Günsberg

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Günsberg
Wappen von Günsberg
Staat: Schweiz
Kanton: Solothurn (SO)
Bezirk: Lebernw
BFS-Nr.: 2547i1f3f4
Postleitzahl: 4524
UN/LOCODE: CH GNS
Koordinaten: 610407 / 23401347.2569437.576113624Koordinaten: 47° 15′ 25″ N, 7° 34′ 34″ O; CH1903: 610407 / 234013
Höhe: 624 m ü. M.
Fläche: 5.28 km²
Einwohner: 1135 (31. Dezember 2013)[1]
Einwohnerdichte: 215 Einw. pro km²
Website: www.guensberg.ch
Blick von Kammersrohr auf Günsberg

Blick von Kammersrohr auf Günsberg

Karte
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Günsberg (im lokalen Dialekt Günschbrg) ist eine politische Gemeinde im Bezirk Lebern des Kantons Solothurn in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten]

Günsberg liegt auf 624 m ü. M., 6 km nordöstlich des Kantonshauptortes Solothurn (Luftlinie). Das Haufendorf erstreckt sich an aussichtsreicher Lage am Südhang der ersten Jurakette, in der Region Unterleberberg rund 200 m über der Ebene des Solothurner Mittellandes.

Die Fläche des 5.3 km² grossen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt des Solothurner Juras und weist relativ grosse Reliefunterschiede auf. Das Gebiet erstreckt sich vom Hang unterhalb des Dorfes nordwärts über den überwiegend bewaldeten und teilweise mit Felsen durchzogenen Steilhang bis auf den Kamm der Weissensteinkette. Der Hang ist durch mehrere Tälchen untergliedert, welche im Einzugsgebiet der Siggern (linker Zufluss der Aare) liegen. Die östliche Grenze verläuft im Tal des Teuffelenbachs. Der höchste Punkt von Günsberg wird mit 1'251 m ü. M. auf dem Chamben erreicht. Von der Gemeindefläche entfielen 1997 10 % auf Siedlungen, 42 % auf Wald und Gehölze, 47 % auf Landwirtschaft und etwas weniger als 1 % war unproduktives Land.

Zu Günsberg gehören mehrere Einzelhöfe. Nachbargemeinden von Günsberg sind Kammersrohr, Hubersdorf, Riedholz, Balm bei Günsberg und Herbetswil im Kanton Solothurn sowie Farnern und Attiswil im Kanton Bern.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Mit 1135 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2013) gehört Günsberg zu den kleineren Gemeinden des Kantons Solothurn. Von den Bewohnern sind 94.4 % deutschsprachig, 1.2 % französischsprachig und 1.2 % sprechen Italienisch (Stand 2000). Die Bevölkerungszahl von Günsberg belief sich 1850 auf 677 Einwohner, 1900 auf 745 Einwohner. Im Verlauf des 20. Jahrhunderts pendelte die Bevölkerungszahl bis 1960 im Bereich zwischen 700 und 780 Einwohnern. Besonders während der 1960er Jahre und seit 1990 wurden deutliche Zuwachsraten verzeichnet. Neue Wohnquartiere wurden vor allem unterhalb des alten Ortskerns errichtet, sodass das Siedlungsgebiet von Günsberg heute schon fast mit demjenigen von Niederwil zusammengewachsen ist.

Politik[Bearbeiten]

Der Gemeinderat (die Exekutive) besteht inklusive des Gemeindepräsidenten aus 7 Mitgliedern. Die Sitze verteilten sich dabei wie folgt:

Partei 2014-2017 [2] (+/-)  2009 - 2013 [3]
Sozialdemokratische Partei 0 -1 1
FDP.Die Liberalen
(bis 2009 Freisinnig-Demokratische Partei)
3 -1 4
Schweizerische Volkspartei 4 +2 2

Wirtschaft[Bearbeiten]

Günsberg war bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts ein vorwiegend durch die Landwirtschaft geprägtes Dorf. Seit dem 16. Jahrhundert wurde oberhalb des Dorfes Gips abgebaut und in Gipsmühlen verarbeitet. Noch heute haben der Ackerbau und der Obstbau in den tieferen Lagen sowie die Viehzucht und Milchwirtschaft im oberen Gemeindeteil einen gewissen Stellenwert in der Erwerbsstruktur der Bevölkerung. Zahlreiche weitere Arbeitsplätze sind im lokalen Kleingewerbe und im Dienstleistungssektor vorhanden. In Günsberg sind heute Betriebe des Baugewerbes, der Elektrobranche, der Informatik und des Holzbaus vertreten. In den letzten Jahrzehnten hat sich das Dorf dank seiner attraktiven Lage zu einer Wohngemeinde entwickelt. Viele Erwerbstätige sind deshalb Wegpendler, die hauptsächlich in der Region Solothurn arbeiten.

Verkehr[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt abseits der grösseren Durchgangsstrassen an einer Verbindungsstrasse von Attiswil über den Balmberg nach Welschenrohr. Der nächste Anschluss an die Autobahn A1 (Bern–Zürich) befindet sich rund 7 km vom Dorf entfernt. Durch einen Postautokurs, welcher die Strecke von Solothurn nach Balm bei Günsberg bedient, ist Günsberg an das Netz des öffentlichen Verkehrs angebunden.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte 1307 unter dem Namen Gunsperch. Später erschienen die Bezeichnungen Gunsperg (1336), Guinsberg (1374) und Günsberg (1424). Der Ortsname geht auf den althochdeutschen Personennamen Gundo zurück und bedeutet somit Berg/Bergweide des Gundo.

Seit dem Mittelalter unterstand Günsberg der Herrschaft Balm. Zusammen mit dieser Herrschaft gelangte das Dorf 1312 als Reichslehen an die Grafen von Strassberg und nach verschiedenen Besitzerwechseln 1411 an Solothurn. Schon seit 1344 hatte die Stadt die hohe Gerichtsbarkeit über Günsberg inne. Im 15. Jahrhundert unterstand das Dorf der Vogtei Balm, ab 1487 war es Teil der Vogtei Flumenthal. Nach dem Zusammenbruch des Ancien Régime (1798) gehörte Günsberg während der Helvetik zum Verwaltungsbezirk Solothurn und ab 1803 zum Bezirk Lebern.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die heutige spätbarocke Kirche Sankt Pantaleon wurde 1960 vergrössert; sie besitzt ein Altarbild aus der Zeit um 1700. Sie geht ursprünglich auf die Kapelle Sankt Pantaleon zurück, die seit 1336 erwähnt ist, jedoch während den Reformationswirren 1529 zerstört und 1537 neu erbaut wurde. Günsberg gehörte zunächst zur Pfarrei Flumenthal, wurde aber 1695 zur selbständigen Kirchgemeinde erhoben.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung

In Gelb über grünem Dreiberg nach links springender roter Hirsch

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Günsberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. Solothurner Zeitung: So setzen sich die neuen Gemeinderäte zusammen
  3. Homepage der Gemeinde Günsberg: Gemeinderat