Góis

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel beschäftigt sich mit der portugiesische Stadt Góis. Zu weiteren Bedeutungen siehe Gois.
Góis
Wappen Karte
Wappen von Góis
Góis (Portugal)
Góis
Basisdaten
Region: Centro
Unterregion: Pinhal Interior Norte
Distrikt: Coimbra
Concelho: Góis
Koordinaten: 40° 9′ N, 8° 7′ W40.1557392-8.1099381Koordinaten: 40° 9′ N, 8° 7′ W
Einwohner: 2170 (Stand: 30. Juni 2011)[1]
Fläche: 72,87 km² (Stand: 1. Januar 2010)[2]
Bevölkerungsdichte: 30 Einwohner pro km²
Politik
Bürgermeister: Alberto Jorge Alves dos Reis
Adresse der Gemeindeverwaltung: Junta de Freguesia de Góis
Rua 5 de Outubro, n.º2
3330-341 Góis
Webseite: www.freguesiadegois.pt
Kreis Góis
Flagge Karte
Flagge von Góis Position des Kreises Góis
Einwohner: 4257 (Stand: 30. Juni 2011)[3]
Fläche: 263,3 km² (Stand: 1. Januar 2010)[2]
Bevölkerungsdichte: 16 Einwohner pro km²
Anzahl der Gemeinden: 5
Verwaltung
Adresse der Verwaltung: Câmara Municipal de Góis
Praça da República
3330-310 Góis
Präsident der Câmara Municipal: Dr.ª Maria de Lurdes Oliveira Castanheira (PS)
Webpräsenz: www.cm-gois.pt



Vorlage:Infobox Município/Wartung/Verwaltungname ist leer

Vorlage:Infobox Município/Wartung/Verwaltungadresse ist leer




Vorlage:Infobox Ort in Portugal/Wartung/Karte ist leer


Vorlage:Infobox Ort in Portugal/Wartung/Höhe ist leer Vorlage:Infobox Ort in Portugal/Wartung/PLZ ist leer Vorlage:Infobox Ort in Portugal/Wartung/Bürgermeister ist ausgefüllt



Die Brücke von Góis

Góis ist eine Vila (Kleinstadt) in Portugal. Sie ist Sitz des gleichnamigen Kreises (Concelho) und der gleichnamigen Gemeinde (Freguesia), im Distrikt Coimbra.

Geografie[Bearbeiten]

Der Ort liegt etwa 45 km östlich der Distrikthauptstadt Coimbra, am Rande der Serra da Lousã, einem Ausläufer des Iberischen Scheidegebirges.

Die Stadtverwaltung von Góis, 1910

Geschichte[Bearbeiten]

Nachdem der Ort 1113 erstmals offiziell erwähnt wurde, erhielt er 1352 erstmals Stadtrechte (Foral), die 1516 durch König Manuel I. erneuert und erweitert wurden. 1810 erlitt Góis Plünderungen durch französische Truppen der napoleonischen Invasionen.

1912 wurde am Rio Ceira das Wasserkraftwerk Monte Redondo errichtet, um Strom für eine Papierfabrik zu liefern. Góis wurde so zum ersten Kreis im Distrikt Coimbra mit flächendeckender Elektrizitätsversorgung. Mit Beginn der Rüstungsanstrengungen zum Ende der 1930er Jahre, im Vorfeld des Zweiten Weltkriegs, gab das hier geförderte Wolfram dem Ort weiter Auftrieb. Nach Kriegsende kam die Wolframförderung jedoch zum Stillstand. 1950 versorgte die Papierfabrik mit ihrem Wasserkraftwerk den gesamten Kreis Góis.

Nach der Nelkenrevolution 1974 und dem weiter gestiegenen Energieverbrauch übernahm die EDP das lokale Stromnetz von der Papierfabrik, die 1992 ihre Tätigkeit ganz einstellte und dabei auch ihre bis 2002 laufende Stromerzeugungskonzession von Monte Redondo an eine private Betreiberfirma abgab.[4]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Igreja de Santa Maria Maior, oberhalb von Góis

In Góis liegen 32 denkmalgeschützte Bauwerke, darunter eine Reihe Brunnenanlagen, Herrenhäuser, frühere öffentliche Gebäude, und verschiedene Kirchen, etwa die Igreja Paroquial de Góis (Gemeindekirche). Ursprünglich im 15. Jahrhundert errichtet, wurde die offiziell Igreja de Santa Maria Maior (dt.: Kirche der heiligen Maria die Grössere) betitelte Kirche mehrmals umgebaut, und trägt heute u.a. gotische und manuelinische Elemente.[5] Außerdem steht auch die oft „romanisch“ oder „römisch“ genannte Renaissance-Brücke aus dem 15. Jahrhundert unter Denkmalschutz,[6] ebenso der historische Ortskern von Góis insgesamt.[7]

Im Gemeindegebiet liegen eine Reihe alter Dörfer in traditioneller Schiefer-Bauweise, darunter vier der 27 historischen Schieferdörfer der Aldeias do Xisto, namentlich Aigra Nova, Aigra Velha, Comareira, und Pena. Verschiedene thematische Wanderwege führen an ihnen entlang, durch die waldreiche, oft nahezu unberührte Natur.

Verwaltung[Bearbeiten]

Kreis[Bearbeiten]

GOI.png Góis ist Sitz eines gleichnamigen Kreises. Die Nachbarkreise sind (im Uhrzeigersinn im Norden beginnend): Arganil, Pampilhosa da Serra, Pedrógão Grande, Castanheira de Pêra, Lousã sowie Vila Nova de Poiares.

Die folgenden Gemeinden (Freguesias) liegen im Kreis Góis:

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Einwohnerstand im Kreis Góis (1801–2011)
1801 1849 1864 1878 1890 1900 1911 1920 1930 1940 1950 1960 1970 1981 1991 2001 2011
4 894 6 332 10 285 10 100 10 797 11 493 12 466 12 335 12 230 12 488 11 103 9 744 6 955 6 434 5 372 4 861 4 260

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Góis unterhält folgende Städtepartnerschaft:

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Góis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. www.ine.pt – Indikator Resident population by Place of residence and Sex; Decennial in der Datenbank des Instituto Nacional de Estatística
  2. a b Übersicht über Code-Zuordnungen von Freguesias auf epp.eurostat.ec.europa.eu
  3. www.ine.pt – Indikator Resident population by Place of residence and Sex; Decennial in der Datenbank des Instituto Nacional de Estatística
  4. www.monumentos.pt (unter Cronologia), abgerufen am 24. November 2012
  5. www.monumentos.pt, abgerufen am 24. November 2012
  6. dito
  7. dito