Gailenkirchen

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49.145819.69263Koordinaten: 49° 8′ 45″ N, 9° 41′ 33″ O

Gailenkirchen
Wappen von Gailenkirchen
Einwohner: 2247 (31. Dez. 2012)[1]
Eingemeindung: 1973
Postleitzahl: 74523
Karte

eingemeindete Ortschaften von Schwäbisch Hall, Gailenkirchen im Nordwesten

Ortsansicht mit Burg und Kirche

Ortsansicht mit Burg und Kirche

Gailenkirchen ist ein Stadtteil von Schwäbisch Hall im gleichnamigen Landkreis im Nordosten Baden-Württembergs.

Name[Bearbeiten]

Im regionalen Dialekt wird der Ort Gaalâkirchâ [ˌgaːləˈkɪrçə] genannt.

Geographie[Bearbeiten]

Gailenkirchen liegt etwa 5 Kilometer im Nordwesten der Stadtmitte von Schwäbisch Hall im Zentrum einer kleinen Erosionsbucht vor dem Fuß der Waldenburger Berge. Der Schmiedbach hat sie geschaffen, einige von dessen Quellästen das Dorf durchlaufen, darunter der Mühlbach, dessen Lauf sich in der Ortsmitte in ein Tal eintieft und dann östlich der Siedlungsgrenze mit den anderen Ästen zusammenfließt, um weiter im Osten bei Untermünkheim-Obermünkheim von links in den Kocher zu münden. Abseits der Talrinnen ist die Umgebung der Dorfes flach bis hügelig und wird von Wiesen und – seltener – Äckern bedeckt, im Westen jedoch steigt das Terrain bald steil zur Hochebene der Waldenburger Berge an, die Hänge sind hier meist ab halber Höhe waldbestanden.

Das Dorf wird von der Alttrasse der Kreisstraße K 2576 aus Schwäbisch Hall im Süden zur B 19 bei Untermünkheim-Übrigshausen im Nordosten durchzogen, in einigem Abstand läuft östlich des Dorfes mit derselben Bezeichnung die Neutrasse als Haller Westumgehung auf Brücken über die Taleinschnitte. Eine Schlinge der Bahnstrecke Crailsheim–Heilbronn legt sich westlich ums Dorf, dessen ehemaliger Bahnhof heute aufgehoben ist.

Einwohner[Bearbeiten]

2012 hatte Gailenkirchen 2.247 Einwohner. Der Stadtteil gliedert sich in die Viertel Ortskern Gailenkirchen, Ortserweiterung Wackershofen, Sülz, Ortskern Gottwollshausen, Schleifbach und Riegeläcker.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Gailenkirchen – 1266 als Geilenkirche erstmals erwähnt und von einem Personennamen abgeleitet – war früher ein Pfarrdorf, das ehedem zu Limpurg gehörte, später zu Schwäbisch Hall. Es gab einen Ortsadel, von dem einige Adelsgeschlechter aus Schwäbisch Hall abstammten, so die Feldner, Stetten mit dem Fisch, Geier sowie Kleinconz. Das Ortswappen zeigte einen Fisch auf einem blauen Schrägstrich, den Hintergrund bildet ein rotes Feld. Die Pfarrkirche auf der linken Hangschulter des Mühlbachtaleinschnittes ist evangelisch; der Turm stammt noch vom romanischen Vorgängerbau und hat gotische Elemente.

Im Rahmen der Gemeindereform 1973 wurde die Gemeinde zur Stadt Schwäbisch Hall eingemeindet und als Ortschaft eingerichtet.[2]

Adelswappen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b http://www.schwaebischhall.de/buergerstadt/buergerinfo/statistiken/teilorte.html
  2. schwaebischhall.de

Literatur[Bearbeiten]

  • Eugen Gradmann: Die Kunst- und Altertums-Denkmale der Stadt und des Oberamtes Schwäbisch-Hall. Esslingen 1907, S. 96f (online).

Weblinks[Bearbeiten]