Gößweinstein

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Gößweinstein
Gößweinstein
Deutschlandkarte, Position des Marktes Gößweinstein hervorgehoben
49.7711.336666666667457Koordinaten: 49° 46′ N, 11° 20′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Forchheim
Höhe: 457 m ü. NHN
Fläche: 57,7 km²
Einwohner: 4082 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 71 Einwohner je km²
Postleitzahl: 91327
Vorwahl: 09242
Kfz-Kennzeichen: FO, EBS, PEG
Gemeindeschlüssel: 09 4 74 129
Marktgliederung: 31 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Burgstraße 8
91327 Gößweinstein
Webpräsenz: www.goessweinstein.de
Bürgermeister: Hanngörg Zimmermann (BMG)
Lage des Marktes Gößweinstein im Landkreis Forchheim
Landkreis Nürnberger Land Erlangen Landkreis Bamberg Landkreis Erlangen-Höchstadt Landkreis Bayreuth Bamberg Landkreis Bamberg Wiesenttal Igensdorf Hiltpoltstein Gräfenberg Hallerndorf Forchheim Hausen (bei Forchheim) Heroldsbach Eggolsheim Weißenohe Wiesenthau Weilersbach (Oberfranken) Unterleinleiter Pretzfeld Poxdorf (Oberfranken) Pinzberg Obertrubach Neunkirchen am Brand Leutenbach (Oberfranken) Langensendelbach Kunreuth Kleinsendelbach Kirchehrenbach Hetzles Gößweinstein Effeltrich Ebermannstadt Dormitz IgensdorfKarte
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Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Gößweinstein ist ein Markt im oberfränkischen Landkreis Forchheim mit etwa 4100 Einwohnern und liegt in der Fränkischen Schweiz oberhalb des Zusammenflusses von Wiesent, Ailsbach und Püttlach bei Behringersmühle. Markant sind die Burg und die nach den Plänen von Balthasar Neumann erbaute Wallfahrtsbasilika.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Blick auf Gößweinstein mit Basilika und Burg, 2009
Luftbild von Gößweinstein im Juni 2008
Luftbild von Gößweinstein im Herbst 2010

Gößweinstein liegt im Herzen der Fränkischen Schweiz, inmitten des Städtedreiecks Bamberg, Bayreuth und Nürnberg.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn) Waischenfeld, Ahorntal, Pottenstein, Obertrubach, Egloffstein, Pretzfeld, Ebermannstadt und Wiesenttal.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Gößweinstein gliedert sich in 31 Ortsteile[2]:

Flora[Bearbeiten]

Die Gößweinsteiner Mehlbeere (Sorbus pulchra) kommt als endemische Mehlbeeren-Art ausschließlich in Gößweinstein und seiner unmittelbaren Umgebung vor.[3] Sie zählt ebenso wie Hersbrucker Mehlbeere (Sorbus pseudothuringiaca) zu den gefährdeten Arten in Deutschland.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Burg Goswinesteyn wurde 1076 erstmals urkundlich erwähnt. Vor 1102 fiel die Burg an das Hochstift Bamberg und war von 1348 bis 1780 Sitz eines Vogteiamtes der Bischöfe von Bamberg.

Im Jahr 1525 kam es im Bauernkrieg zu Zerstörungen und anschließendem Wiederaufbau. Im Zweiten Markgrafenkrieg 1553 wurde Gößweinstein ein weiteres Mal zerstört und wiederaufgebaut. Der Bamberger Fürstbischof Friedrich Carl von Schönborn (regierte von 1729 bis 1746) erhob Gößweinstein zum Markt. Bei der Säkularisation des Jahres 1803 kam das Gebiet des Hochstifts Bamberg an Bayern.

Am 1. Juli 1972 kam Gößweinstein vom aufgelösten Landkreis Pegnitz zum Landkreis Forchheim.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurden am 1. Januar 1972 die ehemals selbstständigen Gemeinden Behringersmühle, Kleingesee, Stadelhofen, Unterailsfeld und ein Teil der aufgelösten Gemeinde Tüchersfeld (Hühnerloh und Kohlstein) in den Markt Gößweinstein eingegliedert.[4] Am 1. Januar 1974 kam Leutzdorf hinzu. Morschreuth und von der aufgelösten Gemeinde Wichsenstein die Orte Wichsenstein, Altenthal, Hardt, Sattelmannsburg und Ühleinshof folgten am 1. Mai 1978.[5]

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bürgermeister ist seit 2014 Hanngörg Zimmermann (BMG; Bürgervereinigung Markt Gößweinstein). Er setzte sich gegen den Amtsinhaber Georg Lang (CSU) durch.

Marktgemeinderat[Bearbeiten]

Der Marktgemeinderat von Gößweinstein hat 16 Mitglieder zuzüglich des hauptamtlichen Bürgermeisters.

CSU SPD Freie Wähler Jugend und Frauen Bürgergemeinschaft Gesamt
2008 5 3 4 2 2 16 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 2. März 2008)

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: In Gold auf grünem Dreiberg an roter Stange ein grüner Weinstock mit zwei blauen Trauben und zwei grünen Blättern. Die Wappenführung ist für Gößweinstein seit dem 17. Jahrhundert belegt. Nach der Gebietsreform 1978 hat der Marktgemeinderat beschlossen, das historische Wappen von Gößweinstein unverändert zu übernehmen.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Öffentlicher Personennahverkehr[Bearbeiten]

Das gesamte Marktgebiet von Gößweinstein gehört zum Verkehrsverbund Großraum Nürnberg GmbH (abgekürzt: VGN). Es existieren mehrere regelmäßige Busverbindungen in die umliegenden Orte und Städte.

Eisenbahn[Bearbeiten]

Der Markt Gößweinstein liegt an der Eisenbahnstrecke Forchheim–Behringersmühle. Während das Teilstück von Forchheim bis Ebermannstadt weiterhin durch Züge der agilis Verkehrsgesellschaft mbH bedient wird, ist der Abschnitt Ebermannstadt bis Behringersmühle am 30. Mai 1976 für den Personenverkehr durch die Deutsche Bahn stillgelegt worden. Allerdings gibt es durch die Dampfbahn Fränkische Schweiz weiterhin einen Museumsbetrieb, der vor Allem in den Sommermonaten durchgeführt wird. An der Strecke selbst liegen die Bahnstationen Gößweinstein sowie die Endstelle Behringersmühle, die ebenfalls zum Markt Gößweinstein gehört. Ursprünglich sollte von der Station Behringersmühle nach 1930 die Strecke in Richtung Pottenstein oder sogar bis Pegnitz weitergebaut werden, wo man an die Hauptstrecke Nürnberg–Bayreuth hätte anschließen können. Allerdings kam dies wegen der einsetzenden Weltwirtschaftskrise und der später wachsenden Bedeutung des Straßenverkehrs nicht mehr zustande. Die nächsten regelmäßig bedienten Bahnhofshalte sind die Station Ebermannstadt, von wo aus es stündlich Verbindungen nach Forchheim gibt, sowie der Bahnhof Pegnitz, der stündliche Verbindungen nach Bayreuth sowie Nürnberg bietet. Die nächsten S-Bahn-Stationen der S-Bahn Nürnberg befinden sich in Forchheim und Kersbach.

Straßenverkehr[Bearbeiten]

Mehrere Staatsstraßen stellen die Verbindung in die umliegenden Orte und Städte sicher. Der Markt Gößweinstein selbst ist von mehreren Straßen gut erschlossen. Die nächste Bundesstraße B470 führt durch den Ortsteil Behringersmühle. Die nächstliegenden Bundesautobahnen sind die A73 Richtung Bamberg und Erlangen sowie die A9 Richtung Bayreuth und Nürnberg.

Kultur und Sport[Bearbeiten]

Gößweinstein befindet sich in der Fränkischen Schweiz über dem Wiesenttal. Die Stadt liegt mitten im Klettergebiet Nördlicher Frankenjura, zahlreiche Wander- und Radwege befinden sich ebenfalls im Stadtgebiet.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Blick vom Kreuzberg auf Gößweinstein

Museen[Bearbeiten]

  • Wallfahrtsmuseum Gößweinstein
  • Spielzeugmuseum Gößweinstein
  • Heimatkundliche Sammlung im Haus des Gastes
  • Dampfbahn Fränkische Schweiz (Museumsbahn)

Bauwerke[Bearbeiten]

Die Apsis der Basilica minor zur hl. Dreifaltigkeit
Ich fahr’ in die Welt! Mein Hutschmuck die Rose, mein Lager im Moose, Der Himmel mein Zelt.
Mag trauern und lauern, wer will, hinter Mauern – Ich fahr’ in die Welt!

Aussichtspunkte[Bearbeiten]

Pavillon auf der Wagnershöhe

Rund um den Ort gibt es mehrere Aussichtspunkte. Dazu zählen:

  • der Gernerfels, der Kreuzberg mit Hochkreuz, die Martinswand und Bellevue, der Pavillon auf der Wagnershöhe
  • die Ludwigshöhe (Theaterhöhle), der Bärenstein (529 m NN), die Fischersruh, die Nürnberger Kapelle
  • der Aussichtsfelsen bei Wichsenstein (585 m NN)

Freizeiteinrichtungen[Bearbeiten]

  • Natur-Freibad Gößweinstein
  • Minigolfanlage Gößweinstein
  • 3-D-Bogenparcour
  • Kajak- und Bootsverleih
  • Kneippanlagen im Kurpark und in Behringersmühle
  • 250 km markierte Wanderwege
  • Balthasar-Neumann-Rundwanderweg
  • Reiterhof
  • Fahrradverleihstation
  • Naturwaldreservat Eibenwald
  • Kreativzentrum Morschreuth
  • Frei-Schach in Behringersmühle
  • Wassererlebnisplatz in Behringersmühle
  • Bolzplatz in Behringersmühle

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Gößweinstein

Historische Abbildungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Franz X. Bogner: Die Fränkische Schweiz. Ein Luftbildportrait. Ellwanger Verlag, Bayreuth 2007, S.50-54; ISBN 978-3-925361-62-3.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111102/173512&attr=OBJ&val=1197
  3. Norbert Meyer: Steckbriefe zu den Gefäßpflanzen Bayerns, Sorbus pulchra N. Mey. Botanische Staatssammlung München, abgerufen am 3. Juni 2014.
  4.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 549.
  5.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 683.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gößweinstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Gößweinstein – Reiseführer