Gänseliesel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Gänseliesel ist die Bezeichnung für eine Frauenfigur in Verbindung mit Hausgänsen. Liesel ist eine Kurzform des weiblichen Vornamens Elisabeth.

Die Figur der Gänseliesel wurde häufig von Künstlern in Form von Gemälden oder Skulpturen thematisiert. Als schmückendes Element von Gebäuden und Brunnen finden sich vielerorts Reliefs oder Statuen, die eine Gänseliesel zeigen. Oft handelt es sich dann um Darstellungen von Alltagssituationen, in denen Mägde oder Mädchen die Gänse hüten oder zum Markt bringen.

Brunnenfiguren[Bearbeiten]

Das Göttinger Gänseliesel[Bearbeiten]

Das original Göttinger Gänseliesel (Gänsemädel) von Paul Nisse (Bronze, 1901), das sich heutzutage im Städtischen Museum befindet

Das Gänseliesel vor dem alten Rathaus ist als Brunnenfigur seit 1901 das Wahrzeichen der Universitätsstadt Göttingen. Die Bronzefigur des Brunnens wurde von dem Bildhauer Paul Nisse nach einem Entwurf des Architekten Heinrich Stöckhardt geschaffen. Seit 1990 ist es eine Kopie, während sich die Originalfigur im Städtischen Museum befindet.

Die Gänseliesel von Monheim am Rhein[Bearbeiten]

Die Stadt Monheim am Rhein trägt seit 1939 eine Gänseliesel im Wappen, das vom Heraldiker Wolfgang Pagenstecher nach dem Vorbild des Siegels von Amtsvogt Johann Wilhelm Aschenbroich 1791 entworfen wurde. In der Stadtmitte vor dem Rathaus-Center befindet sich ein Gänseliesel-Brunnen mit zwei wasserspeienden Gänsen, der 1937 vom Düsseldorfer Bildhauer Julius Haigis aus Bronze gestaltet wurde. Seit 1955 bildet jährlich eine Gänseliesel zusammen mit der Sagengestalt des Spielmanns das „Traditionspaar“ der Rheingemeinde.[1]

Gänseliesel in anderen Städten[Bearbeiten]

Ähnliche Brunnenfiguren gibt es auch andernorts, beispielsweise in Hannover der Gänseliesel-Brunnen auf dem Steintorplatz (Carl Dopmeyer, 1898), in Berlin-Wilmersdorf der Gänselieselbrunnen auf dem Nikolsburger Platz (Cuno von Uechtritz-Steinkirch, 1910) und auf dem Haußmannsplatz in Kreischa.

In Stuttgart gibt es einen Gänsepeterbrunnen.

In Wien gibt es einen Gänsemädchenbrunnen.

In Steinach (Bad Bocklet) gibt es in der Federgasse eine Gänseliesel-Skulptur.[2]

Literatur[Bearbeiten]

  • Günther Meinhardt: Die Geschichte des Göttinger Gänseliesels. Heinz Reise Verlag, Göttingen 1967

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gänseliesel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatVorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatMonheim-Lexikon: Gänseliesel und Spielmann. In: Stadtarchiv Monheim am Rhein. 8. Februar 2008, abgerufen am 28. November 2008.
  2. Bad-Bocklet-Steinach

51.53279.9351222222222Koordinaten: 51° 31′ 58″ N, 9° 56′ 6″ O