GERB
| GERB | |
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| Parteivorsitzender | Bojko Borissow |
| Stellvertretender Vorsitzender | Zwetan Zwetanow |
| Gründung | 3. Dezember 2006 |
| Gründungsort | Sofia |
| Hauptsitz | Sofia |
| Europapartei | EVP |
| EP-Fraktion | EVP |
| Website | http://www.gerb.bg |
GERB (bulgarisch ГЕРБ) ist eine bulgarische konservative Partei. Derzeitiger Vorsitzender ist der amtierende Ministerpräsident des Landes Bojko Borissow; sein Stellvertreter Zwetan Zwetanow.
Das Initialwort GERB setzt sich im Bulgarischen aus den Anfangsbuchstaben von Graschdani sa Ewropejsko Raswitie na Balgaria/Graždani za Ewropejsko Razwitie na Bălgarija/Bürger für eine europäische Entwicklung Bulgariens (bulg. „Граждани за европейско развитие на България“) zusammen. Zugleich hat das Wort gerb die Bedeutung Wappen. Die Partei ist seit 2007 Mitglied der Europäischen Volkspartei.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte [Bearbeiten]
Die Partei wurde am 3. Dezember 2006 gegründet und ging aus einer gleichnamigen Bewegung, die von Borissow im Mai 2006 gegründet wurde, hervor. Kurz nach ihrer Gründung wurde GERB die führende politische Kraft Bulgariens. Im Mai 2007 gewann sie die Wahlen für das Europäische Parlament. Bei den landesweiten Kommunalwahlen im Oktober 2007 erhielt GERB die meisten Stimmen der Bürger im Staat und die Mehrheit in einigen Großstädten.
Folgende Fraktionsmitglieder der Europäischen Volkspartei im Europäischen Parlament wurden 2007 von der Liste der GERB gewählt[1]: Rumjana Schelewa, Mitglied des Vorstands der Europäischen Volkspartei; Nikolaj Mladenow, Petja Stawrewa, Wladimir Urutschew, Duschana Zdrawkowa.
Zu den Europawahlen 2009 trat GERB ohne Koalition mit anderen Parteien an und konnte diese mit 24,36 Prozent gewinnen. Dies brachte GERB in dem neuen europäischen Parlament fünf Mandate ein (Rumjana Schelewa, Wladimir Urutschew, Iliana Iwanowa, Emil Stojanow und Marija Nedeltschewa).[2][3]
Für die bulgarischen Parlamentswahlen am 5. Juli 2009 führte GERB mit der Blauen Koalition zunächst Gespräche über gemeinsame Listen,[4] die aber scheiterten. GERB trat daraufhin allein an und wurde mit knapp unter 40 Prozent der Stimmen klarer Wahlsieger.[5] Zum ersten Mal wurden 31 (von insgesamt 240) Abgeordneten im Parlament nach dem Mehrheitswahl-Prinzip gewählt. Davon konnte GERB 26 gewinnen.
Obwohl die Partei unter Bojko Borissow die zweite Minderheitsregierung seit 1990 stellt, wird sie bedingungslos von der nationalistischen Partei Ataka und konstruktiv von zwei Mitte-Rechts-Koalitionen (die so genannte Blaue Koalition und die Ordnung, Sicherheit und Gerechtigkeit) unterstützt[6]. Als primäres Ziel gilt dabei, die Mafia und die Korruption im Lande zu bekämpfen, sowie das Vertrauen Europas zurückzugewinnen[7].
Neben Bojko Borissow als Ministerpräsident werden Zwetan Zwetanow als Innenminister, Rumjana Schelewa als Außenministerin, Simeon Djankow als Finanzminister und Vizeministerpräsident, Nikolai Mladenow als Verteidigungsminister, Traitscho Traikow als Wirtschafts- und Energieminister und Margarita Popowa als Justizministerin die wichtigste Ministerposten besetzen.
Am April 2011 gab die Partei Dela ihre Auflösung bekannt. Ihre Parteispitze und drei Gemeinderatsmitglieder der Stadt Nessebar beantragten daraufhin eine Mitgliedschaft in der GERB-Partei.
Bei den Parlamentswahlen im Mai 2013 gewann die Partei 31 Prozent der Stimmen und ist damit stärkste Kraft in der Narodno Sabranie, ohne jedoch über eine absolute Mehrheit zu verfügen.[8]
Vorsitzende [Bearbeiten]
- Zwetan Zwetanow (2006–?)
- Bojko Borissow
Weblinks [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ http://www.epp-ed.eu/Members/en/ByCountryList.asp?MemberCountry=bg
- ↑ Endgültige Wahlergebnisse (bulg.) auf www.mediapool.bg
- ↑ Endgültige Wahlergebnisse (bulg.) auf der Seite der Zentrale Wahlkommission
- ↑ GERB und die Blauen sind bereit für Gespräche (bulg.) auf www.mediapool.bg
- ↑ Ergebnisse auf der Seite der Zentralen Wahlkommission, 6. Juni 2009
- ↑ Die neue bulgarische Regierung, Interview mit Alexander Andreev auf www.dw-world.de, vom 28. Juli 2009
- ↑ Bojko Borissow. Mann des Volkes auf www.merkur.de, 30. Juli 2009
- ↑ Konservative gewinnen Wahl in Bulgarien Zeit Online, 13. Mai 2013
Im Parlament vertreten: GERB | Wahlallianz „Koalition für Bulgarien“ (Bulgarische Sozialistische Partei – Partei bulgarischer Sozialdemokraten – Kommunistische Partei Bulgariens – Roma Partei – Dwischenie za Sozialen Humanizam – Politische Bewegung Sozialdemokraten – Agrarunion Al. Stambolijski - Partei Nowa Sora) | Bewegung für Rechte und Freiheiten | Partei Ataka | Wahlallianz „Blaue Koalition“ (Demokraten für ein starkes Bulgarien - Union der Demokratischen Kräfte- Bulgarische Neue Demokratie - Vereinte Bauern - Bulgarische Sozialdemokratische Partei - Radikaldemokratische Partei - Partei Schtit) | Partei Ordnung, Sicherheit und Gerechtigkeit
Sonstige: NDSW | Die bulgarische Linke | VMRO-BND | Grüne Partei in Bulgarien | LIDER | Nationale Front für die Rettung Bulgariens | Demokratische Partei | Gergjowden | Vereinte Volkspartei | Volks-Agrarunion | BZNS – Naroden sajuz | Union der Freien Demokraten | Nowoto Wreme | Selenite
Centre Démocrate Humaniste (Belgien) | Christen-Democratisch en Vlaams (Belgien) | Bulgarische Agrarische Volksunion (Bulgarien) | Demokraten für ein starkes Bulgarien (Bulgarien) | Demokratische Partei (Bulgarien) | GERB (Bulgarien) | Union der Demokratischen Kräfte (Bulgarien) | Kristendemokraterne (Dänemark) | Det Konservative Folkeparti (Dänemark) | Christlich Demokratische Union (Deutschland) | Christlich-Soziale Union in Bayern (Deutschland) | Isamaa ja Res Publica Liit (Estland) | Kansallinen Kokoomus-Samlingspartiet (Finnland) | Union pour un mouvement populaire (Frankreich) | Nea Dimokratia (Griechenland) | Fine Gael (Irland) | Unione dei Democratici Cristiani e Democratici di Centro (Italien) | Popolari-Unione Democratici per l’Europa (Italien) | Popolo della Libertà (Italien) | Südtiroler Volkspartei (Italien) | Jaunais Laiks (Lettland) | Pilsoniskā Savienība (Lettland) | Tėvynės Sąjunga – Lietuvos krikščionys demokratai (Litauen) | Chrëschtlech Sozial Vollekspartei (Luxemburg) | Partit Nazzjonalista (Malta) | Christen Democratisch Appèl (Niederlande) | Österreichische Volkspartei (Österreich) | Platforma Obywatelska (Polen) | Polskie Stronnictwo Ludowe (Polen) | Centro Democrático e Social - Partido Popular (Portugal) | Partido Social Democrata (Portugal) | Demokratische Union der Ungarn in Rumänien (Rumänien) | Partidul Democrat Liberal (Rumänien) | Partidul Național Țărănesc Creștin Democrat (Rumänien) | Kristdemokraterna (Schweden) | Moderata samlingspartiet (Schweden) | Slowakische Demokratische und Christliche Union – Demokratische Partei (Slowakei) | Partei der ungarischen Koalition (Slowakei) | Kresťanskodemokratické hnutie (Slowakei) | Slowenische Demokratische Partei (Slowenien) | Slovenska Ljudska Stranka (Slowenien) | Partido Popular (Spanien) | Unió Democràtica de Catalunya (Spanien) | Křesťanská a demokratická unie – Československá strana lidová (Tschechien) | Fidesz (Ungarn) | Dimokratikos Synagermos (Zypern)
Assoziierte Parteien:
Hrvatska demokratska zajednica (Kroatien) | Hrvatska seljačka stranka (Kroatien) | Høyre (Norwegen) | Christlichdemokratische Volkspartei (Schweiz) | G17 Plus (Serbien)
