Güiro

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Güiro aus Fiberglas

Der Güiro [guˈi:ʁo] (auch Guiro, span. „Flaschenkürbis“, „Ratschgurke“ oder „Fisch“ genannt) ist ein etwa 30 bis 40 cm langes, hohles Rhythmusinstrument. Das in einigen Musikstilen Mittelamerikas verbreitete Perkussionsinstrument gehört zur Gruppe der Schrapidiophone.

Aufbau und Funktion[Bearbeiten]

Ursprünglich wurde er aus einer ausgehöhlten Kalebasse hergestellt. Heute wird er gewöhnlich aus Holz gefertigt, in einer modernen Ausführung auch aus Fiberglas. Eine ähnliche Form wird aus Metall gefertigt und wird auch wegen seiner Form „Torpedo“ genannt.

Der Güiro wird mit einem etwa 12 bis 15 cm langen, konisch zugeschnittenen Holzstab, aber auch einem Stachel eines Stachelschweins, einem Metallkamm oder -besen gespielt. Das größere konische Stück liegt dabei in der Hand. Zur Färbung des Klangs wird der Holzstab vom dicken zum dünnen Ende hin auf der geriffelten Oberfläche von oben nach unten oder umgekehrt rhythmisch gespielt.

Der Güiro wird besonders in der kubanischen Musik und darüber hinaus in der internationalen Popmusik gebraucht. Er hat auch Einzug ins Orchester gefunden, und wird z. B. in Le Sacre du Printemps verwendet.

Die Güira ist ein dem Güiro verwandtes Instrument, das in der dominikanischen Musik, vor allem in der Merengue, eine ebenso große Rolle spielt wie der Güiro für die kubanische Musik. Im Unterschied zum Güiro wird sie aus Metall gefertigt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Guiro – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien