Gabriel Okara

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Gabriel Imomotimi Gbaingbain Okara (* 1921 in Bomoundi, Bayelsa State, Nigeria) ist ein nigerianischer Schriftsteller. Er wurde vor allem durch sein dichterisches Werk bekannt, hat aber auch mehrere Romane und Kinderbücher geschrieben. 1979 wurde ihm der Commonwealth Poetry Prize verliehen. Gabriel Okara lebt in Port Harcourt.[1]

Leben[Bearbeiten]

Gabriel Imomotimi Gbaingbain Okara wurde am 24. April 1921 (einige Quellen erwähnen auch den 21. April 1921) in Bomoundi, Bayelsa State, Nigeria als Sohn des Geschäftsmanns Samson G. Okara und seiner Frau Martha Olodiama Okara geboren. Er gehört der ethnischen Gruppe der Ijaw an. Er war dreimal verheiratet und hat zwei Kinder.

Nachdem er zunächst lokale Schulen besucht hatte, war Gabriel Okara erst Schüler am Government College in Umuahia (1935–1941), später am Yaba Higher College.

Während des Zweiten Weltkriegs arbeitete Gabriel Okara einige Zeit für die British Overseas Airways Corporation (die spätere British Airways), gab Unterricht und verbrachte einige Zeit in Gambia.

Nach dem Krieg, ab 1945, war er als Drucker und Buchbinder für den regierungseigenen Verlag beschäftigt. Aus dieser Zeit stammen seine ersten Übersetzungen von Gedichten ins Englische. In den fünfziger Jahren arbeitete er für das Informationsministerium. Von 1959 bis 1960 besuchte Okara die Northwestern University in Evanston, Illinois und studierte Vergleichenden Journalismus. Zurück im nun unabhängigen Nigeria arbeitete er weiter für das Informationsministerium. Während des Biafra-Kriegs unterstützte er die Seite Biafrass und besuchte in dieser Zeit erneut die USA, um für die Sache Biafras zu werben. Einige seiner bis dahin nicht veröffentlichten Werke wurden während der Kämpfe zerstört.

Nach dem Biafra-Krieg arbeitete Gabriel Okara für Nigerias öffentliche Radiostation bis er 1975 den öffentlichen Dienst verließ.[2]

Werke[Bearbeiten]

Lyrik[Bearbeiten]

  • Pergamon poets. 2, Poetry from Africa: Gabriel Okara [and others] (1968), Pergamon (ISBN 0-08-003880-8).
  • The Fisherman’s Invocation (1978), Heinemann Educational Books, African Writers Series (ISBN 0-435-90183-4).

Prosa[Bearbeiten]

  • The Voice (1964), Andre Deutsch, London (deutsch: Die Stimme).

Kinderbücher[Bearbeiten]

  • Little Snake and Little Frog (1981), Heinemann Educational Books, Nigeria (ISBN 978-129-905-3).
  • An Adventure to Juju Island (1991), Heinemann Educational Books, Nigeria (ISBN 978-129-907-X).

Deutschsprachige Ausgaben[Bearbeiten]

  • Die Stimme (1975) Aufbau-Verlag (ISBN B002HWGXKU)

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • (1953) „Best All-Around“ award, Nigerian Festival of Art Call of the River Nun
  • (1979) Commonwealth Poetry Prize The Fisherman’s Invocation
  • (2005) Nigerian Prize for Literature[3]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Day Gabriel Okara Cheated Death (auf Englisch)
  2. Contemporary Black Biography (auf Englisch)
  3. How Mum, Media Aided My $50,000 NLNG Award (auf Englisch)

Weblinks[Bearbeiten]