Gøsta Esping-Andersen

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Gøsta Esping-Andersen (* 1947) ist ein dänischer Politikwissenschaftler und Soziologe.

Er ist Professor für Soziologie an der Universität Pompeu Fabra in Barcelona. Seine Forschungen und Veröffentlichungen befassen sich vor allem mit dem Wohlfahrtsstaat.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Gøsta Esping-Andersen wurde 1947 in Dänemark als Sohn einer schwedischen Pianistin und eines dänischen Angestellten der Weltbank geboren. Aufgewachsen ist er in Dänemark, Iran, Kalifornien und Syrien, wo er gemeinsam mit seinen Eltern lebte. An der Universität Kopenhagen absolvierte er sein Studium als Master of Science. Seinen Doktorgrad erhielt er an der Universität Wisconsin. Von 1978 bis 1985 war er Professor an der Harvard-Universität, im Jahr darauf am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung und bis 1994 an der Europäischen Universität Florenz. Zwischen 1994 und 2001 lehrte er dann ebenfalls im italienischen Trient. Die dänische Universität Roskilde verlieh ihm 2001 die Ehrendoktorwürde.

Esping-Andersen ist ferner Mitglied einiger sozialwissenschaftlicher Institute in ganz Europa, wie dem Danish Institute for Social Research. Weltweit veröffentlicht er in zahlreichen Fachzeitschriften Artikel, zum Beispiel im American Sociological Review oder im European Journal of Industrial Relations (siehe dazu: Industrial relations). Er gehört zu den renommiertesten Sozialforschern unserer Zeit. Auch in internationalen Organisationen, wie beispielsweise den Vereinten Nationen, der Weltbank und der OECD, arbeitete der Däne mit. Rat suchten sich die Nationalregierungen Portugals und Belgiens während ihrer Europäischen Präsidentschaft. Die SPD hat ihn für ihre Reformdebatte zum Wohlfahrtsstaat entdeckt, namentlich Arbeitsminister Olaf Scholz.

Zurzeit ist Gøsta Esping-Andersen wieder Professor für Soziologie an der Universität Pompeu Fabra in Barcelona. Hier lebt er mit seiner Frau und seinen zwei aus Marokko stammenden Adoptivsöhnen.

[Bearbeiten] Veröffentlichungen

  • The Three Worlds of Welfare Capitalism (1990)
  • Welfare States in Transition (1996) (Hrsg.)
  • Social Foundations of Postindustrial Economies (1998)
  • Why We Need a New Welfare State (2002)

[Bearbeiten] Pressestimmen (Weblinks)

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

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