gallina) und der Schweiz wird das Phänomen auch als Hühnerhaut bezeichnet. In Graubünden (Schweiz), Vorarlberg (Österreich), dem Allgäu bis hin zum Chiemgau (südliches Bayern) wird gerne der Begriff Hennenhaut verwendet. In der Region um Wien wird der Begriff lediglich leicht variiert zu Ganselhaut. Teilweise wird die Gänsehaut umgangssprachlich als Hühnchenkostüm bezeichnet.

Auswirkung und mögliche Ursachen[Bearbeiten]

Bei Kälte (Zittern), Angst oder Erregung kommt es zu einer vom vegetativen Nervensystem gesteuerten Kontraktion des Haarbalgmuskels (lat. Musculus arrector pili), so dass sich der Haarfollikel über die Hautoberfläche erhebt und sich das Haar aufrichtet (medizinischer Fachbegriff Piloerektion). Dies diente zur Einschließung von mehr Luft zwischen den Haaren der Vorfahren des Menschen, von denen der Mensch die Reaktiongeerbt“ hat.[2] An generell unbehaarten Hautflächen, wie Fußsohlen und Handflächen, kann keine Gänsehaut entstehen. Regionen mit selbst nur minimaler bzw. stark rudimentärer Behaarung dagegen zeigen bei entsprechenden Bedingungen durchaus diese sehr eindeutige Reaktion.

Gänsehaut tritt auf, wenn man von einem positiven Moment oder einem emotionalen Erlebnis berührt ist, wie zum Beispiel einem Musikstück oder einer jubelnden Menschenmenge.

Gänsehaut kann auch im Rahmen der Totenstarre entstehen. Ursache ist eine erhaltene Erregbarkeit der Musculi arrectores pilorum.[3]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gänsehaut – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Gänsehaut – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Forscher sind dem Gänsehaut-Rätsel auf der Spur. Artikel in Die Welt, abgerufen am 8. August 2013
  2. Hat Gänsehaut einen Zweck? In: Web.de, 14. September 2011, abgerufen am 3. November 2013.
  3. Burkhard Madea, Reinhard Dettmeyer: Basiswissen Rechtsmedizin. 1. Auflage. Springer-Verlag, 2007, ISBN 978-3-540-71428-6, S. 73.