Gais (Südtirol)

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Gais
(ital.: Gais)
Wappen von Gais
Gais (Südtirol)
Gais
Gais
Lage von Gais in Südtirol
Staat: Italien
Region: Trentino-Südtirol
Provinz: Bozen (Südtirol)
Bezirksgemeinschaft: Pustertal
Einwohner:
(VZ 2011/31.12.2011)
3.171/3.186
Sprachgruppen:
(laut Volkszählung 2011)
97,05 % deutsch
2,65 % italienisch
0,29 % ladinisch
Koordinaten 46° 50′ N, 11° 57′ O46.83333333333311.95841Koordinaten: 46° 50′ N, 11° 57′ O
Meereshöhe: 819–3171 m s.l.m. (Zentrum: 841 m s.l.m.)
Fläche: 60,3 km²
Dauersiedlungsraum: 7,9 km²
Fraktionen: Gais, Lanebach, Mühlbach, Tesselberg, Uttenheim
Nachbargemeinden: Bruneck, Mühlwald, Percha, Pfalzen, Sand in Taufers
Partnerschaft mit: Coburg (Bayern)
Postleitzahl: 39030
Vorwahl: 0474
ISTAT-Nummer: 021034
Steuernummer: 81007220213
Politik
Bürgermeister (2010): Romana Stifter (SVP)

Gais ist eine Gemeinde mit 3186 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2011) in Südtirol (Italien). Sie liegt im Tauferer Ahrntal in der Nähe von Bruneck (Pustertal).

Der gleichnamige Hauptort der Gemeinde liegt am Fuß des Bärentaler Murkegels. Ebenfalls im Talbereich des Tauferer Tales (dem vorderen Abschnitt des Tauferer Ahrntales) liegt das Dorf Uttenheim. Die Fraktionen Mühlbach und Tesselberg (benannt nach dem Bajuwarenherzog Tassilo III.) befinden sich auf der östlichen Talseite.

Der Ort hatte bis 1957 zwei Bahnhöfe auf der Tauferer Bahn. Gais ist eine Gemeinde des Naturparks Rieserferner-Ahrn.

Inhaltsverzeichnis

Name [Bearbeiten]

Der Name "Gais" leitet sich vom Hauptort der 1928 gebildeten Gemeinde ab und könnte mit der Tatsache zusammenhängen, dass er an den Füßen eines Murkegels liegt und bedeutet soviel wie „Anschwemmungsland“[1].

Geschichte [Bearbeiten]

Lage von Gais nördlich von Bruneck

Die Gemeinde Gais wurde 1928 aus den zuvor eigenständigen Gemeinden Gais, Uttenheim, Mühlbach und Tesselberg gebildet.

Im Mittelalter gehörten die heutigen Fraktionen von Gais zum Gericht Uttenheim, aus dem 1811 verschiedene Gemeinden hervorgingen, darunter die Gemeinde Uttenheim mit den Fraktionen Uttenheim und Gais. Das Gericht Uttenheim hatte seinen Sitz ab dem 17. Jahrhundert in Gais. 1814 wurden die Orte wieder selbstständige Gemeinden.[2] Gais gehörte bis zum Ende des Ersten Weltkriegs zum Gerichtsbezirk Taufers und war Teil des Bezirks Bruneck.

Sehenswertes [Bearbeiten]

Politik [Bearbeiten]

Die letzten Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen wurden im Mai 2010 abgehalten. 11 Sitze im Gemeinderat gingen an die Südtiroler Volkspartei, vier an die Freiheitlichen. Als Bürgermeisterin wurde Romana Stifter-Außerhofer von der Südtiroler Volkspartei bestätigt.[3]

Wappen [Bearbeiten]

Im Jahr 1956 wurde von der italienischen Regierung ein Wappen für die Gemeinde verliehen, das keine Beziehung zum Ort und seiner Geschichte hatte. Aufgrund dessen wurde 1986 vom Gemeinderat beschlossen, das alte Wappen durch ein neues zu ersetzen. Der Evangelist Johannes, dessen Symbol der Adler ist, war der erste Kirchenpatron der Gemeinde Gais. Deshalb enthält das neue Gemeindewappen in der rechten Hälfte einen Adler. Die Balken in den Farben Blau-Gold-Blau entstammen dem Wappen des ehemaligen Gerichts Uttenheim.

Partnerschaften [Bearbeiten]

Bildungseinrichtungen [Bearbeiten]

  • Grundschule Gais
  • Grundschule Uttenheim
  • Grundschule Mühlbach
  • Kindergarten Gais
  • Kindergarten Uttenheim

Mit Gais verbundene Persönlichkeiten [Bearbeiten]

Literatur [Bearbeiten]

  • Richard Heuberger: Eine Kundschaft des 14. Jahrhunderts über die Entstehung der Pfarre Gais. In: Zeitschrift des Ferdinandeums für Tirol und Vorarlberg 57 (1913), S. 362-368.
  • Karl Finsterwalder: Der Pustertaler Ortsname Gais in der Sicht altgermanischer Sprachschöpfung. Mit Seitenblicken auf die "Gissübel"-Namen. In: Der Schlern 43 (1969), S. 155-158.
  • Albert Willeit (Hrsg.): Gais im Tauferer Tal. Dorfbuch zum 1000-Jahr-Jubiläum, Gais: Komitee 1000-Jahre-Gais 1986.
  • Lydia Reichegger: Geschichte Uttenheims in Mittelalter und Frühneuzeit. In: Der Schlern 67 (1993), S. 471-480, 535-554.
  • Helmuth Auer, Simon Auer: Dorfbuch Uttenheim-Lanebach, Gais: Gemeinde Gais 2007.

Weblinks [Bearbeiten]

 Commons: Gais – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Kultur - Dörfer - Gais. Gemeinde Gais, abgerufen am 7. März 2011.
  2. Kultur - Dörfer - Uttenheim. Gemeinde Gais, abgerufen am 7. März 2011.
  3. Kultur - Dörfer - Uttenheim. Gemeinde Gais, abgerufen am 7. März 2011.