Gürtelschweife

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Dieser Artikel behandelt die Familie der Gürtelschweife, zur gleichnamigen Gattung siehe Cordylus.
Gürtelschweife
Riesengürtelschweif (Cordylus giganteus)

Riesengürtelschweif (Cordylus giganteus)

Systematik
Überklasse: Kiefermäuler (Gnathostomata)
Reihe: Landwirbeltiere (Tetrapoda)
Klasse: Reptilien (Reptilia)
Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
Teilordnung: Skinkartige (Scincomorpha)
Familie: Gürtelschweife
Wissenschaftlicher Name
Cordylidae
Fitzinger, 1826

Die Gürtelschweife (Cordylidae), auch Wirtelschweife oder Gürtelechsen, sind eine Familie von Echsen, die mit über 50 Arten im südlichen Afrika vorkommt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Merkmale

Gürtelschweife sind kräftig gebaute, häufig kleine Echsen mit einer Kopf-Rumpflänge von meist 5 bis 7 cm. Als größte Art erreicht der Riesengürtelschweif (Cordylus giganteus) bis zu 20 cm Länge. Die Schuppen verlaufen kreisförmig um den Körper und sind am Schwanz auffällig gekielt oder stachelartig. Die Tiere weisen einen Knochenpanzer auf, der auf der Rückenseite von Kopf bis Schwanz aus gut entwickelten Osteodermen besteht und an Brust und Bauch leichter ausgebildet ist. Die Schuppen auf der Bauchseite sind häufig nicht überlappend und glatt. Die Arten der Gattung Chamaesaura weisen stark reduzierte Gliedmaßen und einen schlangenartigen Körperbau auf.

[Bearbeiten] Lebensweise

Gürtelschweife sind bodenbewohnende Echsen, die vorwiegend Trockengebiete bewohnen. Sie finden sich häufig in der Nähe von Felsgruppen, wo sie sich bei Gefahr in Felsspalten verstecken und durch Aufblähen festklemmen. Einige Arten graben Bauten.

Als Nahrung dienen hauptsächlich Insekten, die meisten Arten sind aber opportunistische Allesfresser und nehmen auch regelmäßig Pflanzen auf.

Mit Ausnahme der Arten der Gattung Platysaurus sind Gürtelschweife lebendgebärend.

[Bearbeiten] Systematik

Innerhalb der Familie werden traditionell die vier Gattungen Cordylus, Pseudocordylus, Chamaesaura und Platysaurus unterschieden. Neuere melekularbiologische Untersuchungen weisen allerdings darauf hin, dass Pseudocordylus und Chamaesaura paraphyletisch sind und ihre Arten daher in die Gattung Cordylus eingeordnet werden sollten.[1] Außerdem wurde vorgeschlagen, die Familie der Schildechsen (Gerrhosauridae) als Unterfamilie Gerrhosaurinae in die Gürtelschweife aufzunehmen.

Arten:

[Bearbeiten] Quellen

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Darrel Frost, Daniel Janies, P. Le Fras N. Mouton, Tom Titus: A Molecular Perspective on the Phylogeny of the Girdled Lizards (Cordylidae, Squamata). In: American Museum Novitates. 3310, 2001 (http://research.amnh.org/scicomp/pdfs/Frost_etal2001a.pdf).
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