Gaisberg (Salzburg)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Gaisberg
Gaisberg vom Ufer des Leopoldskroner Weihers

Gaisberg vom Ufer des Leopoldskroner Weihers

Höhe 1287 m ü. A.
Lage Salzburg, Österreich
Gebirge Osterhorngruppe, Salzkammergut-Berge
Dominanz 5,7 km → Schwarzenberg
Schartenhöhe 592 m ↓ Hinterschroffenau
Koordinaten 47° 48′ 18″ N, 13° 6′ 43″ O47.80513.1119444444441287Koordinaten: 47° 48′ 18″ N, 13° 6′ 43″ O
Gaisberg (Salzburg) (Land Salzburg)
Gaisberg (Salzburg)
Erschließung Gaisbergbahn (1887-1929)
Gaisbergstraße (seit 1928)
Besonderheiten Sender Gaisberg

Der Gaisberg hat eine Höhe von 1287 m ü. A. und ist einer der Hausberge der Stadt Salzburg. Er ist ein Ausläufer der Osterhorngruppe und begrenzt das Salzburger Becken im Osten, er gehört somit zu den Salzkammergut-Bergen. Aufgrund seiner Lage und einfachen Erreichbarkeit ist er eins der wichtigsten Naherholungsgebiete von Salzburg und ein sehr guter Aussichtspunkt auf die Stadt und die Berchtesgadener Alpen. Die Westflanke bildet den Salzburger Landschaftsraum (Stadtteil) Gaisberg, der in den Siedlungsraum der Stadt Salzburg zwischen den Stadtteilen Parsch und Gnigl (Obergnigl) hineinragende Ausläufer des Gaisberges ist der Kühberg. Ein weiterer nordöstlich gelegener Ausläufer mit einem Felsgipfel ist der zur Gemeinde Koppl gehörende Nockstein, der südliche Zug der Rauchenbühel (988 m ü. A.).

Erschließung[Bearbeiten]

Schon früh wurde dieses Freizeitgebiet erschlossen und war schon ab dem 18. Jahrhundert ein beliebtes Wanderziel. Bereits 1887 wurde der Berg dann durch eine Zahnradbahn, die Gaisbergbahn, erschlossen, deren Talstation im Salzburger Ortsteil Parsch lag. Sie stellte ihren Dienst 1928 ein und wurde der 1929 eröffneten Straße auf den Gaisberg geopfert.

In den letzten Jahren kam es an schönen Sommertagen immer wieder zu Sperren der Gaisbergstraße auf Grund von Verkehrsüberlastung und den damit verbundenen Luftschadstofferhöhungen. Unter anderem deswegen wurde in letzter Zeit die Wiedererrichtung der Gaisbergbahn und die Sperrung der Straße für KFZ diskutiert, bis jetzt aber nicht verwirklicht. Im Oktober 2009 wurde behördlicherseits begonnen, die Zahl der Parkplätze auf dem Gipfelplateau auf die genehmigte Anzahl von 55 zurückzuführen, um den Individualverkehr einzudämmen.[1]

Die Gaisbergspitze ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln derzeit mit der Buslinie 151 zu erreichen, welche mehrmals täglich vom Mirabellplatz über Gnigl das Gaisbergplateau ansteuert.

Am Gaisberg befinden sich zahlreiche Rundwanderwege, die auch im Winter als Langlaufloipen gespurt sind. Auch die Tourengeher haben den Berg wiederentdeckt. Im Sommer nützen vor allem Radfahrer den Gaisberg als Trainingsstrecke. Das ganze Jahr über sieht man bei gutem Wetter zahlreiche Paragleiter und Drachenflieger um die Gaisbergspitze gleiten, welche von drei Startplätzen knapp unterhalb des Gipfels starten können um dann auf einer Wiese im Salzburger Stadtteil Aigen zu landen.[2]

Von 1923 bis Mitte der 50er Jahre befand sich nahe der Mitteregg-Alm eine Skisprungschanze. Am 20. März 1949 gewann Paul Ausserleitner das Zistelspringen am Gaisberg, vor 10.000 Zuschauern, mit einem Schanzenrekord von 55 Metern.[3] Auch heute noch kann man bei einer Skitour über die sogenannte Nordschneise einen Sprung über die Schanze wagen.

Am 20. Dezember 1956 wurde mit der Inbetriebnahme des Fernsehsenders am Gaisbergplateau erstmals flächendeckender Rundfunkempfang im Großraum Salzburg ermöglicht. Auch heute ist die Sendeanlage prägend für das Erscheinungsbild des Gaisbergs.

Von 1929 bis 1968 fanden auf der Gaisbergstraße internationale Motorrad- und Automobilrennen statt. Seit 2002 gibt es in Erinnerung daran jedes Jahr eine Rennveranstaltung für historische Automobile. Ebenfalls seit 2002 wird auf der 8,6 Kilometer langen Gaisbergstraße ein Radrennen zur Vorbereitung auf die Österreich-Rundfahrt ausgetragen. In den Jahren 2009 und 2011 war der Gaisberggipfel erster Wendepunkt und Startpunkt zur ersten Gleitschirm-Flugetappe beim Red Bull X-Alps-Wettbewerb.

Neben den Lokalen auf der Mitteregg, der Gersbergalm und der Zistelalm befindet sich auf der Judenbergalpe das Traditions-Luxushotel Kobenzl, welches nach Schließung im Herbst 2006 in der ersten Hälfte des Jahres 2012 als Fünf-Sterne-Plus-Hotel hätte wieder eröffnet werden sollen.[4]

Ansichten[Bearbeiten]

Blick nach Westen, über das Salzburger Becken und die Stadt mit ihren Stadtbergen um den historischen Kern, gegen Untersberg und Hochstaufen
Blick nach Norden zum Wallersee, Mitte vorn der Nockstein (1043 m ü. A. 47.81543113.1203791042), dann der Heuberg

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Meldung des ORF Salzburg online vom 5. Oktober 2009 über die Maßnahmen auf dem Gipfelparkplatz
  2. 1. Drachenflieger- und Paragleiterclub Salzburg
  3. Mitteregg-Schanze / Zistelschanze. Abgerufen am 6. September 2014.
  4. Hotel Kobenzl Betriebs GmbH: Lieber Besucher, (…). In: hotel-kobenzl.at, abgerufen am 14. Jänner 2013.