Görmitz

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Dieser Artikel beschreibt die Insel im Achterwasser des Insel Usedom. Für das nach ihr benannte Seezeichenschiff des Wasser- und Schifffahrtsamtes Stralsund siehe Görmitz (Schiff).

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Görmitz
Görmitz Gebäude.JPG
Gewässer Achterwasser
Geographische Lage 54° 1′ N, 13° 55′ O54.02416666666713.922222222222Koordinaten: 54° 1′ N, 13° 55′ O
Görmitz (Mecklenburg-Vorpommern)
Görmitz
Länge 1,7 kmdep1
Breite 932 mdep1
Fläche 99,14 hadep1 w3
Einwohner 4 Bauern
Hauptort Görmitz
Görmitz Wiese.jpg
Insel Görmitz, Luftaufnahme

Görmitz ist eine 99,14 ha große Insel im Achterwasser der Insel Usedom. Die Insel ist ein Naturschutzgebiet, das der Verein Jordsand betreut.

Görmitz gehört zur Gemeinde Lütow im Amt Am Peenestrom. In der Mitte der Insel befinden sich ein bewohnter Bauernhof, Reste eines Ferienheims und im Süden ein Leuchtfeuer.

Bis in die 1960er Jahre war die Insel nebst Vorwerk nur mit privaten Fährbooten ab Netzelkow erreichbar.

In den 1960er Jahren wurde Görmitz mit einem Damm nordöstlich der Ortschaft Neuendorf mit Usedom verbunden. Der Damm besteht aus Bauschutt und Betonbruch, der mit Erde überdeckt und mit einer Betonplattenstraße befestigt wurde. Die Baumaßnahme stand im Zusammenhang mit der Erdölförderung in Lütow; auch auf Görmitz wurde in den 1970er und -80er Jahren mit 3 bis 4 Bohrungen nach Erdöl gesucht, die dortigen Bohrungen waren aber nicht ergiebig und wurden eingestellt.

Geschichte[Bearbeiten]

Über 700 Jahre befand sie sich im Besitz der Familie von Lepel. Hier befand sich ein Vorwerk des Neuendorfer/Netzelkower Gutes mit der Rinderhaltung.

1865 hatte dieses Vorwerk, als Holländerei bezeichnet, nur 1 Wohnhaus aber 24 Einwohner.[1]

Im Jahr 1937 wurde die Insel an einen Dr. Kerkhoff aus Düsseldorf verkauft.

Nach 1945 und nach der Bodenreform bekamen dort Flüchtlinge Land und betrieben Viehwirtschaft und Ackerbau. Die Insel wurde dann ein Erholungsobjekt für den Betrieb VEB Nachrichtenelektronik Greifswald und nach 1990 durch Übernahme des NEG - Eigentum der Siemens AG. Die Insel steht heute fast vollständig unter Naturschutz, im Süden gab es Relikte einer neolithischen Siedlung mit einem Werkplatz für Feuersteinwerkzeuge. Im Juli 2006 verkaufte die Siemens AG die Insel Görmitz an die Gesellschafter der Wertgrund Insel Görmitz GmbH. Es erfolgte aber keine Bewirtschaftung und kein Ausbau der geplanten Ferienanlage. Die Gebäude, bis auf das Bauerngehöft sind ruinös. Seit 2006 war die Insel zur landwirtschaftlichen Nutzung an einen Bauern verpachtet, der dort Rinder hielt. Deshalb wurde die Insel im August 2012 an diesen Landwirt aus Rostock verkauft. Der Nordteil der Insel ist beschränkt betretbar.

Damm zur Insel Görmitz
Görmitz - rechts Ruine Ferienanlage, hinten Bauernhof

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Heinrich Berghaus: Landbuch des Herzogtums Pommern und des Fürstentums Rügen. Teil II, Band 1, Anklam 1865, S. 476 (Online)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Görmitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien