Gaißau

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Dieser Artikel erläutert die Gemeinde in Vorarlberg, zum Ort und Schigebiet in Salzburg siehe Gaißau (Gemeinde Krispl).
Gaißau
Wappen von Gaißau
Gaißau (Österreich)
Gaißau
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Vorarlberg
Politischer Bezirk: Bregenz
Kfz-Kennzeichen: B
Fläche: 5,79 km²
Koordinaten: 47° 28′ N, 9° 36′ O47.4661111111119.5975400Koordinaten: 47° 27′ 58″ N, 9° 35′ 51″ O
Höhe: 400 m ü. A.
Einwohner: 1.752 (31. Dez. 2013)
Bevölkerungsdichte: 303 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6974
Vorwahl: 05578
Gemeindekennziffer: 8 02 14
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchstraße 3
6974 Gaißau
Website: www.gaissau.at
Politik
Bürgermeister: Reinhold Eberle
Gemeindevertretung: (2010)
(15 Mitglieder)
10 ÖVP, 2 SPÖ, 3 FPÖ
Lage der Gemeinde Gaißau im Bezirk Bregenz
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Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)
Gaißau vom südlichen Berghang aus gesehen
Pfarrkirche Hl. Othmar Gaißau

Gaißau ist eine Gemeinde mit 1752 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2013) im Nordwesten des österreichischen Bundeslandes Vorarlberg.

Geografie[Bearbeiten]

Gaißau liegt zwischen dem in Mäandern dahinfließenden Alten Rhein und dem Bodensee, direkt an der Landesgrenze zur Schweiz zwischen 400 Metern Höhe im Ortszentrum und 396 Metern am Bodenseeufer. 7,7 % der Fläche sind bewaldet. Von den 532 ha Gesamtfläche sind 179 ha Gewässeranteil.

Es existieren keine weiteren Katastralgemeinden in Gaißau.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Durch ihre Lage im äußersten Westen des Rheindeltas grenzt die Gemeinde Gaißau an drei Schweizer und eine österreichische Gemeinde sowie an den Bodensee. Im Osten grenzt Gaißau an die ebenfalls im Bezirk Bregenz liegende Gemeinde Höchst an, im Westen an die Gemeinden Thal, Rheineck und St. Margrethen im schweizerischen Kanton St. Gallen.

Geschichte[Bearbeiten]

Frühgeschichte[Bearbeiten]

Die erstmalige urkundliche Erwähnung von Gaißau fand um 900 n. Chr. in einer Beschreibung des Gemeindebezirkes "Mark der Höchster" statt.

Genauere Bezeichnungen über "Gaysowe" beginnen erst im 14. Jahrhundert, als die Au zwischen Rheineck (heute auf dem Gebiet der Schweiz), St. Margrethen und Höchst zur "Mark Höchst" gehörend, über die Grafen von Feldkirch zu Österreich kam. Nach den neuesten Geschichtsforschungen ist erwiesen, dass "Gaißow bi Rinegg" ein Doppelhof war.

Der Name Gaißau entstand um 1400 und steht seitdem für das heutige Gemeindegebiet.

Wechselnder Besitz und Zugehörigkeit[Bearbeiten]

Die ursprünglichen Besitzer waren die Herren von Rheineck, später ging der Besitz an das Kloster St. Gallen über. Auch nach dem Frieden von Basel im Jahre 1499 behielt das Kloster St. Gallen die meisten Rechte bis zur Auflösung 1798. Im Archiv des Klosters ist zu lesen: "Gaißawer gehörent zue Höchst in die Pfarrkirchen, zue Bregentz in Krieg, zue Rorschach ins Gricht, zue Gaißaw in Kirchhoff, zu Veldtkich an Galgen."

Seit 1500 ist Gaißau jedoch eigenständig. 1755 bestätigte der Abt von St. Gallen die Gemeindeordnung, hatte jedoch das letzte Wort bei Gemeindebeschlüssen. 1798 wechselte Gaißau endgültig unter die vollständige Hoheit Österreichs.

Jüngere Änderungen[Bearbeiten]

Wurde die Gemeinde vor 1934 von einem Ammann, Hauptmann oder Vorsteher geleitet, so war dies ab 1934 ein Bürgermeister.

Bis zum 31. Dezember 1929 war Gaißau der Bezirkshauptmannschaft Feldkirch und dem Bezirksgericht Dornbirn zugeordnet, wechselte aus verkehrstechnischen Gründen am 1. Jänner 1930 aber in die Zuständigkeit der Bezirkshauptmannschaft und des Bezirksgerichtes Bregenz.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Der Ausländeranteil lag Ende 2002 bei 11,5 Prozent.

Politik[Bearbeiten]

Die Gemeindevertretung besteht aus 15 Mitgliedern. Die Zusammensetzung nach der Wahl 2010 ist: ÖVP 10 Sitze, SPÖ 2 Sitze, FPÖ 3 Sitze. Bürgermeister ist Reinhold Eberle. Die Gemeindeeinnahmen aus Steuern und sonstigen Abgaben lagen 2001 bei 1.206.969 €, die gemeindlichen Ausgaben bei 1.989.042 €. Der Schuldenstand betrug 2001 805.014 €.

In Gaißau gab es im Jahr 2003 17 Betriebe der gewerblichen Wirtschaft mit 237 Beschäftigten und 9 Lehrlingen. Lohnsteuerpflichtige Erwerbstätige gab es 551. Landwirtschaft spielt eine wichtige Rolle. Der Anteil der landwirtschaftlichen Flächen an der Gesamtfläche liegt bei 48,3 %.

In Gaißau gibt es (Stand Januar 2003) 99 Schüler. Zusätzlich gibt es auch noch einen Kindergarten.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Gaißau

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gaißau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien