Günther Treptow

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Günther Treptow (* 22. Oktober 1907 in Berlin; † 28. März 1981 in Berlin) war ein deutscher Opernsänger (Tenor), der am besten bekannt ist für seine Rollen in Opern von Richard Wagner.

Leben[Bearbeiten]

Günther Treptow begann seine Gesangsausbildung an der Hochschule für Musik und setzte sie in Mailand bei Giovanni Scarmeo fort. Treptow war Mitglied der SA und der NSDAP (Mitgliedsnr. 38 579) bis 1934, als jüdische Vorfahren im Stammbaum seiner Mutter festgestellt wurden. Daraufhin erhielt er erst ein Auftrittsverbot, bis er am 6. Juni 1935 von Joseph Goebbels eine Sondergenehmigung bekam.

Sein Bühnendebüt machte Treptow 1936 in Berlin in Der Rosenkavalier. Er sang 1938 in der Volksoper Wien den Florestan in Fidelio. 1939 sang er auf dem Sopot Festival die Hauptrolle in Richard Wagners Tannhäuser. 1940 hatte er seinen ersten Auftritt in der Bayerischen Staatsoper.

Nach dem Krieg hatte er 1947 seinen ersten Auftritt in der Wiener Staatsoper und 1951 den ersten Auftritt bei den Bayreuther Festspielen.

Es gelang Treptow schnell sich als einer der führenden Heldentenöre seiner Zeit zu etablieren, v.a. als Siegmund in Die Walküre, Siegfried in der gleichnamigen Oper und der Götterdämmerung und als Tristan in Tristan und Isolde. Neben Wagner-Rollen sang er auch den Max im Freischütz, Števa Buryja in Jenůfa, Canio in Pagliacci und in Otello die Hauptrolle.

Auf der internationalen Bühne hatte er Gastauftritte in der Mailänder Scala, im Brüsseler La Monnaie, im Royal Opera House in London, der New Yorker Metropolitan Opera und auch in Leningrad und Moskau.

Ab 1955 sang er an der Staatsoper Berlin. An der Deutschen Oper Berlin sang er von 1961 bis 1972, als er sich von der Bühne verabschiedete.

Diskographie[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]