Gößweinstein
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberfranken | |
| Landkreis: | Forchheim | |
| Höhe: | 457 m ü. NN | |
| Fläche: | 57,7 km² | |
| Einwohner: |
4092 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 71 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 91327 | |
| Vorwahl: | 09242 | |
| Kfz-Kennzeichen: | FO | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 4 74 129 | |
| Marktgliederung: | 31 Ortsteile | |
| Adresse der Marktverwaltung: |
Burgstraße 8 91327 Gößweinstein |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Georg Lang (CSU) | |
| Lage von Gößweinstein im Landkreis Forchheim | ||
Gößweinstein ist ein Markt im oberfränkischen Landkreis Forchheim mit etwa 4050 Einwohnern und liegt in der Fränkischen Schweiz am Zusammenfluss von Wiesent, Ailsbach und Püttlach. Markant sind die Burg und die Wallfahrtsbasilika.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie[Bearbeiten]
Geographische Lage[Bearbeiten]
Gößweinstein liegt im Herzen der Fränkischen Schweiz, inmitten des Städtedreiecks Bamberg, Bayreuth und Nürnberg.
Nachbargemeinden[Bearbeiten]
Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn) Waischenfeld, Ahorntal, Pottenstein, Obertrubach, Egloffstein, Pretzfeld, Ebermannstadt und Wiesenttal.
Gemeindegliederung[Bearbeiten]
Die politische Gemeinde Gößweinstein hat 31 amtlich benannte Ortsteile[2]:
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Flora[Bearbeiten]
Die Gößweinsteiner Mehlbeere (Sorbus pulchra) steht unter Naturschutz und kommt als so genanntes endemisches Gewächs nur in Gößweinstein und seiner unmittelbaren Umgebung vor.
Geschichte[Bearbeiten]
Die Burg Goswinesteyn wurde 1076 erstmals urkundlich erwähnt. Vor 1102 fiel die Burg an das Hochstift Bamberg und war von 1348 bis 1780 Sitz eines Vogteiamtes der Bischöfe von Bamberg.
Im Jahr 1525 kam es im Bauernkrieg zu Zerstörungen und anschließendem Wiederaufbau. Im Zweiten Markgrafenkrieg 1553 wurde Gößweinstein ein weiteres Mal zerstört und wiederaufgebaut. Der Bamberger Fürstbischof Friedrich Carl von Schönborn (regierte von 1729 bis 1746) erhob Gößweinstein zum Markt. Bei der Säkularisation des Jahres 1803 kam das Gebiet des Hochstifts Bamberg an Bayern.
Am 1. Juli 1972 kam Gößweinstein vom aufgelösten Landkreis Pegnitz zum Landkreis Forchheim.
Eingemeindungen[Bearbeiten]
Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurden am 1. Januar 1972 die ehemals selbstständigen Gemeinden Behringersmühle, Kleingesee, Stadelhofen, Unterailsfeld und ein Teil der aufgelösten Gemeinde Tüchersfeld in den Markt Gößweinstein eingegliedert.[3] Am 1. Januar 1974 kam Leutzdorf hinzu. Morschreuth und Teile der aufgelösten Gemeinde Wichsenstein folgten am 1. Mai 1978.[4]
Politik[Bearbeiten]
Marktgemeinderat[Bearbeiten]
Der Marktgemeinderat von Gößweinstein hat 16 Mitglieder zuzüglich des hauptamtlichen Bürgermeisters Georg Lang (CSU).
| CSU | SPD | Freie Wähler | Jugend und Frauen | Bürgergemeinschaft | Gesamt | |
| 2008 | 5 | 3 | 4 | 2 | 2 | 16 Sitze |
(Stand: Kommunalwahl am 2. März 2008)
Wappen[Bearbeiten]
Die Wappenbeschreibung lautet: In Gold auf grünem Dreiberg an roter Stange ein grüner Weinstock mit zwei blauen Trauben und zwei grünen Blättern. Die Wappenführung ist für Gößweinstein seit dem 17. Jahrhundert belegt. Nach der Gebietsreform 1978 hat der Marktgemeinderat beschlossen, das historische Wappen von Gößweinstein unverändert zu übernehmen.
Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]
Öffentlicher Personennahverkehr[Bearbeiten]
Das gesamte Marktgebiet von Gößweinstein gehört zum Verkehrsverbund Großraum Nürnberg GmbH (abgekürzt: VGN). Es existieren mehrere regelmäßige Busverbindungen in die umliegenden Orte und Städte.
Eisenbahn[Bearbeiten]
Der Markt Gößweinstein liegt an der Eisenbahnstrecke Forchheim–Behringersmühle. Während das Teilstück von Forchheim bis Ebermannstadt weiterhin durch Züge der agilis Verkehrsgesellschaft mbH bedient wird, ist der Abschnitt Ebermannstadt bis Behringersmühle am 30. Mai 1976 für den Personenverkehr durch die Deutsche Bahn stillgelegt worden. Allerdings gibt es durch die Dampfbahn Fränkische Schweiz weiterhin einen Museumsbetrieb, der vor Allem in den Sommermonaten durchgeführt wird. An der Strecke selbst liegen die Bahnstationen Gößweinstein sowie die Endstelle Behringersmühle, die ebenfalls zum Markt Gößweinstein gehört. Ursprünglich sollte von der Station Behringersmühle nach 1930 die Strecke in Richtung Pottenstein oder sogar bis Pegnitz weitergebaut werden, wo man an die Hauptstrecke Nürnberg–Bayreuth hätte anschließen können. Allerdings kam dies wegen der einsetzenden Weltwirtschaftskrise und der später wachsenden Bedeutung des Straßenverkehrs nicht mehr zustande. Die nächsten regelmäßig bedienten Bahnhofshalte sind die Station Ebermannstadt, von wo aus es stündlich Verbindungen nach Forchheim gibt, sowie der Bahnhof Pegnitz, der stündliche Verbindungen nach Bayreuth sowie Nürnberg bietet. Die nächsten S-Bahn-Stationen der S-Bahn Nürnberg befinden sich in Forchheim und Kersbach.
Straßenverkehr[Bearbeiten]
Mehrere Staatsstraßen stellen die Verbindung in die umliegenden Orte und Städte sicher. Der Markt Gößweinstein selbst ist von mehreren Straßen gut erschlossen. Die nächste Bundesstraße B470 führt durch den Ortsteil Behringersmühle. Die nächstliegenden Bundesautobahnen sind die A73 Richtung Bamberg und Erlangen sowie die A9 Richtung Bayreuth und Nürnberg.
Kultur und Sport[Bearbeiten]
Gößweinstein befindet sich in der Fränkischen Schweiz über dem Wiesenttal. Die Stadt liegt mitten im Klettergebiet Nördlicher Frankenjura, zahlreiche Wander- und Radwege befinden sich ebenfalls im Stadtgebiet.
Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
Museen[Bearbeiten]
- Wallfahrtsmuseum Gößweinstein
- Spielzeugmuseum Gößweinstein
- Heimatkundliche Sammlung im Haus des Gastes
- Dampfbahn Fränkische Schweiz (Museumsbahn)
Bauwerke[Bearbeiten]
- Die Wallfahrtskirche zur Heiligen Dreifaltigkeit mit Franziskanerkloster wurde 1730–1739 unter Fürstbischof Friedrich Carl von Schönborn nach Plänen von Balthasar Neumann, der auch selbst den Bau überwachte, erbaut. Die Kirche wurde 1948 auf Antrag des Franziskanerpaters Prof. Dr. Luchesius Spätling durch Papst Pius XII. zur päpstlichen Basilica minor erhoben (siehe auch Kloster Gößweinstein und Basilika Gößweinstein).
- Burg Gößweinstein
- Viktor-von-Scheffel-Denkmal, an dem an beiden Seiten die Verse aus dem Gedicht Ausfahrt zu lesen sind:
- Ich fahr’ in die Welt! Mein Hutschmuck die Rose, mein Lager im Moose, Der Himmel mein Zelt.
- Mag trauern und lauern, wer will, hinter Mauern – Ich fahr’ in die Welt!
Aussichtspunkte[Bearbeiten]
Rund um den Ort gibt es mehrere Aussichtspunkte. Dazu zählen:
- der Gernerfels, der Kreuzberg mit Hochkreuz, die Martinswand und Bellevue, der Pavillon auf der Wagnershöhe
- die Ludwigshöhe (Theaterhöhle), der Bärenstein (529 m NN), die Fischersruh, die Nürnberger Kapelle
- der Aussichtsfelsen bei Wichsenstein (585 m NN)
Freizeiteinrichtungen[Bearbeiten]
- Natur-Freibad Gößweinstein
- Minigolfanlage Gößweinstein
- 3-D-Bogenparcour
- Kajak- und Bootsverleih
- Kneippanlagen im Kurpark und in Behringersmühle
- 250 km markierte Wanderwege
- Balthasar-Neumann-Rundwanderweg
- Reiterhof
- Fahrradverleihstation
- Naturwaldreservat Eibenwald
- Kreativzentrum Morschreuth
- Frei-Schach in Behringersmühle
- Wassererlebnisplatz in Behringersmühle
- Bolzplatz in Behringersmühle
Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Gößweinstein
Historische Abbildungen[Bearbeiten]
Literatur[Bearbeiten]
- Franz X. Bogner: Die Fränkische Schweiz. Ein Luftbildportrait. Ellwanger Verlag, Bayreuth 2007, S.50-54; ISBN 978-3-925361-62-3.
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland nach Bevölkerung am 31.12.2011 auf Grundlage des Zensus 2011 und früherer Zählungen (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
- ↑ http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111102/173512&attr=OBJ&val=1197
- ↑ Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 549.
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 683.
Weblinks[Bearbeiten]
- Gößweinstein und Behringersmühle
- Gößweinstein: Wappengeschichte vom HdBG
- Foracheim: Wallfahrtsbasilika in Gößweinstein
- Gößweinstein: Amtliche Statistik des LStDV
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