Götterbäume

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Götterbäume
Götterbaum (Ailanthus altissima)

Götterbaum (Ailanthus altissima)

Systematik
Kerneudikotyledonen
Rosiden
Eurosiden II
Ordnung: Seifenbaumartige (Sapindales)
Familie: Bittereschengewächse (Simaroubaceae)
Gattung: Götterbäume
Wissenschaftlicher Name
Ailanthus
Desf.

Die Götterbäume (Ailanthus, Syn.: Hebonga) sind eine Pflanzengattung in der Familie der Bittereschengewächse (Simaroubaceae). Die Gattung Ailanthus ist mit drei bis zehn Arten in Süd- und Ostasien und im nördlichen Australien vertreten. Die bekannteste, auch in Mitteleuropa häufig gepflanzte Art ist der Götterbaum (Ailanthus altissima). Fossilfunde gibt es aus dem Tertiär der Nordhalbkugel (als Mindestalter für die Gattung wird das Frühe Eozän angegeben).

Beschreibung[Bearbeiten]

Götterbäume (Ailanthus) sind große bis kleine, laubabwerfende Bäume. Sie sind sehr anspruchslos und wachsen schnell. Die wechselständigen Laubblätter sind relativ lang und gefiedert mit 13 bis 41 Fiederblättchen. Die mehr oder weniger gegenständigen Fiederblättchen weisen manchmal an ihrer Basis einige große Zähne auf. Nebenblätter fehlen.

Sie sind zweihäusig getrenntgeschlechtig (diözisch). Es werden achselständige, rispige Blütenstände gebildet. Es sind gleich viele Kelch- wie Kronblätter vorhanden. Die eingeschlechtigen oder manchmal zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und meist fünf-, selten sechszählig. Männliche Blüten enthalten zehn, zwittrige nur fünf bis sechs fertile Staubblätter, aber dann die restliche Zahl als Staminodien. Es sind zwei bis fünf frei, oberständige, flache Fruchtblätter vorhanden mit jeweils fünf Kammern, die jeweils nur eine Samenanlage enthalten. Die zwei bis fünf Griffel können frei oder verwachsen sein. Die Früchte sind geflügelt (Samara).

Systematik[Bearbeiten]

Die Erstveröffentlichung von Ailanthus erfolgte 1786 durch René Louiche Desfontaines in Mém. Acad. Sci. (Paris), S. 265.

Es gibt etwa zehn Ailanthus-Arten, sechs davon in China davon sind fünf dort endemisch:

Problematik[Bearbeiten]

Der Götterbaum (Ailanthus altissima) zählt zu den so genannten Gartenflüchtlingen. Er breitet sich schnell und unkontrolliert aus und verdrängt dabei heimische Gehölze.
Aufgrund seiner Robustheit ist der Götterbaum in einigen Städten in Grünstreifen zwischen Verkehrsflächen anzutreffen, jedoch sind viele Teile des Götterbaumes giftig. Insbesondere beim Entfernen und Rückschnitt sind Vorsichtsmassnahmen zu treffen, da jeder Kontakt zu allergischen Reaktionen führen kann.[1]
Als Brennholz ist das Holz des Götterbaumes kaum geeignet, da es beim Verbrennen mit lautem Knallen zerspringt.

Quellen[Bearbeiten]

  • Kamal A. Malik: Ailanthus in der Flora of Pakistan: Online. (engl.)
  • Hua Peng & Wm. Wayt Thomas: Simaroubaceae in der Flora of China, Volume 11, S. 100: Ailanthus- Online. (engl.)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Gartendatenbank Ailanthus

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Götterbäume – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien