G. Soest

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Das Shakespeare-Porträt von Soest

G. Soest (* ca. 1600; † 11. Februar 1681), auch bekannt als Gerard Soest, Gerald Soest, Geraerd Soest, Gilbert Soest war ein englischer Maler des 17. Jahrhunderts. Bekannt ist Soest für seine Porträts von William Shakespeare und Samuel Butler (Dichter).

Künstlerisches Schaffen[Bearbeiten]

Zahlreiche Bilder des britischen Adels gehen auf Soest zurück. Insgesamt 130 Werke waren in den 1970er Jahren katalogisiert.[1] Soest erhielt jedoch nie Aufträge vom Königshof.[2] Soests Porträt Shakespeares wurde 30 Jahre nach Shakespeare's Tod angefertigt. Es wurde die Vermutung geäußert, dass die porträtierte Person Shakespeare ähnelte, während Pose und Kleidung den Einfluss der bildnerischen Vorlage des Chandos-Porträts zeigen.[3]

Biographische Unsicherheiten[Bearbeiten]

Unklarheiten bestehen über seinen Namen, denn der direkte Nachweis auf seinen Bildern ist nur die Signatur „Soest pinxit“ (von Soest gemalt). Ebenso unsicher ist sein Herkunftsort: Soest wird sowohl als Maler niederländischer[4] als auch westfälischer Herkunft[5] angegeben, wobei mehr schriftliche Indizien für eine Herkunft aus dem westfälischen Soest oder seiner direkten Umgebung sprechen,[6] die künstlerische Arbeit hingegen der im Zeitraum maßgeblichen niederländischen Tradition nahesteht und damit auf Soest in den Niederlanden verweisen könnten.

Belege[Bearbeiten]

  1. Alfred E. Laurence: G. Soest pinxit, in: Soester Zeitschrift, Heft 85, Soest 1977, S. 76-90, hier: 76
  2. National Portrait Gallery
  3. Vermutung von George Vertue, siehe National Portrait Gallery, Searching for Shakespeare, 2006
  4. So der Chronist De Piles 1570 allerdings unter Angabe eines falschen Todesdatums, siehe Laurence a.a.O. S. 78.
  5. So bei Vertue Anfang des 18.Jahrhunderts unter Nennung des korrekten Todesdatums sowie u.a. Weyermann 1729, dieser allerdings unter Nennung eines sonst nicht nachweisbaren Vornamens „Joachim“, siehe Laurence a.a.O. S. 78, 79
  6. Alfred E. Laurence: G. Soest pinxit, in: Soester Zeitschrift, Heft 85, Soest 1977, S. 76-90, hier: 78-79.

Literatur[Bearbeiten]

  • Alfred E. Laurence: G. Soest pinxit, in: Soester Zeitschrift, Heft 85, Soest 1977, S. 76-90

Weblinks[Bearbeiten]