Gabriel Ferry

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Titelbild einer frühen deutschen Ausgabe von “Le Coureur de Bois” mit einem Aquarell von Wilhelm Schäfer

Gabriel Ferry, eigentlich Eugène Louis Gabriel Ferry de Bellemare (* 29. November 1809 in Grenoble; † 5. Januar 1852 beim Untergang des Passagierschiffs Amazone) war ein französischer Schriftsteller und Verfasser von Abenteuerromanen.

Leben und Werk[Bearbeiten]

Gabriel Ferry, auch der französische Cooper genannt, hielt sich von 1831 bis 1837 vorwiegend in Mexiko auf und kehrte danach in seine französische Heimat zurück. Sein bekanntestes Werk, Le Coureur de Bois, veröffentlichte er 1850. Weitere Wildwest-Romane waren Costal l’Indien, Les Gambusinos und Les Squatters, doch gerieten diese bald in Vergessenheit. Er kam nur 42-jährig beim Untergang des Passagierschiffes Amazone bei einer erneuten Überfahrt nach Amerika ums Leben. Das amerikanische Dampfschiff war auf dem Weg nach Kalifornien, als es durch einen Blitzschlag in Brand geriet und im Ärmelkanal sank.[1] An Bord sollen sich auch 400 deutsche Auswanderer befunden haben. (Andere Quelle: 5. Mai 1852).[2]

Le Coureur de Bois wurde unter dem Titel Der Waldläufer 1879 von Karl May „für die Jugend“ bearbeitet.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Franz Kandolf: Karl May und Gabriel Ferry. Nach Aufsätzen aus den Karl-May-Jahrbüchern 1932 und 1933. In: Gabriel Ferry/Karl May: Der Waldläufer. Erzählung aus dem Wilden Westen nach dem Roman von Gabriel Ferry bearbeitet und neu gestaltet von Karl May. Karl-May-Verlag, Bamberg 1959, S. 471–479.
  2. Rudolf Schenda: Volk ohne Buch. Studien zur Sozialgeschichte der populären Lesestoffe 1770–1910. 3. Auflage. Klostermann, Frankfurt am Main 1988, S. 262.