GNU-Varianten

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GNU-Varianten sind Betriebssysteme, die auf GNU basieren, aber nicht den Betriebssystemkern des GNU-Projektes GNU Hurd benutzen.

Inhaltsverzeichnis

GNU/Linux [Bearbeiten]

GNU/Linux, eine GNU-Variante, die den Linux-Kernel benutzt, ist bei weitem die populärste Variante von GNU und wird häufig statt GNU/Linux als Linux bezeichnet (siehe GNU/Linux-Namensstreit). Dieser Begriff wird auch bei Betriebssystemen verwendet, bei denen nur Grundprogramme wie Shell und Compiler des GNU-Projekts und nicht GNOME und GNU-GTK-Anwendungen enthalten sind. Zahlreiche Projekte und Firmen Stellen sogenannte Linux-Distributionen bereit.

Debian GNU/Hurd [Bearbeiten]

Debian GNU/Hurd ist die am weitesten fortgeschrittene und aktivste GNU-Variante auf der Basis von GNU Hurd. Etwa 68 % der ca. 30.000 im offiziellen Debian-Archiv enthaltenen Pakete wurden bislang erfolgreich für GNU Hurd kompiliert[1]. Im ersten Halbjahr 2005 konnten große Applikationen wie KDE und GNOME nach Debian GNU Hurd portiert werden. Die Installation, Benutzung und Administration des Systems unterscheidet sich, abgesehen von vorhandenen Einschränkungen, kaum von Debian GNU/Linux. Debian 7, das für 2012/13 geplant ist, soll HURD offiziell unterstützen.[1]

Debian GNU/kFreeBSD [Bearbeiten]

Debian GNU/kFreeBSD
Debian kFreeBSD-Logo
Basisdaten
Entwickler Das Debian-Projekt
Sprache(n) multilingual
Aktuelle Version 6.0.3 („Squeeze“)
(8. Oktober 2011)[2]
Abstammung \ FreeBSD
\ GNU
  \ Debian GNU/kFreeBSD
Architekturen i386 und AMD64
Lizenz DFSG-konforme Lizenzen
Website Debian GNU/kFreeBSD

Debian GNU/kFreeBSD ist ein Betriebssystem, das auf GNU und dem Kernel von FreeBSD basiert. Das k im Namen steht für „kernel (of)“. Die Debian-GNU/kFreeBSD-Portierung ist derzeit die einzig verfügbare GNU/kFreeBSD-Distribution. Die Entwickler von Gentoo/FreeBSD sehen ihr Betriebssystem als Variante von FreeBSD an. Debian GNU/kFreeBSD bietet ZFS und die zfsutils an. Zusätzlich kann das Betriebssystem unter ZFS auf der AMD64 Hardware-plattform installiert werden.

Debian GNU/NetBSD [Bearbeiten]

Debian GNU/NetBSD war bis 2002 eine Variante von GNU, die den Kernel von NetBSD benutzte.

Nexenta OS [Bearbeiten]

Nexenta OS ist eine auf Solaris basierende freie Variante. Das Betriebssystem enthält den im Zuge von OpenSolaris quelloffen gemachten Solaris-Kernel und die Solaris System-Software, die Verwaltung der Software-Installation hingegen wird über das Debian-Paketformat verwaltet. Als Basis für das System nutzt Nexenta OS Debian GNU/Linux und Ubuntu. Der eigentlich geplante Name für Nexenta OS war GNU/Solaris. Aktuell ist die Version 3.0.1, die am 17. September 2010 veröffentlicht wurde. Im August 2010 wurde bekannt gegeben, dass die bevorstehende Version 4.0 nicht mehr auf Solaris, sondern auf Illumos, das von Nexenta mitbegründet wurde, basieren wird.[3]

Weblinks [Bearbeiten]

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. a b Sebastian Grüner: Debian 7 kommt offiziell mit Hurd als Kernel. In: golem.de. 14. Juli 2011, abgerufen am 14. Juli 2011.
  2. Debian Squeeze Release-Informationen
  3. Nexenta 3.0: GNU/OpenSolaris im Umbruch