Günter Bartsch

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Günter Bartsch (* 13. Februar 1927; † 25. Juli 2006)[1] war ein deutscher Publizist, Journalist, Gewerkschafter und Politiker, der sich mit politischen Theorien beschäftigte, darunter Marxismus, Anarchismus, die Freiwirtschaftslehre nach Silvio Gesell und der Rechtsradikalismus.

Inhaltsverzeichnis

Leben [Bearbeiten]

Bartsch wurde in Niederschlesien geboren und wuchs dort auf. Nach dem Besuch der Volksschule kam er in der Zeit des Nationalsozialismus zum Reichsarbeitsdienst und später zur Wehrmacht. Wegen missliebiger politischer Äußerungen wurde er dort in ein Strafbatallion versetzt.

Bartsch war bis 1953 Mitglied der KPD, wandte sich nach der Niederschlagung des Arbeiteraufstandes in der DDR jedoch vom Kommunismus ab und arbeitete ab August 1953 als freier Journalist. Von 1962 an lebte und arbeitete er als Journalist, Schriftsteller und Zeithistoriker in Freiburg im Breisgau. In seinen Büchern und Schriften (von denen 29 in der Deutschen Nationalbibliothek gelistet sind) beschäftigte er sich hauptsächlich mit gesellschaftspolitischen Themen. 1975 veröffentlichte er das Buch „Revolution von Rechts“ über die „Neue Rechte“ in der Zeit nach der 68er Revolte, welches breite Aufmerksamkeit fand. Über einen geistigen Ausflug in die Anthroposophie kam er später zur Ökosophie, wurde Mitbegründer einer „ökosophischen Weltbewegung“ und zeitweiliger Weggefährte Baldur Springmanns.

Seine letzten Lebensjahre verbrachte Günter Bartsch zusammen mit seiner Lebensgefährtin Helga Leihberg an der Ostsee. Dort schrieb und vollendete er eine Autobiographie, die allerdings bislang unveröffentlicht blieb.

Schriften [Bearbeiten]

Weblinks [Bearbeiten]

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Autor: Andreas Ferch vom 25. August 2006. Nachruf und Kurzinformationen über G. Bartsch. In: Junge Freiheit Nr. 35. Abgerufen am 8. Juli 2011.