Gaikai

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Gaikai
Rechtsform Incorporated
Gründung November 2008
Sitz Aliso Viejo, Kalifornien, Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Leitung David Perry (CEO)
Branche Informationstechnologie
Produkte Cloud GamingVorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Produkte
Website www.gaikai.com

Gaikai (vom Japanischen 外海, deutsch: offenes Meer) ist ein Unternehmen aus dem Bereich des Cloud Gamings, das auf das Streaming von Computerspielen spezialisiert ist und hier neben OnLive zu den führenden Anbietern zählt. Seit 2. Juli 2012 ist die Firma Teil des Sony-Konzerns.

Unternehmensgeschichte[Bearbeiten]

Gaikai wurde im November 2008 von Andrew Gault und Rui Pereira gegründet. Im April 2009 beteiligte sich Spieledesigner David Perry am Unternehmen, der Gaikai bereits zuvor als Sprecher auf Computerspiel-Fachveranstaltungen (u.a. GDC 2009[1]) repräsentiert und vorgestellt hatte. Perry übernahm den Posten des CEO des Unternehmens. Finanzierung erhielt das Startup unter anderem durch die Investoren Intel Capital, Limelight Networks, Rustic Canyon Partners, Benchmark Capital, TriplePoint Capital, NEA und Qualcomm.[2][3] Im Juni 2012 verkündete der koreanische Elektronikkonzern Samsung, dass er Gaikais Streaming-Service in seine Fernsehapparate integrieren werde.[4] Am 2. Juli 2012 gab der japanische Elektronikkonzern Sony bekannt, dass er Gaikai für umgerechnet rund 380 Millionen US-Dollar übernimmt.[5] Im Rahmen der Enthüllung von Sonys Spielkonsole PlayStation 4 am 20. Februar 2013 gab Perry bekannt, dass Gaikai ein wichtiger Bestandteil der dazugehörigen Services und Dienstleistungen sei. So werde die Konsole etwa anders als bei den Vorgängern PlayStation 2 und PlayStation 3 keine hardwareseitige Abwärtskompatibilität zur vorherigen Konsolenversion beinhalten. Stattdessen sollen die Spiele aller vorherigen PlayStation-Generationen mit Hilfe von Gaikais Streaming-Technologie verfügbar gemacht werden.[6][7] Daneben solle Gaikais Technik auch für das Streamen von Demo-Versionen und die Remote-Play-Funktion für PS4-Spiele auf der Handheldkonsole PlayStation Vita zum Einsatz kommen. Der Service für die PlayStation 4 und PS Vita nennt sich "PlayStation Now" und wird nicht nur auf Sony Konsolen zur Verfügung stehen. Fernseher, Tablets und Smartphones werden ebenfalls unterstützt.[8][9]

Geschäftsmodell[Bearbeiten]

Gaikai bietet Streamingservices für Computerspiele. Hierfür betreibt das Unternehmen Serverfarmen, die die Ausführung und die Berechnung der Spiele übernehmen. Das Ergebnis wird anschließend als Stream über das Internet an beliebige Empfangsgeräte gesendet. Dadurch können Spiele auf zahlreichen Plattformen wie Mobiltelefonen, Fernsehern, Tablet-PCs und ähnlichem gespielt werden, die andernfalls möglicherweise nicht die Voraussetzung für die Ausführung der Programme erfüllen. Die Installation speziell angepasster Software ist dafür nicht zwingend notwendig. Zum Einsatz kommt Gaikais Technik neben dem Streaming vollständiger Spiele beispielsweise auch für die installationsfreie Bereitstellung von Programm-Demos zu Werbezwecken auf Webseiten.

Gaikai unterhält Partnerschaften mit führenden Unternehmen im Bereich der Informationstechnologie und des Computerspielsektors, darunter Autodesk,[10] Capcom,[11] Electronic Arts,[12] Gamesload,[13] Intel,[14] LG Electronics,[15] nVidia,[16] Ubisoft,[17] Walmart,[18] Warner Bros.[19] und YouTube.[17]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. GDC Exclusive: David Perry's Entry into Server-Based Gaming (englisch). In: GameDaily, AOL, 25. März 2009. Archiviert vom Original am 28. März 2009. Abgerufen am 25. Februar 2013. 
  2. Gaikai Raises $10 Million For PC Games In The Browser (englisch) 4. Mai 2010. Abgerufen am 7. April 2011.
  3. Cloud-Based Game Streaming Service Gaikai Raises $30M From Qualcomm, NEA And Others (englisch) 20. Juli 2011. Abgerufen am 29. Juli 2011.
  4. SAMSUNG Set to Become a Major Force in the Video Game Industry (englisch). In: Offizielle Pressemitteilung, Samsung, 5. Juni 2012. Abgerufen am 18. Juni 2012. 
  5. Sony To Acquire Cloud Gaming Startup Gaikai For $380 Million (englisch) In: Forbes Magazin. Abgerufen am 2. Juli 2012.
  6. PlayStation 4 will stream PS1, PS2, PS3 games (englisch). In: Joystiq, AOL. Abgerufen am 25. Februar 2013. 
  7. Spencer: PlayStation 4 Won’t Play PlayStation 3 Games, Coming This Holiday (englisch), Siliconera. 20. Februar 2013. 
  8. PS4Portal.de: PlayStation Now – Sony kündigt Gaikai-basierten Streaming-Dienst an, 7. Januar 2014, aufgerufen 7. Januar 2014
  9. http://www.theverge.com/2013/2/20/4010420/sonys-playstation-4-will-use-gaikai-game-streaming-technology
  10. Seth Tipps: Gaikai signs Autodesk for multiplatform interface. 22. Mai 2012. Abgerufen am 18. Juni 2012. 
  11. Mike Snider: Capcom teams up with cloud video game company Gaikai (englisch). In: USA Today, 5. Juli 2011. 
  12. Eric Caoili: E3: Gaikai, EA Partner For Streaming PC Games (englisch) 17. Juni 2010. Abgerufen am 11. Mai 2011.
  13. Instant Fun at No Cost: Gamesload Launches Germany's First Free Cloud Gaming Offering (englisch). 30. April 2012. Abgerufen am 18. Juni 2012. 
  14. Intel Capital and Limelight Networks Make Strategic Investments Into Gaikai (englisch) 20. Juli 2010. Abgerufen am 11. Mai 2011.
  15. Sean Buckley: Gaikai partners with LG to power Smart TV gaming service (englisch). In: Engadget, 10. Januar 2012. Abgerufen am 16. Januar 2012. 
  16. Dean Takahashi: Nvidia poised to change gaming with cloud graphics chips (englisch). 15. Mai 2012. Abgerufen am 18. Juni 2012. 
  17. a b Dean Takahashi: Gaikai thriving with streaming game demo deals from Best Buy and others (exclusive) (englisch). In: VentureBeat, 4. Januar 2012. Abgerufen am 16. Januar 2012. 
  18. Dean Takahashi: Gaikai scores a whopper of a game distribution deal with Walmart.com (englisch) 21. Juni 2011. Abgerufen am 5. Juli 2011.
  19. Chris Burns: LOTR Online and D&D Online going cloud streaming (englisch). 9. März 2012. Abgerufen am 18. Juni 2012.