Günther Wirth

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Dieser Artikel behandelt den Fußballspieler Günther Wirth. Zum Kunstkritiker siehe Günther Wirth (Kunstkritiker); zu anderen Personen siehe Günter Wirth.
Günther Wirth 1955

Günther Wirth (* 9. Januar 1933 in Dresden) (genannt Wibbel Wirth) ist ein ehemaliger Fußballspieler und Nationalspieler der DDR.

Zwei Jahre vor Ende des Zweiten Weltkrieges meldete sich der zehnjährige Günther Wirth 1943 bei der Fußballmannschaft von Guts Muts Dresden an. Nach dem Krieg spielte er sechs Jahre lang bei der SG Johannstadt Dresden, danach schloss er sich nach kurzen Episoden bei BSG VVB Tabak Dresden und der HSG Wissenschaft Karlshorst im Herbst 1951 der BSG Motor Oberschöneweide an, deren Fußballmannschaft in der höchsten DDR-Spielklasse, der Oberliga, vertreten war.

Dort hatte sich Wirth schnell eine Stammposition als Linksaußen-Stürmer erobert und gehörte mit seinen Sturmkollegen Horst Assmy und Lothar Meyer zu den Leistungsträgern der Mannschaft. Obwohl Oberschöneweide 1953 in die zweitklassige DDR-Liga abgestiegen war, wurden alle drei Stürmer am 8. Mai 1954 erstmals in einem Spiel der DDR-Nationalmannschaft eingesetzt, spielten aber allesamt zu harmlos, sodass die Begegnung in Berlin mit 0:1 gegen Rumänien verloren ging. Während die Motor-Mannschaft in der Saison 1953/54 trotz ihres Paradesturms den Wiederaufstieg verpasste, war mit der Armeemannschaft ZASK Vorwärts Berlin ein anderes Berliner Team aufgestiegen, dass sich intensiv um die drei Oberschöneweider Stürmer bemühte.

Trotz heftiger Proteste aus der Öffentlichkeit wechselte Wirth im Dezember 1954 zur Armeemannschaft, später folgten auch noch Assmy und Meyer. Bei Vorwärts Berlin entwickelte sich der inzwischen 21-jährige Wirth zu einem der besten Fußballspieler der DDR jener Zeit. Am 18. September 1955 erhielt er eine zweite Chance in der Nationalmannschaft, die dieses Mal in Bukarest gegen Rumänien antrat. Mit 3:2 konnten die DDR-Spieler erfolgreich Revanche nehmen, und Linksaußen Wirth steuerte ein Tor zum ersten Sieg der DDR-Elf in ihrem 7. Spiel bei. Von diesem Zeitpunkt an hatte sich Wirth einen Stammplatz in der Nationalmannschaft erkämpft, in der er bis 1962 28 Mal aufgeboten wurde und dabei 11 Tore erzielte.[1] Auch sein letztes Länderspiel am 14. Oktober 1962 bestritt er wieder gegen Rumänien - und wieder steuerte er beim 3:2-Sieg ein Tor bei.

Mit seiner Heimatmannschaft Vorwärts Berlin feierte Wirth 1958, 1960, 1962 und 1965 vier Meistertitel. Er wirkte insgesamt in 209 Punktspielen mit und schoss dabei 44 Tore. Zusammen mit seiner Oberschöneweider Zeit kam er auf 255 Oberligaspiele mit 64 Treffern.[2] Seine aktive Laufbahn ließ Wirth in der Saison 1965/66 in der Reservemannschaft des im Laufe der Saison in FC Vorwärts Berlin umstrukturierten Klubs ausklingen.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Günther Wirth – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Matthias Arnhold: Günther Wirth - Goals in International Matches. Rec.Sport.Soccer Statistics Foundation. 12. Februar 2009. Abgerufen am 8. Mai 2014.
  2. Matthias Arnhold: Günther Wirth - Matches and Goals in Oberliga. Rec.Sport.Soccer Statistics Foundation. 1. Mai 2014. Abgerufen am 8. Mai 2014.