Günther Pallaver

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Günther Pallaver (* 9. Februar 1955 in Bozen) ist ein italienischer Politikwissenschaftler und Historiker aus Südtirol.

Leben[Bearbeiten]

Der aus Branzoll stammende Pallaver besuchte das Franziskanergymnasium Bozen und studierte anschließend von 1974 bis 1980 Rechtswissenschaft an der Universität Innsbruck. Von 1977 bis 1979 war er parallel dazu Vorsitzender der Südtiroler Hochschülerschaft. Anschließend studierte er bis 1986 Geschichte, Kunstgeschichte und Politikwissenschaft.[1]

Während und nach dem Ende seiner Studienzeit arbeitete er als Lehrer an verschiedenen Südtiroler Mittel- und Oberschulen sowie als Journalist für die Tageszeitung Alto Adige und für das Südtiroler Wochenmagazin ff. 1989 begann seine Lehrtätigkeit als Assistent und Lektor an den Instituten für Politikwissenschaft und Zeitgeschichte der Universität Innsbruck. 2001 erlangte er seine Habilitation mit der Arbeit Dimensionen ethnischer Konfliktregelung. Südtirol als Fallbeispiel zwischen Consociational Democracy, Europa der Regionen und Italiens politischem System im Wandel. In den Jahren 2005–2009 war er Dekanstellvertreter der Fakultät für Politikwissenschaft und Soziologie der Universität Innsbruck. 2010 wurde er zum Universitätsprofessor ernannt.[2]

Pallaver war seit dem Jahr 2006 mehrmals Gastprofessor an der Universität Trient und an der Freien Universität Bozen. Er ist Mitarbeiter zahlreicher Printmedien in Italien und Österreich und Präsident der Südtiroler Gesellschaft für Politikwissenschaft.[1] In seinen Arbeiten beschäftigt er sich insbesondere mit Südtiroler Zeitgeschichte, Alltagsgeschichte der Frühen Neuzeit, dem politischen System Italiens und Fragen der politischen Kommunikation.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Curriculum vitae et studiorum. Universität Innsbruck – Institut für Politikwissenschaft, abgerufen am 15. Juli 2011.
  2. a b Günther Pallaver. Edition Raetia, abgerufen am 15. Juli 2011.