Głuchołazy
| Głuchołazy | ||||
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| Basisdaten | ||||
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| Staat: | Polen | |||
| Woiwodschaft: | Oppeln | |||
| Landkreis: | Nysa | |||
| Fläche: | 6,83 km² | |||
| Geographische Lage: | 50° 19′ N, 17° 23′ O50.31666666666717.383333333333Koordinaten: 50° 19′ 0″ N, 17° 23′ 0″ O | |||
| Einwohner: |
14.658 |
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| Postleitzahl: | 48-340 bis 48-343 | |||
| Telefonvorwahl: | (+48) 77 | |||
| Kfz-Kennzeichen: | ONY | |||
| Wirtschaft und Verkehr | ||||
| Straße: | Głuchołazy–Prudnik | |||
| Schienenweg: | Krnov–Głuchołazy | |||
| Hanušovice–Głuchołazy | ||||
| Nächster int. Flughafen: | Breslau | |||
| Kattowitz | ||||
| Gemeinde | ||||
| Gemeindeart: | Stadt- und Landgemeinde | |||
| Fläche: | 168 km² | |||
| Einwohner: |
25.261 |
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| Bevölkerungsdichte: | 150 Einw./km² | |||
| Gemeindenummer (GUS): | 1607013 | |||
| Verwaltung (Stand: 2007) | ||||
| Bürgermeister: | Edward Szupryczyński | |||
| Adresse: | Rynek 15 48-340 Głuchołazy |
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| Webpräsenz: | www.glucholazy.pl | |||
Głuchołazy (deutsch Bad Ziegenhals) ist eine Stadt im Südwesten Polens in der Wojewodschaft Oppeln, Oberschlesien. Sie befindet sich am Fuße der Góry Opawskie im Tal der Biała Głuchołaska.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
Um 1220 holte der Breslauer Bischof Lorenz deutsche Siedler in die Gegend im Vorland des Altvatergebirges, um das Bistumsland Neisse gegen das Vordringen des Markgrafen von Mähren, Vladislav Heinrich, eines Bruders Ottokars I., nach Norden zu schützen. Schon 1263 besaß Ziegenhals Stadtrecht. Die Siedler waren vor allem Bergleute, die Nachrichten über Goldfunde in den Bergen bei Ziegenhals in die Gegend lockten. Goldbergbau ist aus dem 16. und 17. Jahrhundert belegt, ebenso Eisenerzbergwerke der Thurzo und Fugger. Jedoch war der Goldbergbau nicht so bedeutsam wie im benachbarten Zuckmantel. Das Mundloch des Stolln Heilige Drei Könige, der der Wasserhaltung der Zuckmantler Gruben diente, ist nahe der Stadt zu finden. Sein Wasser wurde auch für den Aufschlag einer Mühle genutzt.
Die Stadt wurde am 20. März 1428 durch die Hussiten niedergebrannt. An das Hochwasser der Biele von 1472 erinnerte die jährliche Prozession zu Mariä Heimsuchung. 1627 wütete die Pest in der Stadt, daran wurde in der bis 1945 abgehaltenen Pestprozession erinnert.
Im Ersten Schlesischen Krieg war die nahe der Festung Neisse gelegene Stadt mehrfach Schauplatz von Kampfhandlungen. Nach der Übernahme fast ganz Schlesiens durch Preußen wurde Ziegenhals zu einer preußischen Grenzstadt, während Zuckmantel bei Österreich verblieb. Dies führte zu einem wirtschaftlichen Niedergang; erst mit dem Anbau von Flachs entwickelte sich Ziegenhals zu einer Weberstadt. Mit dem Bahnanschluss 1874 entwickelte sich auch die Zelluloseindustrie. Nach der Entdeckung von Heilquellen entwickelte sich Ziegenhals im 19. Jahrhundert zu einem Kurort. Seit 1945 gehört Ziegenhals unter dem Namen Głuchołazy zu Polen.
Im Zuge eines Gebietsaustausches wurde 1959 im Austausch gegen Krasów die zu Zlaté Hory gehörende Ansiedlung Skřivánkov (Lerchenfeld) von der Tschechoslowakei abgetreten und unter dem Namen Skowronków an Głuchołazy angeschlossen.
Durch die Stadt verkehren Züge der tschechischen Bahnlinie KBS 292 Krnov (Jägerndorf)–Jeseník (Freiwaldau)-Hanušovice (Hannsdorf), die im ehemaligen Hauptbahnhof die Fahrtrichtung wechseln, aber bis 2006 keinen Zustieg oder Ausstieg zuließen.
[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung
| Jahr | 1800 | 1939 | 1946 | 1957 | 1970 | 2005 |
| Einwohnerzahl [3] | 2.000 | 10.200 | 7.500 | 10.300 | 13.400 | 15.003 |
[Bearbeiten] Gemeinde
Die Stadt- und Landgemeinde (gmina miejsko-wiejska) Głuchołazy umfasst ein Territorium von 167,98 km² und hat 25.000 Einwohner. Zu ihr gehören folgende Orte:
- Biskupów (Bischofswalde)
- Bodzanów (Langendorf)
- Burgrabice (Borkendorf)
- Charbielin (Ludwigsdorf)
- Gierałcice (Giersdorf)
- Głuchołazy (Bad Ziegenhals) – Stadt
- Jarnołtówek (Arnoldsdorf)
- Konradów (Dürr-Kunzendorf)
- Markowice (Markersdorf)
- Nowy Las (Neuwalde)
- Nowy Świętów (Deutsch Wette)
- Podlesie (Schönwalde)
- Pokrzywna (Wildgrund)
- Rudawa (Rothfest)
- Skowronków (Lerchenfeld)
- Stary Las (Altewalde)
- Sławniowice (Groß Kunzendorf)
- Sucha Kamienica (Dürrkamitz, 1936–1945 Dürstein)
- Świętów Polski (Altwette, bis 1918 Polnisch Wette)
- Wilamowice Nyskie (Winsdorf)
[Bearbeiten] Partnerstädte
- Jeseník, Tschechien
- Mikulovice, Tschechien
- Verbandsgemeinde Nieder-Olm, Deutschland
- Zlaté Hory, Tschechien
[Bearbeiten] Verweise
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Fußnoten
- ↑ Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2010. Główny Urząd Statystyczny (GUS), abgerufen am 30. Juli 2011.
- ↑ Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2010. Główny Urząd Statystyczny (GUS), abgerufen am 30. Juli 2011.
- ↑ für 2005 Główny Urząd Statystyczny
Głuchołazy (Bad Ziegenhals) – Stadt | Kamiennik (Kamnig) | Korfantów (Friedland O.S.) – Stadt | Łambinowice (Lamsdorf) | Nysa (Neisse) – Stadt | Otmuchów (Ottmachau) – Stadt | Paczków (Patschkau) – Stadt | Pakosławice (Bösdorf) | Skoroszyce (Friedewalde)